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Stray

einsame Vierbeiner

Die Geschichte von Marinella, Marika und Petzi

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Wir bitten dringend um finanzielle Hilfe für die Unterbringung und medizinische Versorgung

26.03.2016: Marinella, Marika und Petzi sind ins Furever-Land umgezogen ...

05.03.2016: Marinella lebt mit ihrem kleinen Sohn Petzi und ihrer Mama Marika auf einem Fabrikgelände, unmittelbar an einer gefährlichen Schnellstraße. Ihre Nachbarn sind geschundene Jagdhunde, die in Dreck und Unrat dahinvegetieren müssen und deren Besitzer die Tierschützer alles zutrauen… Marinella ist krank und muss dringend medizinisch versorgt werden.

Spendenkonto: Betreff: Marinellas Familie

Update 26.03.2016: Marinella, Marika und Petzi sind in Sicherheit: Am vergangenen Wochenende konnten die Tierschützer Marina und Vassilis sie einfangen und in das Furever-Land-Gehege bei Athen bringen. Dort sind sie endlich außer Gefahr, sie bekommen täglich etwas zu Fressen und können im Trockenen schlafen. Wir wissen noch nicht, wie vor allem Marinella und Marika, die es gewohnt waren, in Freiheit zu leben und die die Nähe zu den Menschen und so vielen anderen Hunden nicht gewohnt sind, mit der neuen Umgebung zurecht kommen. Aber zumindest sind sie nun nicht mehr in Lebensgfahr. Wir hoffen einfach, dass ihr Aufenthalt in dem Gehege nur von kurzer Dauer sein wird und sie schnell von den Menschen entdeckt werden, die sie in ihre Familie aufnehmen möchten und ihnen endlich ein schönes Leben in Sicherheit und Geborgenheit ermöglichen möchten!

An dieser Stelle möchten wir Marinellas Geschichte bis zu ihrem Umzug ins Furever-Land noch einmal von der Tierschützerin Marina erzählen lassen:

Marinella auf dem Weg in ein neues Zuhause, 21.03.16

Es ist Montag früh und ich sitze am PC und gucke mir die letzten Fotos und Videos von Marinellas Familie an. Seit gestern sind sie mit Hilfe von Stray in einer Pension in Athen in Sicherheit.

Wir hatten uns die ganze Zeit die Köpfe heiß geredet, wie wir die scheue Marinella im offenen Gelände fangen sollten, nicht dass sie aggressiv wäre, auf keinen Fall, ganz im Gegenteil. Wir waren uns einig, dass Marinella eine Goldperle ist aber auch gleichzeitig ein ungewollter Welpe aus einer durch Gleichgültigkeit „geschehen lassenden“ unkontrollierten Schwangerschaft, für die und deren Folgen sich keiner interessierte und die sich durch den unweigerlichen Tod der ungeschützten und hungernden Welpen von allein regeln würde.

Marinella wurde ein ganzes Jahr lang mit Steinen beworfen, musste sich in der Natur um Futter und Wasser durchkämpfen, hat gelernt, sich in der anliegenden Schnellstraße zu bewegen, die Menschen zu meiden und sich während des Tages zu verstecken, um zu überleben. So haben wir sie als kleinen Welpen kennen gelernt. Sobald sie Menschen wahrnahm, war sie im Nu weg.

Wir haben angefangen, sie zu füttern, besser gesagt, üppige Futterstellen zu entrichten, wo wir sie sahen, in der Hoffnung, sie würde von dem Futter auch etwas erhaschen, das die vielen Streuner ihr streitig machten. Wir sahen sie oft tagelang nicht, aber wir blieben dran. Etwas in ihren Augen hatte uns gefesselt. Eben keine aggressive Scheue, sondern vielmehr ein „Gefahr: Zweibeiner unterwegs“.

Den ganzen Sommer nahmen wir den gleichen Weg von ca. 30km hin- und zurück, es war kein Zeichen mehr von ihr zu sehen. Die Gespräche verstummten, sobald wir an den Plätzen vorbei fuhren, wo wir sie das letzte Mal gesehen hatte. Bis September letzten Jahres war sie plötzlich wieder da, meist abends bewegte sie sich auf beiden Seiten der Schnellstraße, dass uns der Atem wegblieb. Wir sehen so oft auf dieser Strecke überfahrene Hunde und doch gab es keine Möglichkeit, auszusteigen und sie zu warnen. Wir hätten sie gerade durch den verursachten Stress direkt in den vorbeirasendenVerkehr getrieben.

