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Stray

einsame Vierbeiner

Fiona – ohne Zuhause und traumatisiert flüchtete sie immer wieder zu einer Baustelle, an der sie vergiftet werden sollte

2019 03 06 Fioana Startfoto

circa 2015 - kastriert -Aysel/Bulgarien

Fiona wurde am Samstag, den 06.04.2019 um 18.00 Uhr, von einem Zug überfahren.

Ihre Pflegefamilie nimmt Abschied:

"Für Fiona:
Du solltest als Pflegehund bei uns einziehen. Wir haben uns sehr auf dich gefreut und alles mit viel Liebe vorbereitet, um dir zu zeigen, dass nicht alle Menschen schlecht sind. Wollten versuchen dir deine Würde zurück zugeben und dich spüren lassen wie es ist ein Leben ohne Angst, Panik und Qual zu führen. Es war uns klar dass es schwierig werden würde. In Bulgarien bist du dein Leben lang gequält und gejagt worden bis Aysel dich einfangen und in Sicherheit bringen konnte. Alle Bilder von dir, auch als du in Sicherheit warst, zeigen ein seelisch zerbrochenen Hund, gefangen in seiner Angst, Panik und Qual.

Durch eine Verkettung unglücklicher und katastrophaler Umstände konntest du direkt bei uns vor der Tür aus der Transportbox entlaufen. Wir hatten nicht die geringste Chance es zu verhindern. Wir haben alles versucht um dich zu finden, inständig gehofft dich gesund wieder zu bekommen. Es waren ein spezieller Hundesuchtrupp, Nachbarn, Polizei, Tasso und viele andere Leute die uns bei der verzweifelten Suche nach dir unterstützt haben, uns Mut gaben und umsichtig gehandelt haben, wenn du irgendwo gesichtet wurdest. Auch bei Frau G. Mruk und P. Mohnes möchten wir uns bedanken. Sie stehen uns bis heute mit viel Einfühlungsvermögen und Trost zur Seite.
Aysel kam aus Bulgarien angereist. Wir alle hatten soviel Angst um dich und diese war berechtigt. Durch Unvernunft einiger selbsternannter „tierlieber“ Personen, die dich gesichtet haben und einfangen wollten, bist du leider eine Woche später ums Leben gekommen. Das Verhalten dieser wenigen Personen hat mit Tierliebe absolut nichts mehr zu tun.
Für das unverantwortliche Verhalten von diesen angeblichen "Tierfreunden“ gibt es keine Entschuldigung, keine Worte um unsere Wut darüber auszudrücken.
Fiona, es tut uns unendlich leid dass wir dich nicht schützen konnten, dir das mit unserer Entscheidung dich zu nehmen, angetan haben. Wir trauern um dich und fragen uns immer wieder warum es so kommen musste. Es tut so weh. Verzeih uns kleine Fiona, denn am Ende haben wir, deine Pflegefamilie, versagt. Du lebst jetzt in einer besseren Welt, brauchst keine Angst, Qualen und Schmerzen mehr ertragen. Das gibt uns etwas Trost.
Wir werden dich nie vergessen.

Deine Pflegefamilie
Silvia und Berti"

 

Ein letzter Gruß von Simone Hasenauer:

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07.03.2019:Das ist die traurige Geschichte von Fiona, die unsere Tierschützerin Aysel bereits im letzten Frühjahr auf einer Baustelle gefunden hatte, zu der sich die heimatlose Hündin immer geflüchtet hatte. Dort sollte sie aber nach der Anweisung des Bürgermeisters verscheucht werden bzw. vergiftet werden, so dass Aysel Fiona nach vielen vergeblichen Versuchen schließlich sichern konnte und sie vor 3 Monaten in einer Pension unterbringen konnte. Aber ein Happyend ist für Fiona noch lange nicht in Sicht, denn Fiona ist offensichtlich durch ihre traurige Vergangenheit traumatisiert und sehr verängstigt und kann nach Aussagen der Tierärzte nur dann ganz gesund werden, wenn sie eine liebevolle Familie an ihrer Seite hat, bei der sie endlich zur Ruhe kommen darf…

Ansprechpartnerin:Simone Hasenauer

Wenn Sie eine Patenschaft für Fiona übernehmen möchten:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

