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Stray

einsame Vierbeiner

Ghost – wieviel Schmerz erträgt ein Hund, bevor die Seele bricht....

12012019Ghost Start

* ca. 04/2017 -  20 kg -  kastriert - Athen/Christina

03.09.2019 Welche Wunder ein liebevolles Zuhauese bewirken kann... aus einem kleinen "Ghost" ist ein unglaublich süßer und wunderschöner Franz geworden, der uns wieder an seinem beneidenswerten Leben teilhaben läßt ...

Guten Tag, ihr Lieben!

Ich möchte euch gern erzählen, wie ich meinen ersten Sommer bei meiner Familie verbracht habe. Also, mir geht es super! Meine Narbe an der Unterlippe ist verheilt und wieder dunkel pigmentiert. Auch die Pfote ist wieder ganz in Ordnung. Ich bin topfit und habe schon gut zugenommen. Hier hab ich mich sofort zuhause gefühlt.

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Morgens als erstes den Garten zu erkunden gehört zu meinen liebsten Ritualen. Was ist in der Nacht passiert? Wer ist in der Dunkelheit durch den Garten gehuscht? Fremde Katzen, die Igel, das Eichhörnchen oder das scheue Hermelin? War womöglich ein Feldhase da oder der Marder? Ist der Fuchs durch den Garten gerannt? Wir Hunde wissen das ganz genau. Frauchen braucht dazu die Wildkamera.

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Es ist für die Menschen nicht immer leicht mich zu finden, denn der Garten ist groß und ich bin schnell, gerade noch hier – und schon wieder weg! Aber wenn sie pfeifen, komme ich angeschossen. Vielleicht gibt es ja noch ein zweites Möhrchen?

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Das Schönste ist, dass ich in meinen Mitbewohnern ganz tolle Hundefreunde gefunden habe. So sehr ich beide am Anfang genervt habe, so toll verstehen wir uns alle. Mit Louis kann ich ganz toll kuscheln. Mit ihm kämpfe ich am liebsten im Haus.

 

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Morgens, wenn wir aufwachen, knabbern wir aneinander herum. Louis fiepst dann wie ein Welpe, und ich brumme wie „Knut“, der Eisbär. Wenn ich gähne, und das mache ich ganz oft, gebe ich dabei einen lauten, tiefen Ton von mir, es klingt ungefähr wie: „Uaaaarrrgghhhhommm“. Die Menschen finden das sehr lustig, sie machen mich manchmal nach, und dann komme ich und lache.

Mit Mira kloppe ich mich am liebsten im Garten, denn sie ist genauso eine wilde Hummel wie ich. Wenn wir spielen, dann knurre ich ganz laut, ich springe herum, drehe mich im Kreis, bin wendig wie ein Wiesel, elegant wie ein Turnierpferd, ich kann blitzschnell ausweichen, über Hindernisse im Gras springen und sogar rückwärts rennen – ja, das stimmt! Herrchen und Frauchen können das bezeugen. Sie sagen, dass Mira und ich gleich verrückt sind. Oft habe ich grüne Grasflecken im Fell, weil ich mit dem Kinn und den Schultern bremse oder Purzelbäume schlage. Aber seht selbst.

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Meist lässt Mira mich gewinnen, aber wenn ich zu sehr aufdrehe, dann zeigt sie mir, was sie drauf hat - wenn sie will.

Hier stellt sie mir hinterhältig ein Bein!

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Aber ich gebe nicht auf.

 

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Und hier hab ich mal richtig einstecken müssen, Mira hat eindeutig gewonnen.


