Regenbogenbrücke

Mogli... muß nicht mehr auf sein verstorbenes Herrchen warten ....

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDFDruckenE-Mail

ca. 60 cm - ca. 22 kg - geb. ca. 2007 - männl. - kastr.

..... er ist heute über die Regenbogenbrücke gegangen. 

http://zergportal.de/baseportal/Tierfriedhof/detail&Id==2130.html

Im Moment können wir nur weinen...  Areti sagte uns am Telefon, dass Mogli Lymphdrüsenkrebs im fortgeschrittenen Stadium hatte. Er hatte unglaublich starke Schmerzen, dazu noch die fortgeschrittene Sepsis...

Wir hoffen so sehr, dass er nun mit seinem verstorbenen Herrchen zusammen sein darf, ohne Schmerzen und Leid, ohne Menschen die ihn quälen.

Was dieser Hund durchlitten hat, ist unglaublich. Wir sind so geschockt und so unendlich traurig ....

 

Für alle die immer an Mogli gedacht haben, aber besonders für Areti und Giorgos :
 
Und wenn du stirbst, mein Freund,
dann würde ich gerne
deine Pfote halten,
wenn ich darf,
und deine Ängste nehmen,
wenn ich kann,
und auch dein Herz,
das schlagen will und mich
in jedem Augenblick
mit so viel Einzigartigem beschenkt hat.
Und wenn du stirbst, mein Freund,
dann würde ich gerne
wortlos sein, wie eine Schale,
die dein letztes Schnaufen fängt,
dein Schweigen, dein Leiden.

Und wenn du stirbst, mein Freund,
dann würde ich gerne
an deiner leeren Hülle sitzen,
noch eine Weile
einfach sitzen,
bis meine Kraft mir reicht,
um wegzugehen.
Und wenn du stirbst, mein Freund,
dann würde ich gerne
vielleicht in meinen Träumen
dein Neues, Großes Leuchten sehen.
 

- unbekannter Verfasser -

 

Wir haben soeben von Areti folgende Mail und Fotos erhalten:

Hallo

 

heute Mittag ist Mogli über die Regenbogenbrücke gegangen.

Wir haben die Ergebnisse der Biopsie heute früh bekommen.

Es ging um ein Lymphom (B Type)  und alle seine Drüsen (Abdominale Lymphknoten, Knöchel Lymphknoten, Inguinale Lymphknoten,  Schulterknoten u.a) waren geschwollen. Der Hund hatte angefangen Schmerzen zu haben. Dazu hatte Mogli  auch diese schlimme Septikämie. Eine Chemotherapie käme deshalb nicht  in Frage. Hätte er nicht die Septikämie gehabt, hätte ich (als Areti, aber ich mache immer extreme Sachen und Rettungen) ihn  am Leben behalten, keine Chemo, nur mit homöopathischen Mitteln behandelt. Das habe ich mehrmals gemacht und die Hunde sind nach einiger Zeit friedlich gestorben. Wir wollen das Leben nicht verlängern, sondern das Leben der kranken Tiere eine Qualität geben. Das ist meine Meinung.

Leider ging es bei diesem wunderschönen Hund nicht mehr und ich fühle mich irgendwie schuldig daran.  Weil ich eigentlich nie einen Hund einschläfern lasse.

Aber während der Zeit, die Mogli in diesem elenden Tierheim verbracht hat, lag er in einem kleinen Zwinger auf seinem Kot und Urin, niemand hat ihn behandelt oder sauber gemacht.

In den drei letzten Tagen war Mogli  schon in besserem Zustand, heute sah er sauber, friedlicher und zufrieden  aus. Er atmete aber schwierig und konnte immer noch nicht stehen. Er war ruhig und lieb. Endlich konnte er sich in Sicherheit fühlen und in Ruhe essen und schlafen.

So haben wir uns (Giorgos und ich) schweres Herzen entschlossen, ihn zu erlösen.

Wir haben Mogli begraben lassen, wir konnten seine Leiche einfach nicht entsorgen lassen. Das wäre kein Respekt für diesen wunderbaren, treuen Hund.