Mit der Zeit lernte sie, das Autogeräusch zu erkennen und sich an einer bestimmten Futterstelle zu zeigen, sobald sie uns wahrnahm. Sie kam jedoch nur zur Futterstelle, wenn sie uns wieder zurück im Auto und sich in Sicherheit sah. Sie fraß hastig und lief dann sofort auf die andere Straßenseite weg, so dass wir dachten, sie müsste gegenüber irgendwo hausen und wir sollten die Futterstelle auch nach drüben schaffen, um sie nicht zu gefährden. Sie trickste uns aus.

Der ganze Winter lief so, oft kam sie nicht, und wenn sie kam, gewannen wir keinen Zentimeter zu ihr hin. Bis sie uns plötzlich „ihr Zuhause“ sehen ließ. Sie erlaubte uns, ihr zu folgen, bis wir hinter einem Lampenfabrikgelände und einem kleinen ländlichen Kirchenhaus inmitten von schönen Olivenhainen und Weinbergen ankamen. Wir waren sprachlos: wir standen vor einem Müllplatz, zwei Jagdhundgehegen, einem Welpen (Petzi) und einer anderen Hündin (Marika), alle mit demselben lieben Blick.

Da fassten wir den Rettungsplan ins Auge und haben intensiv angefangen, daran zu arbeiten.

Am Samstag Nachmittag, den 19. März 2016 fuhren wir dahin, um Marinella und Marika einzufangen. Petzi war schon seit einer Woche bei uns und kurierte sich von seiner Magendarmgeschichte aus. Marika kam mir direkt in die Arme und ließ sich das Geschirr anbringen, ohne großartige Probleme zu machen. Sie hat an der Leine gefressen und ging dann auch mit mir willig, als ob sie schon darauf vorbereitet wäre.

Marinella wollte auch, aber wir gehörten leider zur Spezies der unberechenbaren Zweibeiner und konnte ihr Misstrauen nicht überwinden, als ob Logik und Instinkt in ihr einen Kampf austragen würden. Wir fingen sie mit einer Streicheleinheit am Kopf ein, die allmählich fester wurde (die Beruhigungsmittel haben kaum gewirkt!). Das war es und sie war auch schon in der Box. Es war schon abends, als wir fuhren, beide waren ruhig in ihren Boxen, als ob das ihnen bekannte Autogeräusch als positives Zeichen in ein neues Leben hintragen würde.

Auf der Fahrt nach Athen am nächsten Tag, nachdem sie zum ersten Mal im Warmen und Trockenen einen sicherlich guten Schlaf hatten, hörten sie ebenfalls zum ersten Mal Zweibeinermusik und Zweibeinergespräche, die alle keinen Grund zur Besorgnis gaben.

In der Pension trafen wir nette Leute, die wir zum Teil auch vom Tierschutz kannten und Marinellas Familie wurde untergebracht. Petzi mit Mama, Marika allein daneben.

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Wir gaben Marinella ein rotes Halsband mit, ein Zeichen von Zuneigung und Hoffnung, dass sie schnell gesund wird (die Therapie schlägt schon gut an) und auf die Zweibeiner stoßen wird, die in ihr die Goldperle sehen, die in ihr steckt.

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Ihre freudige Begrüßungslaute werden uns für immer begleiten. Wir wünschen ihr, dass sie fortan glücklich ist.

Draußen kehrt der Frühling langsam aber sicher ein, die ersten unscheinbaren Blüten schmücken den Platz, wo sie aufgewachsen ist und wo wir gestern auf der Fahrt nachhause wieder halten mussten, um die Ruhe und die Leere zu genießen.20160326 marinella 16

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Es ist eigentlich ein wunderschöner Platz mit der kleinen Landkirche und den weiten Blick aufs Meer. Es ist alles da. Nur eins fehlt, der Respekt vor der Natur und den Vierbeinern. Wenn nur die Zweibeiner nicht so hässliche Sachen dort hinstellen würden wie die Jagdhundgehege …

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Ich möchte mich bei Ihnen allen herzlichst für Ihre Hilfe bedanken, dass Marinellas Familie jetzt einer hoffnungsvollen Zukunft entgegen sehen darf.

