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Stray

einsame Vierbeiner

Andaman – der Gentleman!

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*ca. 2014 – 64 cm – ca. 30 kg – kastriert – Peloponnes/Marina

26.07.2017: Andaman ist zu seiner Familie umgezogen!

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Ansprechpartnerin Adoption: Ina Lautenschlager

lieb - verschmust - freundlich - anhänglich - unkompliziert - intelligent - sanft - entspannt - ruhig - ausgeglichen

hundeverträglich - stubenrein - fährt gut im Auto mit - leinenführig - kann alleine bleiben - auch für Hundeanfänger geeignet

auf einer Pflegestelle in Krefeld


11.07.2017: Der erste Bericht der Pflegestelle:

Andaman ist gleich auf dem Flughafen ins Auto gestiegen und es zeigt sich, dass er sehr gerne Auto fährt. Er hat dann erstmal ausgeschlafen und man merkte und merkt in der Wohnung kaum, dass er da ist. Er ist ein ganz gemütlicher, sanfter Junge.

Bei Spaziergängen geht er super an der Leine und verträgt sich mit allen Hunden, die ihm entgegen kommen. Gestern hat er angefangen, ein bisschen zu spielen und zu toben, was uns sehr gefreut hat, denn es zeigt, dass er anfängt, sich wohl zu fühlen.
Nach allem, was ihm Menschen angetan haben soll er genau das bei seiner neuen Familie: Einfach nur noch glücklich sein.
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Rückblick auf griechische Zeiten:

03.06.2017: Erst als mit einem Schrotgewehr auf Andaman geschossen und er dabei schwer verletzt wird, bekommt er die Chance, das Leben auf der Straße hinter zu lassen. Fünf Wochen ist dies nun her. Andaman nimmt sein Leben in Sicherheit mit jeder Faser seines Herzens auf und genießt jeden einzelnen Moment.

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Marina schreibt: "Die Neuigkeiten von Andaman hören sich immer besser an! Der Junge frißt gut und gern seine reichlichen Portionen von guter Qualität und genießt die Menschennähe: ob es Streicheleinheiten sind, Autofahrten, Spaziergänge oder das tägliche Bürsten und Besprühen mit Citronella.

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Er zieht überhaupt nicht an der Leine, reagiert nicht auf Ziegen, Katzen oder andere Hunde. Sogar ein Kind könnte mit ihm Gassi gehen, so kooperativ ist er.


Vor ein paar Tagen hat die Tierschützerin an seinem Bein eine Schrotkugel gefühlt, die gerade unter der Haut und leicht entfernt werden konnte.

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Er ist sehr verschmust und oft versteckt er sich in den Armen der Tierschützerin.

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Das fehlende Zähnchen war lt. Tierarzt nie gewachsen und scheint keine Probleme zu verursachen.

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Er nimmt fleißig seine Medikamente und sein Fell sieht schon viel besser aus.

Andaman ist total aufgeschlossen und fährt so gern im Auto mit!

Ein Großer mit sanftem Gemüt."

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Die Röntgenaufnahmen:

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17.05.2017: Marina beschreibt Andamans Leben – und zeichnet ein Bild von der Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit unnzähliger Straßenhunde "Am 29. April fand ein Angestellter im Einkaufszentrum von Korinth auf der Hinterseite, die aufs Meer blickt, einen schwer angeschossenen Hund, der sich seit ca. 2 Jahren dort sein Zuhause eingerichtet hatte.

Ein ruhiger Großer, der nie bettelte, sondern vielmehr die Gäste des Cafés, die nach dem Einkaufen dort einen Kaffee trinken wollten, unaufdringlich begrüßte. Wenn für ihn dabei ein Stückchen Kuchen herum kam, so nahm er das und ging diskret zur Seite, um es in Ruhe zu essen.
Er gehörte zu der Eintrittsmatte vom Kleidungsgeschäft dort, hatte sein geschütztes Plätzchen unter der Dachterrasse des Cafés, eines Tages wurde er auch von Tierschützern kastriert und tierärztlich versorgt. Durch den Mangel an Adoptionen oder Pflegestellen musste er wieder dorthin zurückgehen, wo er sich auskannte.
Bis zum Vortag von diesem Apriltag: Jemand hatte sich so an Andaman gestört gefühlt, dass er beschloss, ihn zu erschießen. Er hat sich Spezialschrotkugeln mit großer Spreizweite besorgt, ist nach Hause gefahren, hat das Gewehr aufgeladen, ins Auto gebracht und ist damit zum Einkaufszentrum gefahren und hat dann den Hund wohl bei Ladenschluss abgepasst, um ihn zu töten. Klarer Vorsatz. Keiner hat ihn gesehen, er  ist mit ruhigem Gewissen wieder nach Hause gefahren, zufrieden, dass er richtig gehandelt habe… Er hat wohl mit seiner Frau Abendbrot gegessen, vielleicht auch mit seinen Kindern oder Enkelkindern gespielt.

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Zurück ließ er ein tödlich verwundetes Gottesgeschöpf.