Mogli, der immer um sein Herrchen trauerte und heute friedlich über die Regenbogenbrücke gegangen ist, hat sein Herrchen jetzt bestimmt wieder getroffen. Herrchen und treuer Hund sind in einem Ort zusammen, wo es keine Qual und kein Leid mehr gibt. Er wird in unseren Gedanken als dankbarer und treuer Hund weiterleben.


Die letzten Fotos von Mogli, heute am 1. Juli 2010 aufgenommen

 

 

 

Wir sind alle so traurig ......

..........................................

Update 1.7.  Heute Nacht schickte uns Areti, deren Tag 48 Stunden haben könnte, folgende Email:

 

Die Blutuntersuchungen waren nicht schlecht. Leishmaniose war negativ, Erlichiose positiv.
Mogli hat eine Septikämie und eine septikämische Arthritis.

 

Aber seine Wunden sind nocht nicht geheilt. Er kann    noch nicht stehen. Aber fressen und trinken kann er doch. Der TA und die TÄin versuchen weiter ihn zu retten.

Aber die Drüsen sind immer noch geschwollen. Deshalb sollte der TA eine Punktion machen und wir warten jetzt auf die Ergebnisse der Biopsie.


Ich hoffe, dass es nicht um ein Lymphom geht. Man konnte das mit dem Ultraschallen nicht feststellen.

Mogli kann leider noch nicht stehen. Das macht dem TA Sorgen.
(Meiner Meinung nach ist das nicht ein großes Problem. Ich bin kein TA aber)

Morgen (heute)  bringe ich Mogli spezielle homöopathische Mittel gegen die (akute) Septikämie. Ich hoffe, sie werden wirken.
Unglaublich und Unfassbar! So etwas habe ich nie in den letzten Jahren gesehen.
...............................................................

Wir sind erschüttert.  Wir haben eine sehr erfahrene und sehr hilfsbereite griechische Tierschützerin gebeten, dem jungen Mann, der Mogli von der Straße geholt und untergebracht hat, zu helfen. Was sie schreibt, ist unglaublich ....

Wie wir an anderer Stelle erwähnten, gibt es viele Tierschützer, die uns um Hilfe bitten. Giorgos, der uns über Moglis Schicksal informierte, zählt zu diesen Tierschützern, und zeigt einen bewundernswerten Einsatz für die Tiere. Er ist gerade mal 24 Jahre alt, ein junger Vater und berufstätig. In seiner Freizeit widmet er sich aufopferungsvoll dem Tierschutz und sorgt mittlerweile für viele Streuner. Einige hat er untergebracht, viele hat er zuhause. Er hat praktisch keine Freizeit.

Giorgos bat uns vor einigen Wochen um Hilfe....  auch wir haben bereits so viele Hunde, denen wir helfen möchten, aber wir wollten diesen jungen Mann mit seinem übergroßen Herz für Tiere nicht alleine lassen. Wir waren seine ganze und letzte Hoffnung ....

* * * * * * * * * * * * *

Giorgos wußte, dass es nur eine Frage von vielleicht Tagen sein würde, bis Mogli vor seinem einstigen Zuhause, auf sein verstorbenes Herrchen wartend, etwas Schlimmes zugestoßen wäre.

Deshalb und auf unser Bitten, nahm er Mogli von der Straße und brachte ihn in gutem Glauben in "eine Art öffentliches Tierheim".

Seit Tagen drängten wir darauf, Mogli in eine Pension zu bringen, doch diese Plätze scheinen im Sommer auch überfüllt zu sein. Einen entsprechenden Betrag für Unterbringung und Erstversorgung hatten wir bereits angewiesen.

Als uns die letzten Fotos erreichten, baten wir in großer Sorge eine erfahrene Tierschützerin, die wir seit Jahren kennen, um Hilfe.

Was sie vorfand, als sie Mogli gestern abholte und zu ihrer Tierklinik brachte, ist erschütternd....