Marina Vardunioti

Vassilis Meidanis

Tierschutzverein KOPRAP


 

05.03.2016: Mit diesem Beitrag möchten wir um Hilfe für die junge Hündin Marinella, ihre Mama Marika und ihren kleinen Sohn Petzi bitten. Die drei müssen dringend in eine sichere Unterkunft gebracht werden.

Bereits seit einem Jahr, als Marinella selbst noch ein Welpenmädchen war, verfolgt die Tierschützerin Marina ihr Schicksal und versorgt sie immer wieder mit Futter.

Marinella ist eine sehr ängstliche Hündin, die offenbar bereits in ihrem ersten Lebensjahr sehr schlechte Erfahrungen mit den Menschen gemacht hat.

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Bislang konnte sich die Tierschützerin ihr nur bis auf fünf Meter annähern, obwohl Marinella sie bereits kannte und zu den Fütterungszeiten auf sie wartete. Doch Marinella lebt sehr gefährlich und Marina befürchtet, dass ihr etwas Schlimmes passieren wird, wenn sie sie nicht in Sicherheit bringt. Deshalb hat sie begonnen, sich ihr mit viel Geduld und über einen langen Zeitraum hinweg anzunähern. Für Marinellas Überleben ist es wichtig, dass sie zulässt, dass Marina sie berührt und eines Tages schließlich mit sich nimmt - doch daran ist jetzt noch nicht zu denken, obwohl Marinella gerade in den letzten Tagen große Fortschritte gemacht hat: Vor einigen Tagen wurden Marinas geduldigen Bemühungen belohnt und sie durfte sich der scheuen Hündin, während sie fraß, bis auf zwei Metern nähern.

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Doch jede vorschnelle Handlung und jede falsche Bewegung könnte schlimme Auswirkungen haben: Marinella lebt direkt an einer vielbefahrenen Landstraße, die ihr schnell zum Verhängnis werden kann, wenn sie in Panik gerät.

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Diese Straße ist auch der Grund, warum Marinella nicht mit einem Betäubungsmittel eingefangen werden kann: Würde sie benommen in die falsche Richtung laufen, wäre das ihr Tod.

Doch nicht nur die Straße ist eine echte Gefahr für Marinella, sie ist inzwischen auch krank und verletzt. Sie leidet an einer Hautkrankheit, die dringend behandelt werden muss und seit ein paar Tagen humpelt sie stark – vielleicht ein „Gruß“ eines Jägers aus der Gegend, der sein Ziel glücklicherweise noch einmal verfehlt hat, vielleicht war es aber auch ein Unfall oder ein anderer Hund hat Marinella verletzt.

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Die Tierschützerin hat Marinella bereits Medikamente unter ihr Futter gemischt, doch eigentlich muss sie mit Medikamenten behandelt werden, die direkt auf die Haut aufgetragen werden müssen und dabei müsste Marinella wegen Ansteckungsgefahr zunächst einzeln gehalten werden, bis die Krankheit ganz abgeklungen ist.

Vor ein paar Tagen schließlich, ließ Marinella es zu, dass Marina ihr nach dem Fressen mit einigem Abstand in ihr „Zuhause“ folgte.

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Sie führte sie durch die Felder und hinter eine Lampenfabrik – und dort wurden sie bereits sehnlichst erwartet – von einem kleinen Welpenjungen.

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Er harrte bei einem heruntergekommenen Zwinger aus, auf einem Platz vollgestellt mit Müll und Unrat und in Gesellschaft zweier angeketteter Jagdhunde, die sich in einem erbärmlichen Zustand befinden und in einem Gewirr aus Ketten und Kot neben einer verdreckten Futterstelle dahin vegetieren.

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Doch während Marina über diese unwürdige Behausung entsetzt ist, scheint der kleine Knirps nicht zu wissen, in was für schlimme Verhältnisse er geboren wurde und wo er aufwächst – für ihn ist es die Normalität.

Glücklicherweise hat er sich von den Ängsten seiner Mutter nicht anstecken lassen. Marina darf ihn anfassen und streicheln – er freut sich und Marinella lässt es geschehen.

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Der Kleine bekam den Namen „Petzi“.

Tags darauf tauchte noch eine Hündin auf, etwas älter als Marinella.

