Rüden

Ras - wenn alle Liebe dieser Welt nicht hilft

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Sonntag, 01. April 2012 - Es war zu spät ... Ras (er hieß bei seiner Pflegefamilie SAMMY) wurde so liebevoll von seiner Pflegefamilie am Flughafen in Empfang genommen. Eine Woche lang durfte er noch spüren, wie es sich anfühlt geliebt zu werden. Am 01.04.2012 schloss unser Ras/Sammy für immer die Augen. Dabei sollte er doch  endlich anfangen, unbeschwert leben zu dürfen.

 

 

Das Schicksal ist manchmal nicht fair.

Du hast lange warten müssen, bis du endlich in Sicherheit warst und zu lieben Menschen kamst, die dich mit offenen Armen aufnahmen. Dort hast du leider nur eine kurze Zeit verweilen dürfen, hast dir den Wind um die Ohren wehen lassen können, hattest von deinem Platz auf dem Sofa aus deine fürsorglichen Menschen immer im Blick, wurdest täglich beschmust und gestreichelt. Dein Bäuchlein wurde gekrault, und du warst voller Vertrauen und glücklich in deinem neuen Zuhause.
 
Von einem Tag auf den anderen haben deine Kräfte nachgelassen, konntest  du nichts mehr zu dir nehmen und musstest beim Tierarzt intensiv behandelt werden. Auch hier wurdest du von deiner Pflegefamilie nicht im Stich gelassen, die dich bis zu deinem letzten Atemzug im Arm hielt.
 
Machs gut, kleiner Sammy, wir werden dich nicht vergessen.

 

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Rückblick:

Ras – war sein Leben lang nur Mittel zum Zweck, nun hat er ausgedient


*ca. 2006 - männl. - kastr. - ca. 55 cm - ca. 20 kg - Athen/Ria

Pflegestelle in 77866 Rheinau

24.03.2012: Ras kam heute gemeinsam mit Molly am Frankfurter Flughafen an.

Ansprechpartnerin Sandra Böhm

 

 

Ras stieg vorsichtig und neugierig zugleich aus seiner Flugbox, erfrischte sich mit einem Schluck Wasser, machte draußen schnell Pippi und konnte anschließend entspannt alles Neue begucken und erkunden.

 

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Weihnachten 2011: Ras hat nach Aussage seines Noch-Halters ein eher ruhiges Wesen, mit anderen Hunden ist er sehr verträglich.  Zu Kindern ist er lieb. Der letzte Bluttest liegt ein Jahr zurück, Ras wurde damals negativ auf Leishmaniose und Erlichiose getestet.

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10.12.2011: Liebevoll streichelnde Hände, sanfte Worte, ein weiches Körbchen, unbeschwertes Spielen … all das kennt Ras nicht. Er weiß nicht, wie sich Geborgenheit anfühlt und er durfte niemals erleben, dass er um seiner selbst erwünscht ist.

15.01.2012: Es gibt zwei neue Bilder von Ras:

Seine Augen strahlen eine tiefe Traurigkeit aus, denn er weiss, dass die liebevolle Hand bald wieder aufhört ihn zu streicheln und er zurück in den Zwinger muss:

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Ras war sein Leben lang nur Mittel zum Zweck, eingesetzt für die Jagd … Sein Leben fristet er im Zwinger. Er wird als Werkzeug behandelt, seine Gefühle und seine Seele wurden niemals wahrgenommen.
Nach einer Verletzung ist Ras nun wertlos und lästig für seinen Halter geworden. Die Lösung? Einschläfern!

 

Folgende Mail erhielten wir von der Griechin Ria:
 
Erinnerst du dich an meinen Nachbarn (…),dessen Jagdhündin bei der Geburt ihrer Welpen gestorben ist und er mir gesagt hat, dass er die Welpen in der Mülltonne schmeissen wird? (es sind die Welpen, die ich und Sofia mit der Flasche grossgezogen haben (…).

So nun will er auch seinen reinrassigen Jagdhund einschläfern lassen, weil er fünf Jahre ist und nicht mehr gut als Werkzeug beim jagen ist. Denn nach einer Stunde jagen, humpelt er ein bisschen am Bein wegen einer Verletzung.



Es muss doch noch mehr im Leben geben für Ras. Fünf Jahre Elend hat Ras hinter sich. Wo sind die Menschen, die ihn um seiner selbst lieben und bei denen er einfach nur „Hund“ sein darf?



 

Wir warten noch auf weitere Fotos von Ras sowie auf eine genauere Beschreibung seines Wesens.