Offizielle deutsche Webseite

Stray

einsame Vierbeiner

Weihnachten 2008: Mit einem "kleinen Weihnachtsmärchen".....

...... möchten wir uns bei all den Menschen bedanken, die unseren Hunden ein liebevolles Zuhause gegeben haben und bei all denen, die uns so tatkräftig und hilfsbereit unterstützen.

 Wir bedanken uns bei den engagierten Pflegestellen, bei unserer Hundepension mit Hundeflüstererfähigkeiten und bei all den vielen Helfern, die uns bei unseren Anstrengungen, Tieren zu einem glücklichen Leben zu verhelfen, zur Seite gestanden haben.

Wir erzählen die Geschichte von Baer, denn sie steht für unzählige Hundeschicksale und macht deutlich, warum wir alle uns dafür entschieden haben, den Großteil unserer Freizeit dem Tierschutz zu widmen.......

Erkennen Sie Baer wieder?

Baer sah nicht immer so selbstbewusst und imposant aus wie auf diesen Fotos.

 

Wenn Sie unsere Homepage besuchen, begegnen Sie Baer, so, wie wir ihn kennengelernt haben...

 

eine armselige, abgemagerte Kreatur, an einer Eisenkette, seinen leeren Futternapf verzweifelt vor sich her tragend.....

Die Wandlung von Baer zu Luke.....

 

Es fing mit einem Hilferuf unserer Tierschützerin Barbara von der Insel Mykonos an....

Sie schickte uns diese Fotos von Baer       und einer wunderbaren Hündin

. Das war im vergangenen Winter....

 

Wir versuchten auf Hochtouren ein schönes Zuhause für die beiden Hunde zu finden. Leider gestaltete es sich bei Baer etwas schwieriger (großer, schwarzer Hund Überrascht) und als der mögliche Flugtermin (vorher noch Stunden auf der stürmischen Fähre) im Februar näher kam, musste eine schnelle Lösung gefunden werden. Auf keinen Fall wollten wir Baer zurück lassen.....

Gemeinsam mit dem befreundeten TSV  "Die Hunde-Brücke" organisierten wir den Transport. Caro von der "Hunde-Brücke" und "unsere" Dagmar flogen selbst, um insgesamt drei Hunde in Empfang zu nehmen, was uns Dank unserer sehr engagierten und lieben Pflegestelle Margit

 aus der Eifel nun auch möglich war. Sie hatte sich sofort bereit erklärt, den Jungen (im wahrsten Sinne des Wortes, bei Nacht und Nebel - und Schnee ) aufzunehmen.

Das Schicksal von Baer könnte niemand besser erzählen, als Barbara, die Tierschützerin, die ihn gefunden hat:

Barbaras Worte....

Wir erhielten einen Anruf von der Besitzerin von einer Apotheke in Ana Mera ( groesstes "Dorf" auf Mykonos mit Kloster), dass ein grosser schwarzer Hund auf ihrer Geschaeftsterasse schlafen wuerde, der ansonsten unzaehlige Katzen gejagt haben soll und wir ihn doch bitte abholen sollten, da er sonst vergiftet werden wuerde!!! Angeblich sollte er schon Monate lang bei Schulen und Geschaeften gesehen worden sein. Da lag also dieses Riesenmonster und schlief so tief, das ich ihn anstossen musste, um zu sehen, ob er noch lebt. Total relaxed und einfach nur lieb! Da wir kein Tierheim haben, nahm ich ihn erstmal mit in unser Buero, wo er fuer einen Monat angekettet auf der Terasse mit grossem Hundehaus in gluehender Hitze lebte.

Wir hatten Angst, dass er durch die staendige Einsamkeit und mittlerweile an Freiheit gewoehnt, ueber die Balkonwand vom ersten Stock auf den darunterliegenden Kindergarten springen wuerde. Aber Luke wurde so langsam aber sicher total apathisch. Aber wohin mit ihm?
Als einzige Loesung bot sich ein Einheimischer an, der ueber hundert Hunde aufgenommen hatte und immer noch hat (nur gibt er sie leider nicht zur Vermittlung frei!) und da kam es auf einen mehr oder weniger auch nicht an. Luke kam wieder an die Kette, konnte sich aber wenigstens bewegen und hatte keine kochenden Fliesen unter den Fuessen und mir wurde versprochen, dass er sehr bald auch ein Plastikhaus als Sonnenschutz erhalten wuerde. Der Sommer artete in eine endlose Hitzewelle aus.
Da ich arbeitete und selbst einen Zoo zu Hause habe, bin ich erst wieder nach ein paar Wochen zu ihm gefahren.
Mein Gott, ich konnte Luke kaum wieder erkennen: aus diesem traegen, friedlichen Vierbeiner war ein zaehnefletschendes, unbaendiges und spindelduerres Ungetuem geworden. Die erste handvolle Futterportion hat er die erste Woche gleich wieder erbrochen, da er aus furchtbarer Hast erstmal alles in sich hineinstopfte und sein Magen auf ein Minimum geschrumft war.  Sein Sonnenschutz bestand aus einem zu kleinem Holzbrett, sodass sein Hinterteil und Teile seines Kopfes von der Sonne braun gesengt waren. Also habe ich erstmal ein schoenes groesses Holzhaus besorgt und durch das taegliche Fuettern und Wasserversorgung wurde er so langsam aber sicher wieder ruhiger. Ich konnte mich bei ihm aufhalten ohne mir durch seine hin und her reissende Kette das Genick zu brechen und seine "Kollegen" auf der anderen Seite des Zaunes, welche er vor ein paar Wochen noch zerfleischen wollte, bekamen sogar einen Schmatzer auf die Nase gedrueckt. Ich habe jeden Tag, auch bei Sturm und Regen, mit ihm mit leeren Wasserflaschen gespielt,

