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6️⃣6️⃣2️⃣7️⃣Gerettete & vermittelte Hunde seit 2008

Mowgli

    * ca. September 2011 † Anfang Mai 2026

    Sie gehen nie wirklich ganz. In unseren Herzen bleiben sie für immer.

    Mowgli war einer der ersten Hunde, die unser heutiges Vorstandsmitglied Brigitte Meschkat vermittelt hat – das war im Jahr 2013.

    In Griechenland lebte Mowgli gemeinsam mit seinen beiden Brüdern außerhalb der Stadt, in der Nähe einer Müllhalde. Ein gefährlicher Ort. Eines Tages verschwanden seine Brüder spurlos – verhungert, überfahren? Wir wissen es nicht.

    Wenig später wurde auch Mowgli, auf der verzweifelten Suche nach etwas Essbarem, von einem Auto erfasst und schwer verletzt zurückgelassen. Er schleppte sich in ein nahegelegenes Wäldchen.

    Als man ihn schließlich fand, lagen vermutlich etliche Wochen voller Schmerz, Hunger und Hilflosigkeit hinter ihm. Die Wunde an seinem Hinterbein war furchtbar, und es dauerte lange, bis er sich davon erholte.
    Wir wünschten uns so sehr für ihn ein warmes Plätzchen vor dem herannahenden Winter – und eine Familie, die ihn liebte, so wie er war, auch wenn er keine weiten Strecken mehr gehen konnte. Dieser Wunsch ging in Erfüllung: Am 1. November 2013 durfte Mowgli zu einem unserer damaligen Teammitglieder ausreisen.
    Über zwölf Jahre lang genoss er sein Leben als geliebtes Familien- und Rudelmitglied. Die Familie schreibt:

    Liebe Brigitte, liebes Team von Stray, können sich vielleicht noch einige von Euch erinnern?
    Brigitte erzählte mir von einem Hund, bei Foteini, dem sie versprochen hatte, er würde bis Weihnachten ein Zuhause haben, denn ich hatte ihr einmal gesagt, ich habe für einen Notfall immer ein Körbchen frei. So geschah es, dass Mowgli am 1. November 2013 zu uns nach Hause kam. Er verbrachte die ersten vier Wochen auf meinem Sofa im Wohnzimmer und verließ es nur, um mal in den Garten zu gehen. Irgendwie hatte ich den Eindruck, er war so froh, ein Dach über dem Kopf zu haben, und fühlte sich angekommen. Dann folgten viele medizinische Untersuchungen, da vermutet wurde, er hätte Herzwürmer, und seine Verletzung an der linken Hinterpfote und seinem Schweif machten ihm auch merklich zu schaffen, aber wir haben das alles zum Guten gewendet. Nun hat er sich auf die Reise gemacht. Er war zum Schluss sehr schwach, konnte sich kaum auf den Beinen halten, und ich musste ihn oft tragen. Dann schlug auch noch die Demenz zu, und er war zeitweise so verwirrt, dass es mir in der Seele leidtat, das zu sehen.
    Nun ist er über die Regenbogenbrücke gegangen und wir vermissen ihn sehr. Es hieß immer ‚die drei Musketiere‘, wenn wir aufgekreuzt sind, der kleine Max, Hanna und Mowgli. Wir werden es nie vergessen, wie er jeden Morgen seinen Zwieback durchs Haus schleppte oder ihn im Maul zum Gassi  mitnahm. Er war wie ein Aristokrat. Ich habe ihn nie böse erlebt, aggressiv oder laut. Er war ein toller Hund, und ich habe jeden Tag mit ihm genossen. Nun ist er da, wo es keine Schmerzen oder Hunger gibt und er wieder rennen kann und seine geliebte Pauline auf ihn gewartet hat.
    Dir, liebe Brigitte, danke ich, dass Du uns zusammengeführt hast, danke für diesen wundervollen Hund.“

    Liebe M.,
    mit großer Traurigkeit haben wir vom Abschied Eures geliebten Mowgli erfahren.
    Mowgli hat in seinen ersten Lebensjahren viel durchmachen müssen, umso berührender ist es zu wissen, dass er bei Euch Frieden gefunden hat und Vertrauen fassen durfte.
    Wir danken Euch von Herzen dafür, dass Ihr ihm dieses lange, erfüllte Leben ermöglicht habt. Unsere Gedanken sind bei Euch. Möge die Erinnerung an die gemeinsame Zeit Trost spenden und all die schönen Momente Euch begleiten.
    Das Team von Stray-einsame-Vierbeiner e. V.

    Hier einige Fotos aus Mowglis glücklichem Leben inmitten seines „Rudels“:

    Wenn Sie Mowglis ganze Geschichte nachlesen möchten, hier sein Beitrag von unserer alten Website: