* ca. Oktober/November 2016 † Mitte März 2026

„Eine ganz besondere Seele hat sich auf die Reise gemacht.“ (Brians Familie)
Rexakos wurde mit einer Hüftgelenksdysplasie geboren – eine schwere Bürde, die das (Über-)Leben als Streunerhund fast unmöglich machte. Doch damit nicht genug: Fast noch ein Baby wurde er von einem Auto angefahren und erlitt einen Beckenbruch. Die Schmerzen waren kaum erträglich, jeder Schritt eine Qual.
Als man Rexakos fand, war er noch nicht einmal ein Jahr alt, war völlig abgemagert und stand bereits kurz vor dem Tod. Rexakos‘ bisheriges Leben hatte nahezu ausschließlich aus Schmerzen bestanden. Und doch gab er nicht auf …
Nach der Stabilisierung seiner Blutwerte konnte schließlich die Hüftgelenksdysplasie operiert werden. Das Becken war zu diesem Zeitpunkt leider bereits schief zusammengewachsen und konnte nicht mehr korrigiert werden, verursachte jedoch keine Schmerzen mehr.
Der Weg zurück ins Leben war lang, aber Rexakos ging ihn geduldig, tapfer und ohne zu klagen. Obwohl er auf der Straße nie liebevolle Menschen kennen gelernt hatte, begegnete er den Menschen, die ihm halfen, ausschließlich mit Vertrauen und Liebe. Aus dem leidenden Hund wurde ein fröhliches, lebenslustiges Kerlchen, das seine verlorene Kindheit mit sichtbarer Freude nachholte.
Im Sommer 2020 meldete sich eine Familie, die Rexakos ein Zuhause schenken wollte. Ein 6er im Lotto. Und die Zusatzzahl? Die Familie nahm auch Rexakos‘ Freundin Ilia auf! Aus Rexakos und Ilia wurden Brian und Jeanny-Peanny. Ein unzertrennliches Dream-Team. Das Glück der gesamten Familie war vollkommen.
Bis Brian jetzt völlig unerwartet und viel zu früh aus dem Leben gerissen wurde.
„Unser wunderbarer, sehr besonderer Brian hat uns plötzlich und unerwartet verlassen.
Nach drei Tagen, an denen er jeweils einmal täglich einen kurzen epileptischen Anfall erlitten hat, bekam er am vierten Tag schwere neurologische Ausfallerscheinungen. Noch während wir auf die Nottierärztin (Mittagspause in allen normalen Praxen in der Umgebung) warteten, ist er ins Koma gefallen. Da wir noch keine Ergebnisse der am Tag zuvor genommenen Blutprobe hatten, haben wir uns nach intensiver Beratung durch die Nottierärztin dafür entschieden, Brian in die Klinik zu bringen. Ohne die Laborergebnisse war es unmöglich abzuschätzen, ob es sich um etwas Behandelbares (Stoffwechselstörung, Leber, Niere, evtl. Diabetes) oder schlimmstenfalls einen Gehirntumor handeln würde. Behutsam haben wir ihn ins Auto getragen. Noch während der Fahrt hat unser großer Junge sein Schicksal selbst entschieden und ist still und leise gegangen.
Die Laborergebnisse haben wir am nächsten Tag erhalten. Alle Werte waren in Ordnung, wir müssen also davon ausgehen, dass er tatsächlich einen Gehirntumor hatte. Nichts hat darauf hingedeutet, dass Brian todkrank sein könnte. Mit seinen 9,5 Jahren war er noch weit davon entfernt gewesen, ein alter Hund zu sein. Vielmehr galt er als Berufsjugendlicher und Wanderbursche. Immer gut gelaunt, konnten ihm die Spaziergänge bis zum Schluss nicht lang genug sein. Deshalb glaubten wir, ihn noch viele Jahre bei uns haben zu dürfen …
Liebster Briani,
nun müssen wir schon seit sechs Wochen ohne dich zurechtkommen.
Noch immer sitzt der Schock tief und die Leere, die du hinterlassen hast, schmerzt unfassbar. Seitdem du im August 2020 mit deiner Jeanny-P. angereist kamst, hattest du deinen festen Platz in unserem Leben und noch mehr in unserem Herzen. Mit deiner überaus charmanten und liebevollen Art warst du von der ersten Sekunde eine riesige Bereicherung in unserem Leben. Deine gute Laune, der Schalk in deinem Nacken, dein fester Wille und wie geschickt du ihn immer kommuniziert und oft auch umgesetzt hast, all das hat uns auch in trüben Tagen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.
Du warst unser Wachdienst, unser bester Freund, Seelengefährte und Fels in der Brandung.
Und jetzt bist du gegangen. Einfach so. Begreifen können wir es noch immer nicht. Ein Teil von uns ist sicher, dass du gleich wieder um die Ecke biegst und uns anstrahlst …
Wir tragen dich für immer im Herzen und sind trotz allem froh, dass dein Leidensweg nur kurz war, und dass du selbst es warst, der die Entscheidung getroffen hat zu gehen. Wir werden uns wiedersehen.
Wir lieben dich
Deine Mama K., dein Papa A. und die kleine Jeanny



Wer Brians ganze Geschichte nachlesen möchte, findet sie hier als PDF-Auszug aus unserer alten Homepage: