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einsame Vierbeiner

Rafina - Rückblick, Ausblick, Aktuelles

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Bitte schauen Sie sich auf der Suche nach einem neuen Familienmitglied auch unsere Rafina-Notfellchen an. Auch diese Hunde wünschen sich nichts sehnlicher als ein Zuhause: Seite 1, Seite 2, Seite 3. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Update 15.10.2016: Dank Ihrer Spenden konnte bereits am 05.08. ein LKW mit einer großen Ladung Baumaterialien im Shelter von Rafina vorfahren. Der Tierpfleger Vasilis und eine, aus einer Einzelspende bezahlte, zusätzliche Arbeitskraft haben sofort losgelegt, um im Shelter vor dem einsetzenden Herbstregen unbedingt notwendige Baumaßnahmen umzusetzen.

Update 15.10.2016: Bauarbeiten in Rafina
Liebe Unterstützer, Ihre Spenden für Rafina sind angekommen und bereits im Sommer in kostbares Baumaterial und in eine Arbeitskraft umgewandelt worden. Am 05.08. kam eine große LKW-Ladung mit Baumaterial im Shelter von Rafina an.

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… unter den wachsamen Augen der Schäferhundmix-Hündin „Lucky“, die ihr ganzes Leben im Shelter verbracht, aber dergleichen wohl noch nie erlebt hat!

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Überhaupt würde wohl ein Besucher, der das Shelter von Rafina vor zwei Jahren besucht hätte, diesen Ort heute kaum wiedererkennen – im positiven Sinn – dank Ihrer Hilfe und großartigen Unterstützung!

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Für Rafina war der Tag der Ankunft des Materials ein ganz besonderer Tag! Spender hatten zudem Geld gespendet, mit dem eine zusätzliche Arbeitskraft angeheuert werden konnte, denn allein hätte der Tierpfleger Vasilis das ganze Material gar nicht verarbeiten können (zumal neben seinem „Hauptjob“, der Versorgung der Hunde).

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Und so konnte noch am selben Tag mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Unsere Tierschützerin Poppy, die das Shelter von Rafina und seine Bewohner zu ihrer Herzensangelegenheit gemacht hat, schreibt: „Wenn ich Rafina vor den Bauarbeiten hätte zeichnen sollen, ich hätte es in grauen Farben gemalt, Grau für den trost- und hoffnungslosen Alltag, den wir dort jeden Tag erleben; dazu aber auch Rot, für die Liebe, die die Hunde von den Unterstützern und Spendern erfahren dürfen und die ihr Leben etwas heller macht. Wenn ich das Shelter heute, nach den Bauarbeiten, zeichnen sollte, würde ich schon ein paar Farben mehr benutzen ...“
Natürlich steckt hinter all dem aber auch richtig harte Arbeit – vor allem von Vasilis, der die ganzen letzten heißen Sommertage jede freie Minute (und natürlich ganz ohne Extra-Bezahlung) geschuftet hat.

Die Zwingerböden wurden zementiert, sodass die Hunde nun wenigstens ein paar Quadratmeter „festen“ Boden unter den Pfoten haben, wenn der im Herbst einsetzende Regen das Gehege wie jedes Jahr in eine Schlammwüste verwandelt und das Elend der Hunde noch einmal vervielfacht ...

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Als die erste Phase der Bauarbeiten beendet war, kam erneut Besuch nach Rafina und brachte eine Menge nützlicher Dinge mit, die Vasilis dringend für die Pflege der Hunde brauchte, die Reinigung der Gehege, zur Fütterung und um die Hunde mit Wasser zu versorgen.

Für unser nächstes Update hat uns Poppy Fotos von dem Ergebnis der ersten Phase der Bauarbeiten versprochen – wir sind alle schon sehr gespannt!

Vielen Dank noch einmal an alle Spender, die das alles möglich gemacht haben! Es ist schwer in Worte zu fassen, was diese Baumaßnahmen für eine Veränderung und Verbesserung für den Alltag und die Lebensumstände der Hunde bedeuten ...