Wir wurden gebeten,  ihren Bericht  nicht in allen Einzelheiten zu veröffentlichen, um das Leben anderer Tiere, die wir von dort noch retten möchten, nicht zu gefährden:

Was soll ich jetzt über Mogli schreiben? Das ist eine Schande. Wäre so etwas in Deutschland passiert, dann hätte sich der Staatsanwalt sofort eingreifen und das Tierheim sofort schließen. Aber leider sind wir in Griechenland.
Ich war erschrocken, als ich Mogli heute angesehen habe. So etwas habe ich nie in meinem Leben gesehen. Der arme Hund war mehr tot als lebendig. Mogli war eine Leiche. Er lag regungslos. Er ist Knochen und Haut. Er hat so schlimm gestunken. Ich habe den stinkenden Geruch immer noch in meiner Nase. Er hat bestimmt tagelang in dem kleinen Zwinger auf seinem Kot und Urin gelegen. Er hat abgenommen. Er hat keine Kraft mehr zu stehen und zu gehen. Seine Haut ist voll von eiternden Wunden mit Fliegen und Würmen! Er war nicht von anderen Hunden gebissen. Er hat sich selbst gebissen, weil er Schmerzen hatte, weil sein Körper voll von Wunden ist. Mogli konnte seinen stinkenden Geruch selbst nicht ertragen. Der arme Kerl konnte in seinem kleinen Zwinger mit Fliesenboden nicht stehen. Er konnte nur liegen. Er war nicht versorgt, nicht einmal richtig gefüttert.
 

Der TA und seine Frau, ebenso TÄin, haben Mogli vorsichtig untersucht, Blut abgenommen und mit Giorgos Hilfe Mogli in die Badewanne gestellt und ihn richtig gebadet.
Oh, der halbtote Mogli hat sein Bad genossen. Endlich war er einigermaßen sauber, er fühlte sich schon besser und konnte dann in einem sauberen Zwinger in Sicherheit zum ersten Mal nach Wochen liegen und richtig ausschlafen. Er hat sich sogar zusammen gerollt. Er liegt natürlich in Tropfen, weil er ganz dehydriert ist. Er hat sogar wie eine Katze richtig geschnurrt! Das erlebe ich zum ersten Mal. Ein Hund, der aus Freude schnurrt!
Leider geht es Mogli nicht gut. Er hat eine ganz schlimme Septikämie, weil er NICHT versorgt war. 
 

Mogli hat ein großer Wille zum Leben und ist ein Kämpfer. Ich konnte es heute feststellen, als ich ihn zum ersten Mal kennengelernt habe. Aber er soll über den Berg gehen,  Ich hoffe, dass er schafft.
Am Mittwoch oder Donnerstag bekommen wir die Bluttestergebnisse, weil es morgen bei uns schon wieder Generalstreik gibt.

Wir sind in großer Sorge um Mogli. Jetzt ist er in sehr guten Händen. Ein guter und sehr tierlieber Arzt kümmert sich um ihn. 

Mogli soll sich dort wohl fühlen. Nach dem Bad hat er gschnurrt, wie eine Katze. Sicher hat er gespürt, dass man es hier gut mit ihm meint und er in Sicherheit ist.

Unser größter Wunsch ist es, dass er sich erholt und wir ihn bald nach Deutschland holen und sein Beinchen und seine Schulter hier behandeln lassen können.

Wir sind dankbar, dass es so engagierte Tierschützer wie Giorgos und Areti gibt.

Das Elend, mit dem die Tierschützer vor Ort täglich konfrontiert werden, ist unglaublich.  Und wir können ihnen gar nicht genug danken.

* * * * * * * * * * * * *

Info 28.6.   Herzlichen Dank für die große Anteilnahme an Moglis Schicksal.  Uns erreichen unglaublich viele Mails, in denen sich Tierfreunde tief betroffen nach Mogli erkundigen. Deshalb hier nun ein paar Zeilen zur aktuellen Situation.

 

Mogli wird heute in Athen in eine Tierklinik gebracht. Dort wird alles für ihn getan werden, was zur Zeit möglich ist.

Sobald es Mogli gut geht und er ausreisen kann und darf, werden wir ihn  Dr. Schweda vorstellen und hoffen, dass ihm geholfen werden kann.

