Erziehung

Hundebegegnungen

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Viele Hundehalter kennen das Problem eines pöbelnden Hundes an der Leine, der zum Teil kaum noch zu bändigen ist und sich mit jedem anlegen will.

Oftmals ist dieser Hund der Liebste der Welt, sobald die Leine ausgeklinkt ist.

 

Die Motivation des Hundes ist oft sehr unterschiedlich, aber für diese Form des Trainings im Grunde egal.

 

Wichtig ist:

Wenn man dieses Training durchziehen möchte, niemals Kontakt an der Leine zulassen, der Hund soll lernen, dass es keinerlei Kontakt zu Artgenossen gibt, so lange er an der Leine ist und wenn er sich auf den Kopf stellt!

Wenn es nicht anders möglich ist, kann man noch schnell den Hund ab leinen, bevor es zum Kontakt kommt, oder, wenn man spielen lassen möchte, ein-zweimal an dem Spielpartner vorbei gehen und wenn das Verhalten wie gewünscht ist, als Belohnung ab leinen und spielen lassen.

Und bitte NIEMALS während dieser Trainingsform am Geschirr oder Halsband rucken, den Hund anpöbeln oder sonstwie negativen Einfluss auf ihn nehmen

 

Man beginnt mit kleinsten Schritten, wer klickert ist meist im Vorteil.

 

Die Aufmerksamkeit des Hundes auf sich lenken, Hund auf die Seite dirigieren, an der der andere Hund nicht vorbeigehen wird, damit man zusätzlich als Puffer dienen kann.

 

Mehr oder weniger großräumig (Trainings-, Situations-, Tagesform- und Fremdhundabhängig) einen Bogen um den anderen Hund nebst Halter gehen, dabei aufmerksam beim eigenen Hund bleiben und gegebenenfalls dessen Aufmerksamkeit wieder auf sich lenken, aber bitte nicht mit Leckerlis ständig ablenken, sondern ruhiges Verhalten oder gar Ignorieren des anderen Hundes des belohnen, wobei ein ruhiger Blick auf den fremden Hund (Achtung: kein fixieren) auch belohnt werden kann.

Den Bogen zu Ende laufen, den Spaziergang fortsetzen.

 

Wenn der Weg etwas enger ist, abschätzen, ob es (heute) zum Ausweichen reicht, oder ob man umdrehen sollte und einen anderen Weg wählen sollte. Da lieber auf Nummer Sicher gehen, denn jeder Misserfolg wirft einen zurück.

 

Wenn man sich verschätzt hat, kann man zum frühzeitig, also bevor die Situation für den eigenen Hund zu eng wird und wieder eskaliert, ihm ein Leckerchen vor die Nase halten und ihn so am anderen Hund vorbei ziehen

(also mit dem Leckerchen vor der Nase, nicht an der Leine vorbeischleifen), um noch halbwegs positiv aus dieser Begegnung zu kommen.

 

Wenn man den Moment verpasst hat, es viel zu eng ist, oder kein Rückzug möglich ist und der eigene Hund flippt, notfalls ins Geschirr greifen und zügig aber nicht hektisch, oder gar schimpfend (um keine Flucht zu vermitteln) weitergehen, weg von dem anderen Hund. Ruhig bleiben, wenn die Entfernung groß genug ist, stehen bleiben, tief durchatmen ggf. sich hinsetzen und erst weitergehen, wenn alle wieder entspannt sind (denn manche Menschen neigen dazu, den Frust über eigene Fehler am Hund auszulassen, bzw. gibt es auch so sensible Hunde, die auf den inneren Frust ihrer Herrchen und Frauchen hin überreagieren).

 

Die beiden zuletzt genannten Situationen sich gut einprägen, analysieren wo genau der Fehler lag, erst mal wieder auf Nummer Sicher gehen und die nächsten Wochen größere Abstände wählen, bevor man wieder beginnt den Abstand zu verringern.

 

Ich habe diese Beschreibung recht knapp und stichpunktartig gehalten, doch denke ich ist sie aufschlussreich, wer damit allerdings Probleme oder noch fragen hat, kann sich gerne an mich wenden.

gez. Janna M. Müller