Rüden

Sotiris – er braucht einen Menschen an seiner Seite, der für ihn da ist

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geb. Ende 2009/Anfang 2010 - ca. 30 kg - kastr. - Athen

01.05.2012: Sotiris hat eine grausame Vergangenheit hinter sich. Seit einem Jahr ist er nun in der Obhut der griechischen Tierschützer. Hier ist er in Sicherheit und muss nicht mehr um sein Leben fürchten, doch das Leben in Zwingern und Tierpensionen ist trist, der Anschluss an Menschen fehlt.

 

Ansprechpartnerin Adoption Sandra Böhm

Ansprechpartnerin Patenschaften: Manuela Wendt

 

 

In Griechenland hat sich in den letzten zwölf Monaten keine Familie für ihn gefunden. Nicht ein einziger Mensch hat sich gemeldet, um Sotiris ein Zuhause zu geben.

Sotiris braucht einen Menschen, an dem er sich orientieren kann – einen Menschen mit Hundeerfahrung, der Sotiris Sicherheit gibt. Sotiris muss spüren und verstehen dürfen, dass nicht er die Verantwortung für seinen Menschen übernehmen muss, sondern dass umgekehrt sein Mensch für ihn sorgt. Wenn Sotiris lernen darf, dass nicht er der Boss sein muss, dann wird er ein treuer und loyaler Freund sein.

 

 

Sotiris kennt und beherrscht bereits die grundlegenden Befehle wie „Sitz“, „Platz“, „Bleib“ etc.

Eine liebevolle Familie mit Hundeerfahrung, aber am besten ohne einen anderen Hund wäre ideal für Sotiris. Wenn er dann noch einen Garten oder ein Grundstück hätte, auf dem er unbeschwert toben und herumtollen könnte, dann wäre Sotiris’ Glück perfekt.

Die Fotos zeigen, wie wohl sich Sotiris mit einem Menschen an seiner Seite fühlt. Wir hoffen, dass sein Traum bald in Erfüllung geht.

 

 

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11.03.2012: Sotiris wurde von anderen Hunden angegriffen. Er konnte sich nicht wehren, er war angebunden

Hallo, ich bin's wieder, Sotiris. Bisher gab es noch keine Anfrage für mich.

 

 

Daher lege ich alle meine Hoffnung in meinen doch eigentlich unwiderstehlichen Blick ...

 

 

 

Ich kann doch nicht für immer in der Tierpension bleiben. Das wird viel zu teuer für meine griechischen Retter! Außerdem sehne ich mich so sehr danach, zu jemandem zu gehören ...

 

 

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09.01.2012: Eine eigene Schlafstelle und ein sicherer Platz - Sotiris weiß diesen kleinen Luxus sehr zu schätzen, auch wenn es sich nur um den Zwinger der trostlosen Tierpension handelt. Wie sehr würden Sotiris' Augen strahlen, wenn er endlich ein eigenes Zuhause bekäme ...

Die Besitzerin  der Tierpension, in der Sotiris untergebracht ist, ist zugleich Hundetrainerin. Diese Informationen erhielten wir von ihr über Sotiris:

Sotiris ist ein sehr verspielter Hund, er liebt es zu rennen und er genießt jeden einzelnen Moment, den er außerhalb des Zwingers verbringen darf. Nachdem er sich ausgetobt und mit seinen Hundefreunden gespielt hat, kehrt er aber auch sofort in seinen Zwinger zurück, wenn er gerufen wird: Sotiris mag es, seinen eigenen Platz zu haben, seine Schlafstelle, einen sicheren Ort. Wenn man seine Vergangenheit kennt, dann verwundert dies nicht.

Sotiris ist gegenüber der Pensionsinhaberin äußerst gehorsam und sie ist der Überzeugung, dass Sotiris ein kluges Köpfchen hat und schnell lernt.

Sotiris mag die Gesellschaft der Hündinnen. Er spielt sehr viel mit ihnen, ärgert sie manchmal ein wenig oder fordert sie einfach zum Rumtoben und Spielen auf.

Außerhalb des Zwingers wurde Sotiris bisher nicht mit anderen Rüden zusammen gebracht, daher kann sein Verhalten zu Rüden noch nicht 100%ig beschrieben werden. Auf keinen Fall ist Sotiris aggressiv, er nähert sich nicht den Gehegen der anderen Rüden, um sie anzubellen und die Pensionsbesitzerin glaubt auch nicht, dass es außerhalb der Zwinger zu Streitigkeiten käme. Da dies aber noch nicht abgesichert ist, sollte Sotiris bevorzugt zu einer Familie ohne Erstrüden.

