Roza – mit einem Kabel angebunden, mitten auf dem Feld der Sonne ausgesetzt, musste sie sich von Kartoffelschalen ernähren

08 02 2016 Roza start

* ca 2010/11 – ca. 35 kg – Peloponnes/Liana

14.10.2016: Es sieht so aus, als ob die wunderbare Roza nicht mehr lebt.

Liana schreibt: "Unsere liebenswerte Roza ist aus der Pension entwischt und schon seit 2 Wochen verschwunden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie nicht mehr lebt. Es lauern so viele Gefahren auf der Strasse. Und auch wenn wir ihren Körper noch nicht gefunden haben wusste ich es von Anfang an, dass sie tot ist. Denn Roza ist nicht ein Hund, der wirklich weglaufen würde. Sie würde ein wenig herum stromern, aber in der Nähe unserer Pension bleiben, wo sie zu fressen, zu trinken bekommt und jeden kennt; ob Hund ob Mensch. Wir haben sehr intensiv nach ihr gesucht, überall Flyer aufgehängt, auf FB eine Anzeige aufgegeben - keine Spur von Roza...Wir sind so traurig..."

Ansprechpartnerin: Yvonne Konietzko

Werden Sie Rozas Pate: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

18.05.2016: Roza holt in der Pension ihre Welpenzeit nach, die sie nie hatte. Sie liebt es mit den anderen Hunden zu spielen und ist eine rundum verträgliche und lebenslustige Hündin. Die Tierschützer sind ganz begeistert von der wunderschönen, großen Roza mit dem ehrlichen Charakter. Doch eine Pension sollte nur eine Übergangslösung für einen Hund sein, Roza wünscht sich sehnlichst ein Zuhause.

Dringend Unterstützung bei den Pensionskosten benötigt.

18.05.2016: Unsere Tierschützer vor Ort schreiben:

"Als Roza in die Pension kam, wurde uns gesagt, dass sie eine "schwierige" Hündin ist. Nach mittlerweile drei Monaten haben wir noch nichts "schwieriges" an ihr feststellen können. Sie ist eine der freundlichsten und gutmütigsten Hunde in der Pension und kommt wunderbar mit allen anderen Hunden aus.

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Sie spielt für ihr Leben gerne und hat einfach Freude daran mit ihren Hundefreunden zusammen zu sein.

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http://www.youtube.com/watch?v=_PCy_qyHFJY

Roza ist eine große Hündin mit einer großen Persönlichkeit. Ihr Charakter ist vollkommen ehrlich und einfach, in ihr schlummert nichts Unberechenbares. Uns gegenüber verhält sie sich immer absolut vorbildlich und beim Spiel mit den anderen Hunde gab es auch nie irgendwelche Zwischenfälle. Wenn Roza etwas nicht möchte, teilt sie dies in "Hundsprache" mit, wie wir sagen:"Sie weiß wie man die Dinge in Ordung bringt".

http://www.youtube.com/watch?v=5raxbVf7rv8
Es ist immer erstaunlich mit anzusehen, wie ein so großer Hund wie Roza auf dem Boden herum rollt, auf zwei Beinen herum springt und wie ein Welpe spielt. Wahrscheinlich hatte Roza nie so etwas wie eine Welpenzeit, viel zu früh musste sie den Ernst des Lebens und des Überlebens kennenlernen. Ihre Welpenzeit holt Roza jetzt nach, sie ist verspielt und voller Lebenlust. Es ist schön sie so zu sehen, aber noch schöner wäre es sie in einem eigenen Zuhause sehen zu dürfen."

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07.02.2016: Neue Bilder von Roza...

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Unsere Tierschützerin vor Ort schreibt:

"Wenn Roza deine Aufmerksamkeit erregen möchte, stellt sie sich auf ihre Hinterbeine und "winkt wie ein Pudel". Das ist sehr beeindruckend für einen Hund, der gut 35 kg wiegt.

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Als Roza in das Shelter kam, hätte ich sie als nicht ganz so einfach zu handhabende Hündin eingeschätzt. Aber jetzt zeigt sie ihren unwiderstehlich süßen und freundlichen Charakter - sie bringt uns alle regelmäßig zum Lachen und ist einfach eine Hündin, die glücklich macht.

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Roza ist ein großes und sehr liebenswürdiges Hundemädchen!"

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01.12.2015: Roza konnte bereits umziehen, das trostlose Gehege gehört für sie der Vergangenheit an. Für Roza ist das eine enorme Erleichterung, jetzt muss sie nicht länger angebunden sein und kann sich frei bewegen. Im alten Gehege hat Roza immerzu die Katzen gejagt und hat somit die Samtpfoten, wie auch sich selbst in Gefahr gebracht, was dazu führte, dass sie die meiste Zeit des Tages angebunden bleiben musste.

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15.10.2015: Roza lebt, den ganzen Tag angebunden, in einem provisorischen Shelter. Doch aus ihrem bisherigen Leben ist sie weitaus Schlimmeres gewohnt und so ist die herzensgute Hündin bereits damit zufrieden, dass sie regelmäßige Mahlzeiten bekommt und in Gesellschaft anderer Hunde ist. Roza ahnt nicht, dass ihr selbst dieses bisschen „Glück“ nicht mehr lange bleiben wird.

Roza wurde im Februar in der Nähe eines kleinen provisorischen Shelters auf dem Peloponnes gefunden. Sie hatte zwei Welpen, die sie noch säugte. Sie wog damals nur 20 kg, war nur noch Haut und Knochen und ernährte sich von einem Schafsgerippe.