geschmust und versuchte ihm ein bisschen Aufmerksamkeit und Liebe zu vermitteln.
Aber irgendwann nach 7 langen Monaten habe ich mich natuerlich gefragt, wie lange das noch so weiter gehen soll und kam zu dem Entschluss, dass ich für Luke ein Zuhause in Deutschland finden muss. In Griechenland waere er nur vom Regen in die Traufe gekommen.
Tja, und dann habe ich einen herzzerreizenden Hilferuf nach Deutschland losgelassen (der kam wirklich aus dem tiefsten Herzen)..............,.................. aber es dauerte noch 1 1/2 Monate und eine episodenreiche Odyssee bis Luke endlich bei Frau Breuer in guten Haenden angekommen war. Und dann dauerte es noch einen Monat bis Luke adoptiert war. Wenn mir jemand vor einem Jahr gesagt haette, dass Luke in den Dolomiten Urlaub macht, haette ich ihn fuer total verrueckt erklaert. Es ist ein wahres Wunder!

 

Und nachfolgend eine Mail, die Barbara und wir vor einigen Tagen erhalten haben und die mehr als andere erzählende Worte deutlich macht, wie Baers (nun Lukes) Leben sich verändert hat:

Liebe Frau Hehne,
auch ich freue mich immer sehr, von Ihnen zu hören und ich muss oft daran denken, was der Luke in seinem früheren Leben wohl alles erleben musste. Wie kam es eigentlich dazu, dass er angekettet war und dass Sie sich dann seiner angenommen haben? Wer hat ihn denn dort angekettet?
Aber ich kann Ihnen auch im Namen meines Freundes von ganzem Herzen versichern, dass wir es nie bereut haben, ihn aufgenommen zu haben. Er ist ein solcher Sonnenschein, zwar macht er auch Dummheiten (letzte Woche hat er alle unsere Päckchen vom Adventskalender "aufgemacht" und die Fetzen im Wohnzimmer verteilt...) aber wir können ihm nie wirklich lange böse sein.
Leider war der Luke ja noch krank, offenbar hatte ihn in Griechenland eine Zecke gebissen und er hat eine Ehrlichiose und leider auch eine Babesiose davon getragen. Aber wir haben es mit Antibiotika und leider auch mit Spritzen behandeln lassen und Luke war ein sehr tapferer Patient. Er hatte auch nie Symptome, das heißt er war immer quirlig und lebendig, wir haben es nur bei einem Bluttest festgestellt. Zum Glück, denn jetzt konnte es noch gut behandelt werden. Und mittlerweile ist auch alles ausgeheilt! Wir sind froh, es noch rechtzeitig gemerkt zu haben.
 
Wie Sie auf den Bildern sehen können, hat der Luke auch zum ersten Mal Schnee gesehen.

         Wir waren mit ihm in unserem ersten gemeinsamen Urlaub mit dem Wohnmobil in den Dolomiten und da konnte der Luke auf den Almwiesen rumtoben, mit und ohne Schnee. Es war herrlich zu sehen, wie er auf den Wiesen herumgesprungen ist und sich wohl gefühlt hat. An einem Tag hat er sich vor lauter Übermut auf den Rücken gelegt und ist ganz genüsslich eine von der Sonne warme Almwiese runtergerutscht!!! Auf dem Rücken!!! Danach hat er Grashüpfer gejagt und abends hat er unglaublich viel geträumt!
Noch immer ist er unglaublich verschmust, ich weiß nicht, ob ich schon jemals einen Hund gesehen habe, der so viel gestreichelt werden will und so gern kuschelt. Regelmäßig abends und morgens fordert er seine Kuscheleinheiten ein, die wir ihm gerne geben!


Und seine Neugier ist nach wie vor riesengroß. Alles was er nicht kennt, muss er erkunden, von Angst keine Spur, er will einfach alles wissen und ist erstmal allem gegenüber freundlich gestimmt. Wie er sich ein so sonniges und liebes Gemüt bewahren konnte nach allem was er erlebt hat, ist wie ein Wunder.
 