*07.03.2019: Fionas traurige Geschichte steht stellvertretend für das Leid zahlreicher Sraßenhunde in Bulgarien und anderen süd-und südosteuropäischen Ländern.Wenn die Hunde krank werden und hungern, flüchten sie in die Nähe der Menschen in der Hoffnung, dass man ihnen dort helfen wird.In den meisten Fällen werden sie aber bitter enttäuscht von den Menschen, deren Nähe sie suchen .Sie sind ungeliebte Wesen,die den Bewohnern lästig sind , so dass sie verscheucht werden oder getötet werden.Auch Fiona hat einige Jahre hinter sich, in denen sie alleine auf der Straße zurecht kommen musste und leider immer zu einem Ort geflüchtet ist, an dem sie vergiftet werden sollte.Doch Fiona hat Glück gehabt, da sich unsere Tierschützerin Aysel um sie gekümmert hat und sie von der gefährlichen Straße geholt hat.

Aysel schreibt uns über Fiona: „Ich habe sie zum ersten Mal im letzten Frühling bei einer Baustelle vor dem Gemeindegebäude getroffen. Sie war sehr ängstlich und total abgemagert. Ich habe ein paar Mal mit den Bauarbeitern dort über sie gesprochen, die mir mitteilten, dass der Bürgermeister ihnen verboten hätte, sie zu füttern. Sie sollten Fiona woanders hinbringen, weil sich die Anwohner durch ihr Bellen gestört fühlten. Er wolle sie da weghaben, man könne sie ja auch vergiften.

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Mit der Hilfe eines Hundefängers konnte ich nach vielen vergeblichen Versuchen Fiona endlich beruhigen und schließlich einfangen, um sie von diesem gefährlichen Ort wegzubringen, an dem sie nicht länger überlebt hätte.

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Ich brachte sie zunächst zu einem Tierarzt, der feststellte, dass sie im Anfangsstadium trächtig war und an Herzwürmern litt. Fiona wurde daraufhin lange Zeit in der Klinik behandelt und dort auch kastriert. Anschließend wurde sie von mir auf eine Pflegestelle gebracht, von der sie aber schnell wieder entlaufen war und zurückgekehrt war zu der alten Baustelle zu den Bauarbeitern, die sie früher gefüttert hatten. Nachdem ich von den Bauarbeitern erfahren hatte, dass sich Fiona wieder bei ihnen versteckt hatte, brachte ich sie zunächst wieder zurück in die Klinik, weil ich auf die Schnelle keinen anderen sicheren Platz für sie finden konnte. Jetzt ist sie mittlerweile nicht mehr in der Klinik, sondern seit 3 Monaten in einer Pension untergebracht. Außerdem wurde sie zwischenzeitlich gegen Herzwürmer therapiert.

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Mir war bereits von Anfang an bei Fiona aufgefallen, dass sie ihren Kopf häufig nach unten trägt und plötzlich aufschreckt, als habe sie etwas gesehen, obwohl in Wirklichkeit gar nichts da war. Ich habe daher einen Augenspezialisten konsultiert, der Fiona untersucht hat. Es konnte zum Glück keine Schädigung an ihren Augen festgestellt werden. Der Tierarzt und auch ich vermuten aber, dass Fiona in der Vergangenheit mal ein Trauma am Kopf zB durch Schläge auf den Kopf erlitten hat und deshalb sehr ängstlich den Kopf duckt und häufig zusammenzuckt.

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Der Tierarzt hat mir mitgeteilt, dass Fiona keine Schädigung an den Augen habe und er auch nicht vermuten würde, dass sie eine neurologische Störung habe. Fiona brauche einfach nur einen ruhigen Platz und eine Familie ,dann würden ihre Beschwerden auch wieder vergehen. Ich hoffe daher sehr für Fiona, dass sie liebe Menschen und eine Familie finden wird, damit sie wieder ganz gesund und glücklich werden kann.“

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Fiona versteht sich mit anderen Hunden sehr gut und liebt Hundewelpen über alles. Bei Menschen ist sie am Anfang etwas scheu und braucht Zeit, bis sie Vertrauen fasst. Dann kann sie aber vom Kuscheln und Schmusen nicht genug bekommen.Fiona ist eine sehr liebe,aber ängstliche Hündin, die mit den richtigen Menschen an ihrer Seite auch ihre seelischen Verletzungen ausheilen kann, die sie in den langen Jahren alleine auf der Straße erleiden musste.Wir hoffen daher sehr, dass Fiona ein liebevolles Zuhause finden wird, in der sie endlich ganz gesund und für immer glücklich werden darf. 


 

 

 

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