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Es gibt hier noch die kleine Oma Paula, sie ist 2004 geboren, also schon recht alt. Meist liegt sie in ihrem Bett und schläft, aber wenn wir uns morgens artig hinsetzen und warten sollen, dass die Menschen das Okay zum Losrennen erteilen, kommt Paula ihnen manchmal zuvor und bellt wie irre. Sie hüpft mit ihren morschen Knochen herum und versucht das Kommando zu übernehmen. Anfangs war ich davon irritiert. Frauchen sagt, dass Paula nix mehr merkt, sie ist so gut wie blind, und hören tut sie auch fast nichts mehr. Für kurze Phasen spontanen Übermutes reicht es aber dennoch. Frauchen meint auch, dass Paula, obwohl sie gerade mal fünf Kilo wiegt, schon immer über ein überproportionales Selbstbewusstsein verfügt hat. Als gepudelter Yorkshireterrier-Mix gehört Gelassenheit nicht gerade zu ihren Stärken. Sie hat sogar schon Mira gebissen – mit ihren sechseinhalb noch verbliebenen Zähnen!

Ich komme mit Paula gut klar, ich darf oft ihre Reste fressen, wenn sie was übriglässt, das finde ich gut. Schwierig wird es, wenn wir großen Hunde spielen und Paula unaufgefordert den Schiedsrichter spielt. Sie stellt sich uns bellend in den Weg und hat kein Empfinden dafür, dass sie uns körperlich unterlegen ist. Frauchen kriegt dann Schweißausbrüche, wenn wir angeschossen kommen und Paula sich aufbläst.

Aber die kriegt sie auch, wenn sie Paula die Krallen schneiden will. Sie legt sich Paula vorsichtig auf den Schoß, so dass sie bequem auf dem Rücken liegen kann. Aber Paula ist angespannt und bockig, bekommt einen ganz irren Blick, sie macht sich steif, verschränkt die Beine und verhält sich so, als würde sie jeden Moment explodieren. Es ist wie das Entschärfen einer Bombe. Das Scheren ihres Lockenfells ist ebenfalls jedes Mal eine Herausforderung, Frauchen sagt, lieber zehn von unserer Sorte als eine Miniaturausgabe dieser Art. Aber dann gibt es auch wieder diese wundersamen Momente, wo wir alle Gassi gehen und Paula wie ein junger Hund vorausläuft und sie allen Senioren ein wirkliches Vorbild sein kann.

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Was ein Zuhause ist, hab ich ja ganz schnell kapiert. Was „Erziehung“ sein soll, musste man mir erst noch erklären. Ich hab nämlich fremde Hunde in der Stadt angepöbelt, als ich mit Herrchen und Louis an der Leine unterwegs war. Herrchen hat sich dann vor mich gestellt und mir klargemacht, dass er selber groß ist. Ich musste mich hinsetzen und den anderen Hund ignorieren und passieren lassen, das hat mir gar nicht gepasst, war voll peinlich. Herrchen zuliebe hab ich das aber gemacht, wenn auch mit Brummeln: „Grmmmmm ….“. Louis will von fremden Hunden gar nix wissen, er ist immer ganz brav.

 

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Wir liegen so gerne gemütlich auf der Terrasse und alles ist friedlich.


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Den Sonnenschein genießen, den Tauben beim Gurren zuhören, Wind übers Fell streichen lassen ...


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Wir spielen ein wenig miteinander ...

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… tun ganz wild und sehen gefährlich aus ...

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… und ruhen danach wieder ein viertel Stündchen. So ein Zuhause ist toll!

 

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Unsere neuen Nachbarn haben auch Hunde (drei kleine und zwei große), die zwei weißen Schäferhunde haben unentwegt gebellt, wenn wir rausgegangen sind. Da bin ich dann wütend an den Zaun gesprungen und hab denen mal so richtig die Meinung gesagt. Fand Herrchen auch wieder nicht gut. Vor allem, weil Mira mich lautstark und mit vollem Körpereinsatz unterstützt hat, und am Ende haben wir alle drei gepöbelt und aufgeregt hoch gebellt und gejault.

Meine Menschen sagen, das geht auf gar keinen Fall! Also haben sie vor unserer Hecke, die an die Terrasse der Nachbarn grenzt, einen weiteren Zaun gezogen, so dass wir nicht mehr so nah an den „Feind“ herankommen, doppelte Grenzlinie sozusagen.