Und ein großes Fragezeichen, WARUM. Über 20 Schrotkugeln haben sich in Andamans Körper verteilt, die mit keiner OP alle entfernt werden können.

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Rückgrat, Beine und alle inneren Organe sind wie durch ein Wunder heil geblieben. Andaman wäre verblutet, wenn wir den Anruf nicht bekommen hätten und nicht dorthin geeilt wären.

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Er bezahlte beinah mit seinem Elendsleben einmal die unbedachte Tat eines Menschen ihn herzlos auszusetzen und dann seinen eigenen Lebenswillen, im Einkaufszentrum, Unterschlupf gefunden zu haben.

Das Streunerleben ist hart und kurz. Wie sieht so ein Leben aus? Wenn Andaman sprechen könnte, würde er uns das mitteilen, was wir selbst sehen, falls man sich das eingestehen könnte:
'Laufen, Hören, Nach-Unten-Gucken. Das sind die drei Eigenschaften, um auf der Straße zu überleben. Auch wenn es für den nächsten Moment ist. Man lernt es, wenn man Zeit und Glück hat.

Zeit und Glück sind für mich wichtiger als Essen. Zeit und Glück brauche ich, um die Straße zu überqueren und absichtlich oder unabsichtlich nicht überfahren zu werden. Schnell, leise und ohne zu gucken.

Was gibt es auch für mich zu gucken? Fast nichts. Ich bewege mich unterhalb der 50cm Höhenzone, wo nicht viel läuft außer mir und ein paar andere wie ich. Wie viele, will ich meist nicht wissen. Denn sie laufen, hören und gucken auch nach unten wie ich. Meistens. Denn es gibt auch welche, die halten, und die brauchen mehr Glück als Zeit.
Es ist noch Winter. Es wird kalt und es regnet oft.

Ich laufe auf kaltem, nassen Boden, höre den Wind und meine Füße sinken im Schlamm. Ich friere und habe Angst. Trotzdem laufe ich weiter. Vielleicht finde ich etwas Essbares, Wasser finde ich jetzt überall in den Pfützen. Heute hatte ich noch kein Glück. Gestern auch nicht. Nichts außer einer Plastiktüte, die nach Essbarem roch. Plastiktüten gibt es öfters, dann habe ich aber starke Bauchschmerzen.
Ich habe keinen Namen. Wozu auch. Einen Namen braucht man, wenn man gerufen wird und mich ruft keiner. Ich bin ein Niemandshund. Ein Nimhu halt.'
Andaman ist kein Niemandshund mehr. Er hat einen schönen Namen nach einem Teil des indischen Ozeans. Wie oft sahen wir ihn friedlich aufs Meer gucken sehen.

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Er musste in seinen zwei Lebensjahren alles erfahren: Verlassenheit, Unsicherheit, Kälte, Hitze, Hunger und Durst. Jetzt soll alles anders für ihn werden.
Andaman soll ein Zuhause finden, einen eigenen Korb und Leute ohne Gewehr im Haus. Nur Liebe, viel Liebe sollten sie für den lieben Jungen übrig haben.
Versuchen wir gemeinsam ein schönes Leben für ihn zu schaffen. Kein Hetzen mehr, keine Kuchenkrümmel vom fremden Teller. Er soll einen eigenen Teller bekommen und gutes Futter drauf. Das sind wir ihm schuldig."


In den ersten Tagen war nicht sicher, ob Andaman überleben würde. Doch inzwischen wurde er sogar aus der Tierklinik entlassen und bei einer Tierschützerin untergebracht. Diese Mail erhielten wir am 11.05.2017:
Hier sind die neuen Fotos. Andaman geht es gut, die Antibiotikaphase hat er hinter sich. Er kommt in den Garten, kommt bestens klar mit allen Leuten und Hunden im Haus.

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Er ist noch schwach und dünn, aber er hat Appetit. Sein Gesicht lacht und er fühlt sich wohl.

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LG
Marina"

Und heute erhielten wir neue Fotos, Videos und folgende Mail: 17.05.2017:

"Guten Morgen zusammen,
Andaman verhält sich im Auto, Haus und beim Tierarzt so, als ob er das alles schon kennen würde.

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Er ist stubenrein, aber das wundert mich nicht. Alle Streuner sind das, es sei denn, sie werden in Zwingern bzw. Sheltern gehalten, wo sie nie raus kommen. Der Tierarzt hat ihn untersucht und findet seinen Allgemeinzustand gut.

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Er kann mir die Tage auch einen Bericht über die Schrotkugeln in seinem Körper schicken, den ich  dann weiter leite."


Auf jedem einzelnen Foto ist zu sehen, wie sehr Andaman sein neues Leben genießt. Nichts ist für ihn selbstverständlich, alles ist kostbar: Der eigene Futternapf, der Spaziergang an einer Leine, das Fahren im Auto … Andaman darf dazu gehören, er ist sicher und geborgen. Er ist kein Niemandshund mehr.

 

 

 

 

 

 

 

 

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