Sotiris und die Menschen: Trotz seiner Vergangenheit mag Sotiris Menschen, egal ob männlich oder weiblich. Er liebt es, wenn man mit ihm spielt oder ihn streichelt, und er liebt es, vor Freude um sie herum zu laufen. Da Sotiris früher bei Wind und Wetter angekettet und dabei wehrlos den Angriffen anderer Hunde ausgeliefert war, kann es vorkommen, dass er zögerlich ist, wenn man seinen Halsbereich berührt. Sotiris benötigt ein klein wenig Zeit und Leckerchen, um sich an Menschen zu gewöhnen. Aber wenn er beides bekommt, dann liebt er alle Menschen. Wenn sich ihm gegenüber jemand ängstlich bzw. seltsam oder ungewöhnlich verhält, dann bellt er manchmal. Doch ein kleines Leckerchen hilft und er legt sich auf den Rücken um gekrault zu werden … Sotiris ist kein Kläffer.

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13.08.2011: Sotiris ist seit einigen Wochen im Tierpensionszwinger untergebracht. Seine Wunden sind verheilt, und alles wonach er sich sehnt, ist Zuwendung. Unsere griechischen Tierschützer schreiben über ihn:

 

 

Sotiris ist wie ein großer Welpe: Wenn jemand von uns in seine Nähe kommt und mit ihm spricht, dann er ist er vor Freude jedes Mal völlig aus dem Häuschen. Er führt dann wahre Freudentänze auf, dreht sich um sich selbst, springt in die Luft und wackelt wie wild mit seiner Rute.

Wir haben beobachtet, dass er bei fremden Menschen anfangs ein wenig zögerlich und zurückhaltend ist.

 

 

Aber sobald er sich sicher fühlt und die Zuneigung der Menschen spürt, wird er zum großen verspielten Welpen.

 

 

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04.06.2011: Einige wenige Stunden musste Sotiris noch an seinem alten Platz ausharren … in dieser Zeit wurde er von anderen Hunden angefallen und verwundet. Sotiris konnte sich nicht wehren, er war von Unbekannten angebunden worden und hilflos den Angriffen des Hunderudels ausgesetzt. Dringend Paten für die Unterbringung in der Tierpension gesucht!

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13. Juni 2011: Sotiris ist sicher in einer Tierpension. Dank Ihrer Spenden können ihn unsere Athener Kollegen dort erst einmal sorgenfrei bringen.

 

Dies schrieb Electra uns:

Hallo,

gestern holte ich Sotiris aus der Tierklinik ab. Für einige Stunden musste ich ihn wieder an seine alte Stelle bringen. Ich wollte ihn dort nach meiner Arbeit abholen und zur Hundepension fahren.

Während Sotiris an seinem Platz, der ehemaligen Baustelle, auf mich wartete, wurde er erneut angebunden und eine Gruppe von Hunden, die ebenfalls dort lebt, fiel ihn an. Er erlitt Verletzungen in seinem Gesicht. Als ich einige Zeit später eintraf, war sein gesamter Körper voller Blut, er war verängstigt, weinte, hatte rote Augen und es ging ihm elendig. Er war ungeschützt der Sonne ausgesetzt, ohne einen Tropfen Wasser.

Ich brachte  ihn sofort zum Tierarzt, der ihm Antibiotika gab und seine Wunden säuberte. Sotiris benahm sich vorbildlich. Obwohl er Angst und Schmerzen hatte, saß er ganz ruhig im Auto und er ließ sich von mir in den Arm nehmen. Beim Tierarzt ertrug er die Behandlung ohne Narkose, obwohl die Wunden groß waren und bereits aufgrund einer allergischen Reaktion angeschwollen waren.

Er wird in den nächsten zehn Tagen weiterhin mit Antibiotika und entzündungshemmenden Tabletten behandelt werden. Aber zumindest ist er jetzt in Sicherheit. Er ist nun in der Hundepension. Der Tierarzt wird ihn in zwei Tagen noch einmal untersuchen.

Electras Mail: Sotiris – very bad day

Hello,

yesterday i took Sotiris back from the vet clinic. While he was at the workplace (he was delivered back for some hours ) waiting for me to finish from work and drive him to the kennel, they tied him again and a group of other dogs living in the area attacked him. He was wounded in his face many times. When i arrived some time later he was full of blood all over his body, terrified, crying, with red eyes and very miserable. He was under the sun, without any water. I urgently took him to the Vet again, who gave him more antibiotis and cleaned his wounds deeply. Sotiris was an ideal dog. Though scared and in pain, he was sitting calmly in the car, he let me hug him and he stayed without anasthesia to clean the wounds, although they were extended and already swallen with some allergic reaction. He will take more antibiotics and inflamatory pills for 10 days. But at least he is safe - now he is at the kennel. The doctor will go again to see him in 2 days.