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Wagten wir es dennoch, flog schon mal die „Rappelbüchse“ (das ist ein Plastikbehälter mit Schrauben und Unterlegscheiben drin), dann wussten wir, dass es nun gut sein musste. Wir haben uns nämlich bei all der Aufregung am Zaun die Pfoten aufgerissen, sodass Frauchen uns verarzten musste. Die Menschen haben schließlich miteinander gesprochen, und der Nachbar hat seinen Hunden daraufhin auch ein wenig „Erziehung“ angedeihen lassen. Seither läuft es ganz gut, wenn die Hunde und Menschen in ihren Gärten sind. Aber die anderen fangen immer an … und ich soll dann cool bleiben ...

Ich bin sehr lieb, sagt Frauchen, ich bin kuschelig, lasse mich kämmen, die Krallen schneiden, die Ohren kontrollieren, die Füße waschen. Ich lasse mir auch mal was aus dem Maul nehmen – und ich bin überhaupt der Allerliebste, wenn es Futter gibt. Ich sitze artig neben Frauchen in der Küche und mache keinen Mucks. Im Gegensatz zu Mira, die oft singt und damit sogar schon Louis angesteckt hat, der anfangs auch geduldig gewartet hat und nun am Fiepen ist, während Frauchen das Futter richtet. Ja, ich bin der Allerliebste! So ist das. Und ich habe das weichste Fell … und ich kann am liebsten gucken, sagt Frauchen jedenfalls - wenn ich mich von Mira nicht zu irgendeinem Blödsinn anstiften lasse, wie zum Beispiel Vögel in den Sträuchern jagen!

Da brauchen die Menschen auch die Rappelbüchse, vor dem Gepolter hat Mira Respekt. Sie ist wirklich ein sehr geschickter und leider auch erfolgreicher Jäger, sie verschwindet vollkommen in den Büschen, das geht so schnell, und bis die Menschen etwas machen können, ist es schon passiert, und es flattert in ihrem Maul. Einmal hat sie eine unerfahrene, junge Taube in einem Happs gefressen … Frauchen war entsetzt! Ja, die Katzen machen das auch, aber das lassen die Menschen nicht gelten. Wir sind Familienhunde, und das wird nicht toleriert. Ja, ja, ja ...


Was war sonst noch? Ach, im Frühjahr hab ich gleich mein neues Halsi mit meinen Marken dran verloren. Irgendwo im Garten. Frauchen war genervt, weil sie tagelang durchs Unterholz und alle Sträucher gekrochen ist, durch die Dornenbüsche, die Brennnesseln, sogar im Teich hat sie geguckt – nix. Wir sollen es suchen, hat sie gesagt, denn wir wissen es doch, wo es liegt. Wir haben doch Supernasen, hat sie gesagt.
Jaaaa, aber wir sollen doch nicht in die Sträucher gehen … wegen der Vögel!

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Und dann, nach fast zwei Wochen, sind Mira und ich wieder mal unerlaubterweise in die Büsche in der Nähe des Hoftores geschlüpft und haben mein blaues Halsband aus dem Strauch geholt und mitten in den Hof gelegt. Da war Frauchen aber platt!


Eine Sache muss ich noch gestehen … ich habe Angst vor Gewitter! Ja, wirklich wahr. Da springe ich ins Menschenbett und ringle mich ganz klein zusammen. Wenn es blitzt und furchterregend donnert und der Wind den Regen laut prasselnd gegen das Haus peitscht, habe ich die Hosen voll. Mira juckt das gar nicht, Louis tut so, als hätte er auch Angst, weil ich Angst habe, und die Menschen sagen, dass das alles nicht schlimm ist. Sie lassen mich dann in der dunklen Ecke neben dem Bett liegen, bis sich das Gewitter beruhigt hat. Dann gehe ich wieder auf mein Hundebett zu den anderen und schlafe weiter.