Wenn dies möglich ist und sein Beinchen operiert werden kann (denn seine Schulter ist dadurch auch in Mitleidenschaft gezogen), wird Mogli sicher einige Wochen beim "Schweda-Team" bleiben.

Danach wäre es prima, er dürfte in ein liebevolles Zuhause ziehen, oder er wird auf einem Pfegeplatz weiter betreut.

Wir erhalten viele Mails, es finden viele Gespräche statt, entschieden ist bisher nichts.

Jetzt ist es vorrangig, Mogli möglichst schnell aus seiner tiefen Traurigkeit zu holen und ihm seelisch, wie körperlich alle erdenkliche Hilfe zukommen zu lassen.

Eine sehr engagierte und sehr erfahrene Tierschützerin hat uns zugesagt, sich heute - gemeinsam mit dem jungen Mann, der uns über Moglis Schcksal informiert hat - um Moglis optimale Versorgung und Betreuung zu kümmern.

Sobald wir weitere Nachrichten erhalten, werden wir sie hier veröffentlichen.

Für Ihr Mitgefühl und Ihre Spenden danken wir Ihnen ganz herzlich. Ohne SIE wäre unsere Arbeit nicht möglich.

* * * * * * * * * * * * * * * * *

Update 26.6.  Mogli gibt sich auf ...  zwar ist er in Sicherheit, aber er trauert so sehr um sein Herrchen, dass er allen Lebenswillen verloren hat. Zwar wird er hier nicht vergiftet oder gequält, aber die anderen Hunde akzeptieren ihn nicht ...  wir arbeiten fieberhaft an einer optimalen Übergangslösung. 

 

Mogli…..hat alle Hoffnung verloren

Mogli ist nicht mehr auf der Strasse vor seinem früheren Zuhause, er ist geschützt
vor Vertreibung, Spott und Tritten, vor Vergiftung und anderer Tierquälerei……


aber er spürt genau, dass er hier sein Herrchen nicht wieder findet.

Mogli ist vollkommen ohne Hoffnung, wäre er ein Mensch, würde man von einer tiefen Depression sprechen.

Sein seelisches Leiden ist so offensichtlich, dass er im Auslauf von einem anderen Hund angegriffen wurde . Bissverletzungen an der Hinterhand sind die traurige Folge.

Mogli ist so verzweifelt, dass er sich selbst das Fell heraus zieht …..
…..er weiss ja nicht, dass sich so viele Menschen um ihn sorgen und wir sein weiteres Leben für ihn planen.

Er weiss nicht, dass wir ihm helfen werden, ein liebevolles, wunderschönes Zuhause zu finden und auch nicht, dass wir bereits mit "dem Arzt unseres Vertrauens" über ihn gesprochen haben und alles tun werden, was möglich ist, um ihm ein schmerzfreies Leben zu ermöglichen.

Wir setzen alles daran, Mogli umgehend in einer guten Pension, oder auf einem guten privaten Platz unterzubringen

wo man sich liebevoll um ihn kümmert und ihm Kraft gibt.

Gemeinsam möchten wir Mogli neue Hoffnung geben, und  ihm zeigen, dass er gewollt, respektiert und geliebt wird und das Leben auch Sonnenseiten haben kann.

Mit Ihrer Unterstützung werden wir ihm auch medizinisch die optimale Versorgung hier in Deutschland zukommen lassen.

* * * * * * * * * * *

23.06.2010: Mogli ist inzwischen notdürftig untergebracht, so dass er nicht länger dem Spott und den Anfeindungen der Nachbarn ausgesetzt ist. Doch Moglis Seele leidet noch immer unsäglich, denn die menschliche Nähe fehlt ihm. Mogli trauert.

Diese Unterkunft darf nur eine Übergangslösung sein. Die nächsten Schritte wären Moglis Flug nach Deutschland und die fachtieräztliche Behandlung seines behinderten Beinchens. Wenn Sie Mogli hierbei helfen und unterstützen möchten, dann freuen wir uns über jede Spende oder eine Patenschaft. 

**********************************************************