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Marina vermutet, dass es Marinellas Mutter ist, alle drei Hunde scheinen eine sehr enge Bindung zu haben.

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An ihrem Gesäuge ist erkennbar, dass sie bereits einige Welpenwürfe hinter sich hat.

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Zu ihrem Alter schreibt Marina: „Die durchschnittliche Lebenserwartung der Streuner in dieser Gegend lässt darauf schließen, dass sie nicht älter als 2, höchstens 3 Jahre ist.“ Das würde nicht nur bedeuten, dass ihre Tage gezählt sind, sondern auch die ca. ein Jahr alte Marinella den „Zenit ihres Lebens“ bereits erreicht hat. Und so hat Marinella auch jetzt erst ihren Namen bekommen, weil einem Straßenhund einen Namen zu geben, für die Tierschützer immer heißt, eine besondere Beziehung zu ihm einzugehen – die unter Umständen auf sehr schmerzhafte Art enden kann.

Die Hündin hat Marina „Marika“ genannt. Sie ist eine liebe und zutrauliche Hündin, die sich gut einfangen ließe.

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Die beiden Hündinnen müssen dringend kastriert werden, um ihnen das Leid weiterer Schwangerschaften und Mutterschaften unter diesen Umständen zu ersparen.

Die Versorgung der drei Hunde und die Arbeit mit ihnen ist für die Tierschützerin kompliziert. Einerseits ist der Besitzer der beiden armen Jagdhunde nicht mehr gut auf sie zu sprechen, seit sie ihn diplomatisch auf den furchtbaren Zustand seiner eigenen Tiere aufmerksam gemacht hat.

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Er darf nicht mitbekommen, dass sie sich bei seinem Privatgrundstück aufhält – Marina ist sich sicher, er würde es fertig bringen und den Hunden etwas antun. Sie füttert die drei nun umittelbar bei der Lampenfabrik – etwas abseits von ihrer Behausung und mit Abstand zu den beiden armen Kettenhunden. Denn solange sie nicht an die armen Kreaturen herankommt, wäre es nur eine zusätzliche Quälerei, sie dabei zusehen zu lassen. (Marina ist fest entschlossen – wenn nötig auch mithilfe der Behörden – gegen den Besitzer der Hunde vorzugehen; aber erst, wenn Marinella und ihre Familie vor möglichen Racheakten in Sicherheit sind.) Zwar bietet der Hof des Fabrikgebäudes den dreien auch etwas Schutz vor dem starken Regen und dem Sturm, der dort zu alldem vor einigen Tagen auch noch eingesetzt hat, doch Marina muss nun ständig auch darauf bedacht sein, dass alle Beschäftigten der Fabrik das Gelände verlassen haben, bevor sie zu den Hunden geht – denn niemand hat dort Verständis dafür, dass sie den streunenden Hunden hilft.

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Doch die Bemühungen der Tierschützerin lohnen sich. In den letzten Tagen hat sie den Hunden immer wieder ganz besondere Leckereien, Dosenfutter und gekochtes Hühnchen mit Reis, mitgebracht.

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Und so wird sie und ihr Kollege Vassilis nun jeden Abend bereits sehnlichst erwartet und die Hunde sind außer sich, wenn sie kommen.

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Wenn die drei sich selig über die mitgebrachten Leckereien hermachen, können Marina oder Vassilis Marika und Petzi streicheln, während Marinella direkt neben ihnen frisst und Marinella hat sich sogar schon ganz kurz einmal anfassen lassen.

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Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie ihre Angst überwindet.

Und wenn es soweit ist, möchten wir, dass die wochenlangen Bemühungen und die große Geduld der Tierschützer nicht umsonst waren und ihnen helfen, die kleine Familie endlich in Sicherheit zu bringen.

Aber das stellt bis jetzt noch ein großes Problem dar, denn in der Gegend gibt es keine bezahlbaren Pensionen, keine verfügbaren Pflegestellen oder Menschen, die sich um die Hunde kümmern würden. Das bedeutet, die Hunde müssten in eine Pension weiter weg gebracht werden. Und danach müsste die medizinische Versorgung, vor allem für Marinella und Marikas Kastration ermöglicht werden.

In diesem Sinne bitten wir Sie dringend um Hilfe und Unterstützung, damit wir Marinellas kleiner Familie helfen können!

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