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Eine Heldentat gibt es noch zu berichten: im August habe ich eine Maus auf der Terrasse gefangen. Das Nagetier wollte sich in die Küche flüchten, aber ich bin hinterher. Frauchen war außer sich, da sie erst dachte, ich jage eine Wespe. Aber ich war voller Energie und nicht zu bremsen und zack! Zwei Tropfen Mäuseblut, Maus tot, Maul aufgemacht, Maus rausgenommen, Frauchen hat den Nager schließlich entsorgt. So ein feiner Franz!

 

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So, jetzt muss ich wieder ein wenig ausruhen und hübsch aussehen. Also, macht ihr das mal alle gut!


Liebe Grüße

Euer Franz :-)

 

* * * * * * * *

10.04.2019 Ghost hat uns die Geschichte vom "Fliegenden Hund" geschickt. Es ist eine zauberhafte, berührende und unbedingt lesenswerte Glücksgeschichte. Aus "Ghost" ist ein wunderschöner "Franz" geworden und man kann kaum glauben, dass es sich dabei um dasselbe kleine Gespenst handelt ...

Hallo, ich bin's, der Franz!

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Kennt ihr eigentlich die Geschichte vom „Fliegenden Hund“? Da, wo ich herkomme, erzählt man sie sich. Ich hab sie nie geglaubt, habe das Gerede für ein albernes Märchen gehalten. „Fliegender Hund“ …, so etwas gibt es nicht - genauso wenig wie es Gespenster gibt.

Die Geschichte geht so: „Du bist ein Auserwählter! Eines Tages, da wirst du fliegen, weit über den Himmel, im Bauch eines riesigen Eisenvogels, geradezu in ein besseres Leben. Menschen werden kommen, dich mitnehmen in einem schnellen Eisenwagen, und dann laden sie dich zum Essen ein, und du bekommst eine schöne, weiche Decke, wo du schlafen darfst. Die Menschen sind immer bei dir, jeden Tag, wenn du aufwachst lachen sie dich an. Du wirst Teil einer Familie sein. Fortan wirst du dich immer satt essen können, musst nie mehr frieren oder der Hitze ausgesetzt sein, und du brauchst keine Angst vor Angriffen zu haben. Das Leben wird schön, du wirst grüne Wiesen unter den Pfoten spüren, mit anderen Hunden spielen und die Welt erkunden, und aller böser Spuk ist vorbei.“

Ja, hab ich gedacht, erzählt ihr mal, mich will doch keiner. Wer nimmt schon ein mageres „Gespenst“ wie mich, mit meiner Vorgeschichte. Einen Ausbrecherkönig ... einen, dem ein Stück vom Ohr fehlt, der eine tiefe Narbe in der Unterlippe hat, der böse gebissen wurde. Ich glaube ja viel - aber mich nimmt keiner, soviel steht wohl fest.

Doch dann kam jener Tag, der mein Leben verändern sollte ... der Tag des „großen Eisenvogels“! Und es ist wahr, ich flog durch den Himmel, und Menschen warteten auf mich … Ich kann es noch gar nicht glauben, aber alles, alles ist wahr!

Meine Menschen kamen zusammen mit Louis zu dem Platz, wo die Eisenvögel auf der Erde landen, um mich abzuholen. Vor über einem Jahr war Louis auch ein „Auserwählter“, ein „Fliegender Hund“. Wir haben uns gleich verstanden, ich kam aus meiner Transportbox heraus und hab mit dem Schwanz gewedelt. Dann sind die Menschen und wir beiden Hunde in einen Eisenwagen gestiegen und gefahren. Ich wusste nicht wohin.

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Jetzt bin ich in Sicherheit, man nennt es ein „Zuhause“.