Er ist wirklich ein toller Hund und ich verstehe, dass Sie viel an ihn denken müssen. Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen ab und an neue Fotos schicken, damit Sie mitbekommen, wie er sich entwickelt.
Sie können diese Mail auch gerne an Frau Mohnes weiterleiten.
 
Viele Grüße und auch eine schöne Weihnachtszeit
 
Stefanie Sch. und Karsten R.

 

Baer ist ein Schicksal von unzähligen......

zu unseren "Hunde-Wundern 2008" gehören - neben vielen anderen - auch Sara, Cliff und Pit......

Sara, unser großes Sarplaninac-Mädchen, das im Alter von 8 Jahren nicht nur ein wunderschönes Zuhause, sondern auch gleich noch den passenden Partner gefunden hat,

 

und nun ein behütetes Leben führen darf, was sie ganz offensichtlich auch sehr genießtLächeln.

 

Cliff, unser Schäfer, der so sehr mißhandelt wurde, daß er keinem Menschen mehr traute....

brauchte eine ganze Weile, um sich von den seelischen und körperlichen Folgen seines Martyriums zu erholen. Dank unseres "starken Helfers" Hr. Lönhardt gelang es, Cliff wieder ohne Angst berühren zu können und auf ein glückliches Familienleben vorzubereiten.

Das Wunder vollendet, hat dann sein neues Frauchen, welches mit sehr viel Hundeerfahrung, gerade auch mit Problemhunden  und ganz viel Einfühlungsvermögen und Verständnis einen glücklichen und "familienfähigen" Hund aus Cliff gemacht hat.

Heute fühlt sich Cliff in seinem neuen Zuhause und seinem neuen Rudel pudel(schäfer-)wohl.... 

Cliffs vollständige Geeschichte lesen Sie hier:

Cliff hat einen neuen Namen und endlich ein Zuhause


Bei unseren "Wunderhunden" darf auch Pit nicht fehlen, über den wir hier schon viel berichtet haben.

Pit haben wir auf einer Seite des TSV "Tiere in Not Griechenland" entdeckt, wo Susanne Löttgen in ihrem Reisebericht über den jungen, verspielten Hund berichtete, der mit amputiertem Hinterbein in einem viel zu kleinen Zwinger saß und die vorbeigehenden Leute zum Spiel auffordern wollte....

Das Foto und die Worte ließen uns nicht mehr los und wir baten darum, uns um Pits weiteres Leben kümmern zu dürfen....

Glücklicherweise fand sich auch bald eine überaus engagierte "Pflegemama", die keine Mühen scheute, von Heidelberg nach Düsseldorf eilte, sich dort in den Flieger nach Thessaloniki setze und Pit abholte.....

und nach einer gar nicht all zu langen Weile, konnte man lesen

Pit ... wunderbarer Traumhund hat sein Zuhause gefunden

Auch für Pit ist ein Traum in Erfüllung gegangen... zwei Fotos sagen mehr als tausend Worte....

 

 

 

 

 

 

Für Hunde wie Baer, Sara, Cliff und Pit haben wir diesen Verein gegründet und diese "Weihnachtsmärchen" sind es,

die uns alle wissen lassen, warum wir uns für diese Aufgabe entschieden haben.

Alle Hunde, die Sie unter "Zuhause angekommen" oder auf unserer Homepage finden, haben ihr eigenes, ganz persönliches Schicksal. Für alle ist es ein großes Glück, ein Zuhause zu finden oder gefunden zu haben.

Ihre Schicksale unterscheiden sich, bezogen auf Traurigkeit, Schmerzen und Leid kaum von denen unserer hier vorgestellten Hunde.  Sie alle haben sehr viel durchleiden müssen, bevor sie das Glück hatten, ihrem Albtraum entkommen zu können.

Wir möchten uns bei allen bedanken, die es uns ermöglichen, diesen Tieren zu helfen.

Das Team von "Stray - einsame Vierbeiner e.V." (als gemeinnützig anerkannter Verein)

wünscht Ihnen und Ihren zwei- und vierbeinigen Familienmitgliedern ein harmonisches und frohes Weihnachtsfest und ein glückliches und gesundes neues Jahr.

 

 

 

 



 

Suchen

 

 

Spenden

Spenden Sie unseren Notfellchen 1 Euro, gerne auch mehr!

 

 PayPal Logo

 

 

 

 

 

 Wir bitten um Verständnis, dass wir aus Gründen der Verwaltung Bescheinigungen für Spenden erst bei einer Überweisung ab 200€ ausstellen können.

 

Wir sind ab jetzt auf FACEBOOK vertreten

Liebe Freunde und Förderer unseres Vereins,

wir freuen uns, dass Sie unsere Homepage besuchen und hier von uns aktuell über unsere Schützlinge, unsere Projekte und unsere Arbeit informiert werden. Auch unse...

weiterlesen...

 

smoost