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Die Tierschützerin, die sich um die Hunde in dem kleinen Shelter kümmert, ließ ihr Hundefutter und Wasser da und nahm die beiden Welpen mit. Doch sie konnte die beiden nicht mehr retten. Ein paar Tage später starben sie. Sechs weitere Monate fütterte die Tierschützerin Roza, die weiter durch die Felder um das Shelter streunte. Und sie ließ sie kastrieren.

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Dann, im August, verschwand Roza plötzlich. Niemand konnte sich erklären, was mit ihr passiert war. Eines Tages sah ein Hundefreund sie in einem kleinen Dorf wieder, mit einem Seil um den Hals, angebunden vor einem Haus. Die Bewohner des Hauses behaupteten, Roza sei ihr Hund – obwohl sie monatelang ohne Wasser und Futter in den Feldern unterwegs gewesen war. Sie wollten Roza aber nicht auf ihr Grundstück lassen, weil sie Katzen hatten, mit denen Roza sich nicht verträgt. Also musste Roza mit einem Strick, mit dem man in der Gegend sonst Esel anbindet, ohne Halsband und ohne ein schützendes Dach, geschweige denn einer Hütte über dem Kopf bei Wind und Wetter und gleißender Sonne vor der Tür des Hauses angebunden stehen.

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Ihre Mahlzeiten bestanden aus Tomaten-, Kartoffelschalen und Brot. Sie hatte nicht einmal einen Fressnapf. Die Schalen und das Brot wurden einfach auf den Gehweg vor dem Haus geschüttet. Nach einigen Wochen zog Roza auf ein Feld neben dem Haus der Familie. Die „Besitzer“ sagten, die Leute hätten Angst, den Gehweg zu benutzen, weil Roza so groß sei. Dieses Mal wurde Roza (wieder ohne Halsband) mit einem Kabel an einem Metallpfahl festgebunden. Wieder hatte sie keine Möglichkeit, der hochsommerlichen griechischen Sonne oder dem Regen zu entkommen, wieder musste sie Kartoffelschalen und Brot fressen.

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Eine Tierschützerin fütterte Roza heimlich, damit sie auch etwas Nahrhaftes fressen konnte. Eine andere Tierschützerin brachte Roza zweimal am Tag Wasser, auch, um sie etwas abzukühlen. Dann, im September, erlaubte Rozas „Besitzer“ der Tierschützerin endlich, sie mit in das Shelter zu nehmen. Und so kam Roza in das kleine Gehege zu den anderen Hunden. Doch leider muss sie auch dort an einer Kette angebunden leben, denn Roza würde zu gerne die Katze jagen, die dort ebenfalls mit den Hunden lebt.

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Sie kann nur freigelassen werden, wenn jemand ein Auge auf sie hat – und das sind am Tag oft nur wenige Minuten, denn das Shelter liegt weit draußen und es gibt nur eine Tierschützerin, die sich um die Tiere kümmert. Ihr bleiben dazu – vor allem jetzt im Herbst – nach einem langen Arbeitstag nur wenige Augenblicke, bis die Sonne untergeht und es in dem Gehege stockfinster ist.

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Doch Roza ist ganz ruhig und scheint sich mit der Situation zu arrangieren: Sie war auch früher angebunden und jetzt bekommt sie wenigstens genug zu Fressen und sie ist nicht einsam und schutzlos dem Wetter ausgeliefert. Außerdem scheint sie zu spüren, dass man es gut mit ihr meint.

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Vielleicht wäre Roza nach ihrem bisherigen Leben sogar zufrieden, wenn es nun einfach so weiterginge. Doch es kann nicht so weitergehen, denn das kleine Shelter wird es nicht mehr lange geben: Die Tierschützerin, die es eingerichtet hat und die Hunde dort versorgt, muss wegziehen, weil ihr Arbeitsvertrag nicht verlängert wird. Niemand will oder kann ihre Arbeit übernehmen und so bleibt für sie nur, die Hunde am Tag ihrer Abreise freizulassen. Für Roza würde das bedeuten, wieder hungrig und bis auf die Knochen abgemagert durch die Gegend zu streifen oder von ihren ehemaligen „Besitzern“ eingefangen zu werden und mit einem Kabel an einem Pfahl angebunden ihr restliches Leben zu fristen.

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Wir möchten der herzensguten Hündin das ersparen und bitten daher in ihrem Namen um finanzielle Unterstützung, damit wir sie wenigstens in einer Pension unterbringen können, wo sie gefüttert wird und nicht allein sein muss.

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Aber vor allem suchen wir eine Familie für Roza. Nach allem, was sie erlebt hat, soll sie nun endlich ein schönes, liebevolles und fürsorgliches Zuhause bekommen – für sie wäre es das Paradies. Roza ist sehr lieb und sie wäre ohne Weiteres auch jetzt schon bereit, mit einer Menschenfamilie in einem Haus zu leben. Und auch mit Hunden versteht sie sich – ein Rüde als Mitbewohner wäre überhaupt kein Problem für Roza. Was sie von Hündinnen hält, wissen wir einfach noch nicht genau. Nur, dass sie Katzen zum Fressen gern hat, ist leider eine Tatsache.

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Bitte melden Sie sich, wenn Sie Roza endlich ein lebenswürdiges Hundeleben ermöglichen möchten – ohne Kette, mit Spaziergängen, mit einem eigenen – gefüllten – Fressnapf, einem weichen Bettchen und vor allem mit viel Liebe.