Wenn ich schlafe, bin ich sehr süß anzuschauen. Man sagt, ich sehe aus wie ein kleiner Polarfuchs. Den Menschen gefällt mein flauschiger Fuchsschwanz, und sie streicheln mir über meinen watteweichen, dichten Pelz. Ich bin sehr verkuschelt, krieche mit der Nase förmlich in meine Menschen hinein und presse mich mit meiner Seite fest an sie. Wenn ich entspannt bin, kann ich ganz toll ein Knopfaugengesicht machen - aber man soll sich nicht täuschen lassen …


Werde ich wach, wedle ich sofort mit meinem Fuchsschwanz los. Ich verbeuge mich und haue dabei meine Vorderpfoten laut krachend aufs Parkett. Ich will spielen! Dann fahre ich herum, gucke Mira blitzschnell unter den Rock, und sie knurrt mich grollend an, dass der Putz von den Wänden fällt …

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Am ersten Tag bin ich allen so richtig auf die Nerven gegangen. Ich hatte ja keine Ahnung, wie man sich in einem „Zuhause“ benimmt. Da, wo ich herkomme, gibt es keine „Etikette“, da gibt es Konkurrenzkampf, oft Frust und Langeweile.

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Nun war ich natürlich total aus dem Häuschen, was für eine tolle Hunde-Wohngemeinschaft! Ich fand Louis und Mira gleich sympathisch, und das wollte ich ihnen auch zeigen. Ich bin ständig „aufgeritten“, habe Louis die Ohren geschleckt, Mira immer wieder unter den Rock geguckt und beide Mitbewohner solange beschnüffelt und beleckt, bis sie genervt aufgestanden und gegangen sind. Mira hat mich angebellt und tief grummelnd geknurrt.

Sie hat gesagt: „Kleiner, pass auf! Überspann den Bogen nicht, sonst …!“

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Alle hatten in den ersten Tagen viel Geduld mit mir. Sie haben mich so lieb aufgenommen und zeigten mir, dass sie mich - trotz meiner fehlenden Manieren - mögen. Das war wunderbar.

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Treibe ich es zu wild, legt man mir die Leine an. Dann entspanne ich mich sofort, wenn ich überdreht bin, und ich schlafe friedlich.

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Die Hunde haben sogar ihre Liegeplätze mit mir geteilt. Anfangs war ich ein bisschen respekt- und distanzlos und wollte mich auf Louis’ Platz legen, aber Frauchen hat es mir nicht erlaubt. Louis ist ein Lieber, der würde mich nicht vertreiben. Ich durfte mich zu ihm legen, aber nicht seinen Platz besetzen. Das hab ich akzeptiert.

Leider hatte ich eine schlimme Pfote, die verbunden werden musste (deshalb habe ich eine Socke an). Und so konnte ich nicht mit den anderen die großen Wanderungen über die steinigen Feldwege und nassen Wiesen machen.

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Aber zum Glück gibt es hier einen recht großen Garten, wo ich mit meiner Socke laufen konnte. Louis und Mira haben mich angespielt, und ich habe es erwidert. Leider hing am Ende der Leine einer der Menschen, und ich konnte nicht losrennen. Zu gerne hätte ich mit Louis und Mira im Garten Fangen gespielt.

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Ich war ein bisschen traurig. Aber nach einigen Tagen bekam ich im Garten eine Schleppleine angehängt, und so war ich gleich ein wenig freier. Meine Menschen lächelten sich an und Frauchen sagte: „Siehst du, er folgt uns jetzt schon.“ Ich bin mit meinen Menschen ins Haus gegangen, und sie haben mir an der Terrasse die Schleppleine abgemacht.


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Meine Menschen sagen, dass ich ein sehr kluger Hund bin. Bildung ist wichtig, sagen sie, ich muss alles können, was die anderen Hunde können. Natürlich stehe ich noch ganz am Anfang, aber weil ich keine Angst habe, lerne ich schnell. Bestimmt werde ich noch viele Fehler machen, aber ich will alles lernen, ich gebe mir große Mühe.

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Ich guck mir oft was von den anderen ab. Innerhalb von drei oder vier Tagen hatte ich alle wichtigen Vokabeln intus: „Sitz, Platz, Bleib, Komm, Halt“ und natürlich mein Name: „Franz“. Franz bedeutet „frei“, und das bin ich jetzt.

Ich bin ein richtiger Spürhund, kein Hund schnüffelt so viel wie ich. Im Haus habe ich alle Gegenstände „abgerochen“, die Möbel, den Boden, alle Gerüche ganz intensiv eingesaugt und jedes Molekül registriert.