Am selben Tag, an dem die Fotos aufgenommen wurden, attackierten die anderen Hunde Sotiris:

 

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25. Mai 2011: Sotiris – es ist beschämend, mit wie wenig ein Streunerhund zufrieden ist

Ein alter Container und der Platz, an dem er vor ca. 18 Monaten geboren wurde: Das ist Sotiris Heimat. Das ist alles für ihn, und er versteht nicht, dass er es verloren haben soll.

Unsere griechische Kollegin Electra schreibt:

Vor kurzem wurde ich informiert, dass an einer ehemaligen Baustelle ein Hund lebt, der eingeschläfert werden sollte: Sotiris.

 

Der Hund war neben einem Container geboren worden und dieser Container war seit seiner Geburt seine einzige Zuflucht. Als er ein kleiner Welpe war, wurde er von einem Rudel erwachsener Hunde gequält. Die ersten Menschen, denen er begegnete, misshandelten ihn.

Als Konsequenz lebte Sotiris fortan unter dem Container. Den ganzen Tag versteckte er sich dort, aus Angst vor den erwachsenen Hunden. Erst wenn es dunkel wurde, wagte er sich hervor, um sich auf die Suche nach Wasser und Futter zu begeben. Es war ein mühsames Überleben … Doch Sotiris schlug sich durch, er blieb an seinem kleinen bescheidenen Platz neben dem Container und versuchte, diesen Platz für sich zu verteidigen. Denn noch immer akzeptierten ihn die erwachsenen Hunde nicht.

 

 

Inzwischen ist Sotiris 18 Monate alt. Aus der Baustelle ist ein großes Einkaufszentrum geworden. Sotiris alter Platz befindet sich nun im Inneren des Einkaufszentrums, auch wenn der Container nicht mehr existiert. Für Sotiris ist sein alter Platz trotzdem immer noch sein Zuhause. Er hat kein anderes. Genau dort möchte er weiterhin leben und er versteht nicht, dass er nun, nach Fertigstellung des Einkaufszentrums, die ehemalige Baustelle nicht mehr betreten darf … sein Zuhause.

 

 

Sotiris möchte innerhalb des Einkaufszentrums leben, exakt an dem Platz, an dem er geboren wurde und an dem sein Container stand.

 

 

Denn nur innerhalb des Einkaufszentrums, zwischen den vielen Menschen, fühlt er sich sicher. Warum darf er plötzlich nicht mehr dort sein, wo er sein gesamtes Leben verbracht hat? Sotiris‘ Welt ist zusammengebrochen.

Denn natürlich wurde er von den Sicherheitskräften aus dem Einkaufszentrum geworfen …

 

 

Doch weil Sotiris nicht aufgegeben hat und sein Zuhause verteidigen wollte, ist er nun den ganzen Tag lang draußen angekettet, nur für die Nacht wird er abgekettet.

 

 

Er hat keine Hütte als Unterschlupf, und manchmal steht er im Regen oder im prallen Sonnenschein ohne Futter und ohne Wasser.

Da Sotiris trotz allem hartnäckig an seinem alten Zuhause festhalten wollte, wurde er immer mehr und mehr lästig, die Leute dort ärgerten sich über ihn. Sie beschlossen, Sotiris einschläfern zu lassen.

Zum Glück wurde ich informiert. Ich sagte sofort zu, dass ich ihn dort wegholen würde. Als erstes brachte ich ihm jedoch eine Hundehütte, Wasser und Futter, das für einige Tage reichte.

 

 

Als ich bei ihm war, war er sehr freundlich zu mir, er fraß aus meiner Hand, wackelte mit seiner Rute, und wenn andere Hunde kamen, um zu fressen, dann spielte er mit ihnen.  

 

 

Sotiris wird in einer Hundepension unterkommen. Es ist seine einzige Alternative zum Tod. Für Paten und Spenden sind unsere griechische Kollegen dankbar. Denn Sotiris' Unterkunft ist finanziell keineswegs abgesichert ... Zwischen 120 € und 150 € kostet die Unterbringung in einer Pension pro Monat.

Als Electra die Eigentümer des Einkaufszentrums fragte, ob sie ein wenig Futtergeld beisteuern könnten, verweigerten sie ihre Unterstützung. Es waren die Menschen mit sehr geringem Einkommen, die halfen, Sotiris zu füttern.

Unsere griechischen Kollegen haben bereits fast 40 Hunde in Pensionen untergebracht. Sie könnenSotiris' Pension  nicht finanzieren ...