* ca. 2010 † 27.03.2026

Du gabst uns Deine Liebe, Deine Ruhe, Dein Vertrauen,
Dein Herz – bis dieses aufgehört hat zu schlagen.
Vicky wurde 16 Jahre alt. Sie ist friedlich in ihrem Körbchen zuhause eingeschlafen.
„Zuhause“ – was für ein alltägliches Wort für uns. Aber wie viele Menschen und Tiere wissen nicht, was ein Zuhause ist! Auch Vicky wusste das nicht, die ersten zehn Jahre ihres Lebens lebte sie auf der Straße, und dabei ging es ihr noch gut, denn sie wurde zuverlässig gefüttert. Nach einem schweren Unfall wurde sie im Paeania-Shelter aufgenommen – und dann fand sie eine Pflegefamilie. Diese Familie wurde IHRE Familie, sie durfte bleiben.
Wir danken der Familie herzlich, dass Sie Vicky die schönsten Jahre ihres Lebens geschenkt haben und trauern mit Ihnen um einen ganz besonderen Schatz.
Hier ein paar Fotos aus Vickys Leben als geliebtes Familienmitglied:




12.10.2022: Vicky bleibt als Dauerpflegehund bei ihrer Pflegefamilie.
04.06.2022: Vickys Pflegestelle schreibt uns: „Vicky ist eine sehr sanfte, gegenüber Menschen anfangs sehr schüchterne und zurückhaltende Hündin. Sie verträgt sich gut mit anderen Hunden, auch mit Kindern haben wir gute Erfahrungen gemacht. Aufgrund ihrer Hüftprobleme fällt es Vicky doch recht schwer, hohe Treppen zu steigen.“
Vickys Geschichte in Kürze:
Vicky verbrachte fast zehn Jahre ihres Lebens als Straßenhündin und hatte dabei noch Glück: Sie hielt sich auf dem Gelände einer Firma auf, wo sie von Mitarbeitenden geduldet und regelmäßig gefüttert wurde. Doch eines Tages übersah der Fahrer eines Lkw die schlafende Vicky und fuhr über ihre Pfote. Unter starken Schmerzen versuchte sie verzweifelt, sich zu befreien, und verletzte sich dabei schwer. Vicky musste mehrfach operiert werden. Heute geht es ihr wieder gut: Sie ist schmerzfrei und lebt in Sicherheit bei Myrto. Dort durfte die sanfte Hündin zum ersten Mal in ihrem Leben warm und weich auf Wolldecken schlafen. Zu ihrem Glück fehlen nun nur noch Menschen, die Vicky zeigen, wie schön es ist, geliebt zu werden und als vollwertiges Familienmitglied dazugehören zu dürfen.
01.12.2021: Nach fast zehn Jahren auf der Straße wartet unsere zauberhafte Vicky sehnsüchtig auf ihre Menschen, bei denen sie endlich ankommen und das Leben genießen darf. Unser Teammitglied Simone hat Vicky erneut in Griechenland besucht: „Ich habe Vicky wieder getroffen und bin sehr berührt von ihrem Wesen. Sie möchte einfach gefallen, sucht Nähe und genießt jede Streicheleinheit. Mit anderen Hunden hat sie keinerlei Probleme – sie ist wirklich ein Seelenhund. Es ist traurig, dass so ein Schatz bisher übersehen wurde.“
18.03.2021: Nach der bereits erfolgten Fingeramputation wurde auch Vickys Hüftluxation operiert. Dabei wurde der Kopf des Oberschenkelknochens entfernt (Femurkopfresektion). Die Wunden ihrer ursprünglichen Verletzungen sind vollständig verheilt, und auch die Operation verlief ohne Komplikationen. Seit ihrer Rückkehr in die Pension verbringt Vicky viel Zeit auf ihren weichen Wolldecken. Zum ersten Mal in ihrem Leben hat sie einen warmen, geschützten Ruheplatz – ein kleines „Nest“, das ihr Sicherheit gibt. Bereits am ersten Tag nach der Operation begann Vicky, ihr operiertes Bein vorsichtig wieder zu belasten. Der behandelnde Orthopäde ist sehr zufrieden mit ihrer Entwicklung. Wie empfohlen unternimmt Vicky täglich kurze, kontrollierte Spaziergänge an der Leine, um die Muskulatur langsam wieder aufzubauen. Die vergangenen Monate waren sehr anstrengend für Vicky, doch nun ist sie ihre Schmerzen los. Myrto schreibt:
„Wir freuen uns auf den Tag, an dem sie sich wieder frei bewegen kann und all das Leid der letzten Monate hinter sich lässt.“
20.12.2020: Vicky ist etwa zehn Jahre alt und hat ihr gesamtes Leben auf der Straße verbracht. Sie hielt sich häufig auf dem Gelände einer Firma auf, wo Mitarbeitende sie fütterten. Für eine Straßenhündin waren ihre Lebensumstände vergleichsweise stabil – bis zu dem schweren Unfall. Als Vicky auf dem Gelände schlief, fuhr ein Lkw ein. Der Fahrer übersah sie, und ein Reifen kam auf ihrer Pfote zum Stehen. In panischer Angst und unter großen Schmerzen versuchte Vicky, sich zu befreien, wobei sie sich schwer verletzte. Eine Zehe musste amputiert werden. Die griechischen Tierschützer organisierten sofort die tierärztliche Versorgung, Klinikaufenthalte, Blutuntersuchungen sowie eine längerfristige Unterbringung. Schnell wurde klar, dass Vicky nach dieser schweren Verletzung nicht mehr auf die Straße zurückkehren kann. Nach vielen Jahren ohne Schutz wäre ein Überleben dort kaum möglich. Trotz aller Schmerzen zeigte sich Vicky stets ruhig und kooperativ. Sie spürte, dass man ihr helfen wollte, und ließ alle Untersuchungen geduldig über sich ergehen. Ihr sanftes Wesen und ihr großes Vertrauen in die Menschen berühren alle, die sie kennenlernen.