Im Garten hab ich die Fährte der Katze verfolgt und meine Menschen verblüfft, als wir vor der Mieze standen, die sich gut versteckt wähnte. Mit den Katzen verstehe ich mich gut. Wir haben uns Nasenküsschen gegeben und alles war klar.

Auch im Hühnergehege rieche ich alles gründlich ab und nehme kein Huhn ins Maul - so wie Mira das nach ihrem Einzug vor ein paar Jahren gemacht hat ;-)

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Alles duftet anders, sehr interessant und völlig neu für mich.

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Ich muss mein gesamtes Territorium „erriechen“.

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Auf den Fotos sehe ich (dank meines plüschigen Fells) dicker aus, als ich bin. Ich muss noch viel essen, bis man meine Rippen nicht mehr fühlt. Genau wie es die Legende besagt, laden die Menschen einen „Auserwählten“ zum Essen ein. Schaut nur, wie es mir schmeckt. Wir essen ganz friedlich, es gibt keinen Futterneid.

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Wir bekommen oft etwas Feines zum Probieren.

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Ich kann auch schon beim „Möhrchen-Ritual“ mitmachen. Kennt ihr nicht? Morgens geht die Kaffeemühle an, danach quietscht die Kühlschranktüre, das ist unser Signal. Dann kommen wir Hunde an, setzen uns hin, und jeder bekommt eine Möhre, die er dann genüsslich knabbern darf.

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Auch das mit den „grünen Wiesen unter den Pfoten“ ist wahr. Gleich am ersten Tag habe ich ganz viel Gras gefressen, alles abgeschnuppert und überall markiert. Vor allem die Narzissen haben es mir angetan, die gieße ich regelmäßig. Ich hab mich gleich wohlgefühlt. Im Garten habe ich schnell mein Geschäft gemacht, das war überhaupt nicht kompliziert.

So, ein letzter Blick zurück …

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Ich danke euch allen, die ihr mir geholfen habt, heute hier sein zu können.


Liebe Grüße

Euer Franz :-)

 

 

04.04.2019 Ghost ist ab sofort kein Geist mehr, sondern ein süßer  "Franz" :-) ...

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Ansprechpartnerin Adoption: Petra Mohnes

 

Das war "gestern":

19.02.2019 Kleines Foto-Update Ghost

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12.01.2019 Als hätte Ghost in seiner Vergangenheit nicht schon genug Leid ertragen müssen, wurde er nun von einem anderen Hund schwer verletzt. Wie schon einige Male zuvor, ist es Ghost gelungen, sein Gehege zu verlassen. Er möchte nicht mehr eingesperrt sein, sehnt sich nach einem Zuhause, nach Geborgenheit und Liebe. Das hätte ihn fast das Leben gekostet. Schwer verletzt musste er drei Tage in einer Klinik verbringen. Wie "laut" kann er noch nach Hilfe rufen, bevor ihm jemand ein eigenes Körbchen schenkt? Wird er es noch erleben, einen Platz in unseren so ersehnten Glücksgeschichten zu bekommen, oder wird seine vergebliche Suche nach einem winzigen Stück vom Glück eines Tages ihr  bitteres Ende in unseren Regenbogenbeiträgen finden, weil er erneut versucht hat, "seine Menschen" zu finden und dabei ums Leben kam? 

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Christina schreibt uns: Als ich mit ihm in der Klinik blieb, habe ich festgestellt, dass er perfekt  für ein eigenes Zuhause ist.

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Er hat darauf gewartet, dass ich ihn 2 x am Tag besucht habe und mit ihm spazieren gegangen bin.

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Er hat kein geschäft in seinen Käfig gemacht und er verhält sich sehr brav im Auto und sehr gut an der Leine.

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Ghost gibt sich solche Mühe, ein "guter Hund" zu sein ... wie wunderbar muss es für jeden Tierliebhaber sein, einen Hund, wie Ghost zu adoptieren und ihn abends selig entspannt in einem eigenen Körbchen schlafen zu sehen und leise schnarchen zu hören, während er mit den Pfötchen läuft und die Vergangenheit verarbeitet und irgendwann weit hinter sich läßt.

