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Stray

einsame Vierbeiner

Hund und Kind

1 Tag Zuhause.m 2

Es ist eine wunderbare Sache, wenn Hund und Kind zusammen aufwachsen können.
Wenn Sie Kinder haben und einen Hund in Ihre Familie aufnehmen möchten, dann sollten Sie ein paar Dinge beachten, damit das Zusammenleben harmonisch abläuft und alle Freude an dem neuen Familienmitglied haben.
Als Eltern tragen immer Sie die Verantwortung für den Hund; niemals darf ein Kind die Verantwortung tragen.


Das heißt auch, dass Sie Ihr Kind / Ihre Kinder niemals unbeaufsichtigt mit dem Hund lassen sollten. Auch nicht, um nur mal kurz den Müll rauszutragen oder ähnliches.
Es kommt leider immer wieder zu Vorfällen, bei denen Kinder von Hunden verletzt werden. Der Großteil dieser Unfälle passiert nicht mit fremden Kindern, sondern innerhalb der eigenen Familie.
2014 07 17 Stella 16 
Kinder sind für viele Hunde erst einmal etwas suspekt, da sie sich anders bewegen als Erwachsene, Krach machen, und auch mal Weinen oder Schreien. Gerade für Hunde, die nicht mit Kindern aufgewachsen sind oder bisher keinen Kontakt zu Kindern hatten, kann das anfangs schwierig sein. Bei diesen Hunden ist es besonders wichtig, dafür Sorge zu tragen, dass sie nicht vom Kind „überfallen“ werden.
Da Kinder auch kleiner sind, als so mancher Hund, kann es auch vorkommen, dass der Hund das Kind nicht als vollwertiges Rudelmitglied ansieht und dementsprechend reagiert. Wenn er das Kind nicht gleichwertig respektiert wie die Erwachsenen und von diesen auch keine Grenzen und Regeln vorgegeben werden, dann kann es passieren, dass der Hund sich dem Kind gegenüber so verhält wie er sich gegenüber einem rangniederen Artgenossen verhalten würde. Und das darf auf keinen Fall passieren.

2016 01 26HUndefamilie bulgarien 12
Ein Hund beißt nie ohne Grund. Er warnt im Normalfall auch immer vor. Nur erkennen die meisten Menschen diese Anzeichen nicht, beziehungsweise übersehen sie. Wenn ein Kind beispielsweise einen Hund umarmt und dieser den Kopf zur Seite dreht, ist das ein Zeichen dafür, dass es ihm unangenehm ist. Er versucht damit zu beschwichtigen, damit diese Situation beendet wird. Das Kind kann die Sprache des Hundes natürlich noch nicht lesen.
Wenn es den Hund dann weiter bedrängen oder fester packen würde (aus Sicht des Kindes natürlich nicht in böser Absicht), fühlt sich der Hund immer unwohler. Und da man auf seine Zeichen, mit denen er sein Unwohlsein bekundet, nicht eingeht, wird er zur nächsten Stufe übergehen, um sich aus seiner Lage zu befreien. Dies könnte sein, dass der Hund sich einfach nach hinten aus der Umarmung des Kindes herauswindet und sich zurückzieht. Er könnte aber genauso gut schnappen, um zu zeigen, dass sein Gegenüber (in dem Fall das Kind) ein Stück zurückgehen soll. Der Hund hat genauso wenig wie das Kind eine böse Absicht. Er reagiert auf natürliche Weise.
Ihre Aufgabe als Hundehalter und Elternteil ist es, Ihren Hund immer genau zu beobachten. Wenn Sie merken, dass er sich unwohl fühlt oder sich vom Kind belästigt fühlt, dann holen sie ihn aus der Situation heraus oder nehmen sie das Kind vom Hund weg.
2014 07 21 Mara 4 
Sie müssen dafür Sorge tragen, dass sich sowohl Hund, als auch Kind wohlfühlen. Stellen Sie Grenzen für den Hund auf, damit er weiß, was er darf und was nicht. So sollte er beispielsweise nicht im Bett des Kindes schlafen oder dessen Spielzeug als sein eigenes betrachten.
Ebenso wichtig ist es aber, dafür zu sorgen, dass der Hund nicht dauernd von dem Kind bedrängt oder angefasst wird. Natürlich freuen sich Kinder über einen kuscheligen Spielgefährten, Sie müssen aber aufpassen, dass es dem Hund nicht zu viel wird. Für den Hund kann es Stress bedeuten, wenn er permanent angefasst wird. Hunde sind kein Spielzeug und auch keine Kuscheltiere. Wenn Ihr Kind bereits versteht, was Sie ihm sagen, dann sollten Sie ihm erklären, wie und wann es den Hund streicheln darf, wann es den Hund in Ruhe lassen soll, etc.
Achten Sie bitte darauf, dass Ihr Kind sich dem Hund nicht nähert, wenn dieser frisst,

Emil 30.11.20151

sich zurückgezogen hat, schläft,

2015 07 14 alexandro 9

ein Spielzeug oder einen Knochen oder ähnliches im Maul hat, oder in Interaktionen mit Artgenossen verwickelt ist. In all diesen Situationen könnte sich der Hund durch das Kind gestört fühlen und im schlimmsten Fall mit Schnappen oder Beißen reagieren.