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Wie dankbar wäre er über die ersten Spaziergänge über grüne Wiesen, das erste eigene Spielzeug, ein eigenes, weiches Kissen, am glücklichsten aber wäre er über das Gefühl, ein Zuhause zu haben.

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16.02.2018: Heute regnete es in Loutsa stark und die Zwinger der Hunde, die bei Nikos untergebracht sind, standen unter Wasser. Ghost ist auch hier. Er könnte zurück in Christinas Shelter, doch dort würde er wieder versuchen auszubrechen. Ghost wurde vor dem Tod gerettet, aber er braucht mehr um zu überleben. Ghost braucht Menschen, die für ihn da sind.

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10.02.2018: Ghost ist mittlerweile in einem kleinen Zwinger bei Nikos untergebracht. Eine andere Möglichkeit gab es nicht, denn in seiner Sehnsucht gelang es Ghost immer wieder, aus dem anderen Gehege zu entwischen.

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Wenn er bei Nikos aus dem Zwinger entkommt, gelangt er auf Nikos ausbruchsicheres Grundstück. Er ist damit vor der Straße geschützt.

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23.01.2018 - "Ghost - zurück im Leben" war die letzte Überschrift. Doch jetzt spielt Ghost unwissentlich mit seinem  Leben und wird damit zum Notfall. Denn Ghost ist unglücklich in dem kleinen Shelter. Mehrfach hat er versucht, über die Zäune zu klettern. In der Nacht zu gestern gelang es ihm. Zwar fanden ihn die Tierschützer am Morgen, wie er – nass und frierend, aber geduldig - vor dem Shelter auf sie wartete. Doch in unmittelbarer Nähe des Shelters ist eine Schnellstraße. Wir sorgen uns sehr um Ghost, er muss hier so schnell wie möglich weg. 

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Gestern schrieb uns Christina: „Heute Morgen fanden wir Ghost außerhalb des Geheges. Er war über die Gittertür geklettert.

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Diese Tür hatten wir extra wegen ihm erhöht, weil er bereits früher einmal versucht hatte, darüber zu klettern. Ghost war völlig durchnässt, aber er saß geduldig da und wartete auf uns.“

Und heute beobachteten die Tierschützer Ghost dabei, wie er an einer anderen Stelle versuchte, aus dem Gehege zu kommen.

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Da, wo es irgendwie möglich war, versuchten sie daraufhin, das Gehege so ausbruchsicher wie möglich zu machen.

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Ghost ist zwar in einem der größten Bereiche untergebracht, die Christina hat.

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Doch Ghost ist unglücklich hier. Er erträgt das Leben hinter Gittern nicht. 

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http://www.youtube.com/watch?v=Y96EPbYp4Qo

Über dieses Gitter kletterte Ghost:

http://www.youtube.com/watch?v=O_FtgMumcEs

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28.12.2017 - Neues von Ghost: "Ghost - geschundener Körper, verzweifelte Seele" lautete die ursprüngliche Überschrift für Ghosts Beitrag. Nun ist es endlich Zeit, die Überschrift zu ändern; die neuen Fotos zeigen es. Alles, was Ghost jetzt noch braucht, ist ein liebevolles Zuhause.

Zum Vergleich: Dies war Ghost im Oktober 2017.

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Und dies sind die aktuellen Fotos, die Christina uns schickte:

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Neues am 03.12.2017: Von der schattenhaften Gestalt mit dem hoffnungslosen Blick ist nichts mehr zu spüren und nichts mehr zu sehen. Sechs Wochen menschliche Aufmerksamkeit und Fürsorge sowie sechs Wochen medizinische Versorgung - und aus einem resignierten Geschöpf ist ein fröhlicher Hundejunge geworden. Ein Zuhause ist das, was Ghost nun als Nächstes braucht: 

"Ghost geht es immer besser. 

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Er ist ein sehr fröhlicher Hundejunge“, schreibt Christina. „im Umgang mit Menschen ist er traumhaft und mit anderen Hunden versteht er sich sehr gut, egal ob mit Rüden oder Hündinnen.“

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Und Appetit hat Ghost auch wieder:

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12.11.2017: Als Christina Ghost das erste Mal sieht, da besteht er aus einem Schatten seiner selbst, der Körper geschunden, sein Blick resigniert und hoffnungslos. Christina muss ihn kein zweites Mal ansehen um zu wissen, dass hier ganz dringend und ganz schnell geholfen werden muss. Drei Wochen ist dies nun her. Ghost ist auf dem Weg zurück ins Leben. 

Doch Christina macht sich Sorgen um ihn, denn er möchte plötzlich das Trockenfutter, das er sehr gerne mochte, nicht mehr fressen; und auch vom Dosenfutter ließ er die Hälfte im Napf zurück. Nur das selbstgekochte Futter, das Christina daraufhin für ihn zubereitet hat, hat er gefressen.

Ansonsten macht er einen munteren Eindruck und freut sich unbändig, wenn Christina ihn besucht, wie im Video zu sehen ist:

http://www.youtube.com/watch?v=OCcOf3aXGvs

Zur Sicherheit wird Christina morgen mit Ghost zum Tierarzt gehen.
Ebenfalls morgen bekommt Ghost bei Christina zu Hause sein erstes medizinisches Bad, damit seine Haut sich regenerieren kann.
Nach dem Bad muss er wieder zurück in das einsame Haus. Doch wenn alles klappt wie geplant, wird Ghost bald in Nikos‘ Shelter ziehen können. Dort soll er gemeinsam mit zwei anderen Hunden untergebracht werden, damit er endlich Gesellschaft hat.

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30.10.2017: Ghost geht es von Tag zu Tag besser:

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Sein Fell wächst nach und wird wunderschön weich und immer dichter, die blutigen Wunden sind verheilt.

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Ghost wird nicht mehr von diesem quälenden Juckreiz geplagt...und auch nicht von Hunger. Er ist noch ein ziemlich junger Hund, schreibt Christina, mit einem äußerst freundlichen Wesen.

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Ghost.... 24.10.2017: Am liebsten möchte er sich unsichtbar machen...

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Er ist eines dieser unzähligen gequälten Geschöpfe, die sich tagsüber meist verstecken, aus Angst …nur nachts, wenn sie sicher sind vor dem Hass und der Willkür der Menschen, trauen sie sich auf die Straße, um  - von Hunger und Durst getrieben – nach ein wenig Essensresten zu suchen.  

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Ghost hat Glück, dass Christina ihn findet.

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Sie zögert nicht und bringt ihn erst zum Tierarzt und nach der ersten medizinischen Versorgung in ein verlassenes Haus.

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Denn Ghosts Hauterkrankung kann gut behandelt werden, aber er muss zunächst isoliert werden, damit die anderen Hunde nicht angesteckt werden.

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Es dauert nur wenige Tage, da ist der schmerzende Juckreiz bereist etwas gelindert, die Wunden sehen besser aus.

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Auch der Bluttest ist gut ausgefallen - Ghost ist auf dem Weg ins Leben.
Ghost wird in dem verlassenen Haus täglich mit Wasser und Futter versorgt.Es wird nicht mehr lange dauern, da wird er regelmäßig mit Spezialshampoo gebadet werden müssen – hierfür  wird ihn Christina in ihr Haus holen und anschließend wieder zurück in das verlassene Haus bringen.
„Er ist ein freundlicher Hund“, schreibt Christina.

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Dass er gefunden wurde, dass sich ein Mensch seiner angenommen hat und ihm hilft -  das gibt Ghost nun die Chance auf ein Leben in Würde.

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Der nächste bedeutende Schritt soll für Ghost das Leben als Familienhund sein. Denn auf die Straße soll er nie mehr zurück. Aber in dem verlassenen Haus kann er auch nicht bleiben.

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