2015 05 30Babybella4
Kinder, gerade wenn sie noch kleiner sind, können dem Hund auch unbeabsichtigt weh tun, wenn sie ihn beispielsweise an den Ohren oder am Schwanz ziehen. Darauf kann der Hund ebenfalls mit Schnappen reagieren.
Daher ist es wichtig, dass Sie Ihren Kindern von Anfang an zeigen, wie man einen Hund richtig streichelt: immer in Fellrichtung streicheln, nicht dagegen; nicht an Ohren, Maul, Nase herumspielen, … Auch sollten Sie darauf achten, dass Ihr Kind sich dem Hund nicht frontal nähert, sondern mehr seitlich. Auch von hinten sollte man sich dem Hund nicht nähern, da ihn das überraschen könnte und er reflexartig zuschnappen könnte.
Lassen Sie Ihr Kind auch niemals mit dem Hund alleine Gassi gehen. So lieb und umgänglich Ihr Vierbeiner auch sein mag, selbst der freundlichste Hund kann sich mal erschrecken und zur Seite springen und dabei sich und das Kind in Gefahr bringen.
2015 12 29Pippa 2 
Wenn Sie schon einen Hund in der Familie haben und jetzt ist ein Baby auf dem Weg, dann können Sie auch hier schon vorab ein paar Dinge in die Wege leiten, damit Hund und Baby friedlich zusammen leben.
Auch hier ist es wichtig dem Hund zu zeigen, was er darf und was nicht. Sie sollten Ihren Vierbeiner aber auf keinen Fall ausschließen oder sogar aussperren. Dadurch könnte beim Hund Eifersucht entstehen, was wiederum zu aggressivem Verhalten gegenüber dem Kind oder anderen Familienmitgliedern führen kann.
Verhalten Sie sich dem Hund gegenüber möglichst so wie sonst auch. Je mehr Sie Normalität leben, desto einfacher ist es für den Hund sich mit der neuen Situation anzufreunden. Es ist normal, dass anfangs die meiste Aufmerksamkeit auf dem Baby liegt. Achten Sie jedoch darauf sich auch weiterhin Zeit für Ihren Hund zu nehmen. Wenn er sich nicht ausgeschlossen fühlt und weiterhin an Ihrem Leben teilhaben darf und Sie ihm aufzeigen was Sie von ihm möchten, dann steht einem harmonischen Zusammenleben nichts im Wege.
1 Tag Zuhause 2 
Kinder und Hunde können tolle Freunde werden und jedes Kind, das mit einem Hund aufwachsen darf, macht dadurch wundervolle Erfahrungen. Und wir freuen uns sehr, wenn Sie ein tierisches Mitglied in Ihre Familie aufnehmen möchten. Allerdings mussten wir auch schon die Erfahrung machen, dass es manchmal leider nicht so harmonisch abläuft.
Das Problem liegt hier dann meistens daran, dass sich die Halter nicht bewusst sind, dass sie Hund und Kinder nicht einfach aufeinander „loslassen“ sollten und davon ausgehen, dass es schon klappen wird. Sicherlich gibt es Fälle, in denen das funktioniert, diese werden aber eher die Ausnahme sein.
Es ist in jedem Fall wichtig hier vorausschauend zu sein. Wie stellen Sie sich das Zusammenleben vor? Was darf der Hund, was nicht (darf er beispielsweise ins Kinderzimmer oder soll das Tabu sein?) Können Sie sicherstellen, dass der Hund auch mal seine Ruhe hat und sich zurück ziehen kann?
Machen Sie sich vorab bewusst, welche Bedürfnisse Ihre Kinder und der Hund haben.
Dann können Sie von Anfang an auf diese eingehen und Probleme entstehen erst gar nicht.
Ihr Hund wird sich in Ihrer Familie wohlfühlen und Ihre Kinder bekommen einen wundervollen vierbeinigen Freund und Begleiter.

2015 08 14Ariana 5

 

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