Update 17.07.2016: Poppy sendet uns eine Bestandsaufnahme des vergangenen Jahres, erzählt von einem vierbeinigen Bewohner des Shelters: Dank Ihrer Spenden konnte die Lebensqualität der Hunde sehr verbessert, Leben gerettet werden. Doch über allem schwebt immer auch die Sorge, dass die Hilfe irgendwann ausbleiben und alles wieder zunichte gemacht werden könnte ...
Wir möchten einmal mehr von unserem „Großprojekt Rafina“ (bei einem Klick auf diesen Link lesen Sie, wie alles begann) berichten – vom Stand der Dinge, von Fortschritten, aber auch Rückschlägen, von Glücksmomenten und auch den Zweifeln und Hoffnungen unserer Tierschützer. Unsere Tierschützerin, die gute Seele Poppy, der so viele Hunde ihr Überleben verdanken, sendet uns diesen „Lagebericht“, den sie im Namen der Hunde und aus deren Perspektive schildert:

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„Dunkle Wolken ziehen am Himmel auf und die Schatten der Vergangenheit scheinen uns einzuholen ...
Wir waren unerwünscht, wir waren ungeliebt und so leben wir kleinen Fellseelen nun in diesem griechischen Shelter.
Früher waren die Augen der meisten Bewohner dieses Ortes leer und traurig, die Blicke oft verloren und verwirrt.

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Zusammen mit 10 oder 20 anderen bellenden und weinenden Leidensgenossen lebten wir (und leben noch immer) in engen Gehegen.

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Dort, wo wir unsere Notdurft verrichteten, mussten wir auch schlafen und essen. Viele von uns waren und sind depressiv oder warten noch immer weinend auf die Menschen, ihre „Familien“, die sie ausgesetzt haben.
Früher war niemand da, der uns seine Aufmerksamkeit schenkte.

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An den etwas besseren Tagen stellte man uns einen gefüllten Fressnapf in das Gehege – doch für die Schwächsten unter uns, diejenigen, die sich nicht durchsetzen können, blieb niemals etwas übrig. Das Wasser wurde im Vorbeigehen mit einem Hochdruckreiniger in unseren Trinknapf gespritzt. Es war ein hartes Leben für Wesen, die so unschuldig und so liebenswürdig sind!

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Diejenigen von uns, die starben, hatten keinen Moment auch nur die kleinste Chance auf ein richtiges Leben gehabt.
Doch dann, vor zwei Jahren, änderte sich etwas. Erst war es wie ein schwacher Schimmer, ein Hoffnungsfunke; aber dieses Licht wurde jeden Tag etwas stärker und es war – Liebe! Es kamen Leute von weit her, sie berührten uns und strichen uns durch unser Fell und sie sprachen mit uns.

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Liebe ist eine starke und wundersame Kraft – und so begannen sich unsere Futternäpfe zu füllen, so, dass sogar für die Schwächsten genug übrig blieb.

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Unser Fell hörte auf zu jucken, denn wir bekamen Mittel gegen die lästigen Parasiten, und während wir uns früher auf die Natur verlassen mussten, wenn wir krank wurden, bekommen wir heute Medikamente.

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Freunde kamen von überall her und halfen uns.

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Sie haben das alles möglich gemacht! Wir möchten Ihnen allen dafür danken!

Und nun möchten wir Ihnen berichten, was sich für uns seit letztem Sommer geändert hat. Wir möchten aber auch daran erinnern, wie zerbrechlich dieses Glück und unsere Hoffnung ist und wie schnell wir wieder in der Situation sein können, wie sie damals war, als es noch keine Hoffnung für uns gab: Im April diesen Jahres stand es sehr schlecht um unsere finanzielle Situation. Die Spenden für uns hatten nachgelassen und das Geld reichte nicht einmal mehr für unsere Grundbedürfnisse. Wir konnten nicht mehr geimpft werden. Die neugeborenen Welpen mussten in einem Außengehege untergebracht werden, weil sie ohne Impfschutz in dem Gehege der Erwachsenen nicht überlebt hätten.

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Einige der Welpen erkrankten an Räude und nur mit Mühe konnte das Geld für ihre medizinische Behandlung zusammengetragen werden. Noch immer fehlt Geld für Therapien, Bluttests und Medikamente. Es ist kaum noch möglich, Hunde für eine medizinische Behandlung oder einfach zu ihrer Sicherheit in einer Pension unterzubringen. Die Mittel gegen Parasiten reichen nur noch für einen Monat und die Medikamente gegen Würmer sind fast aufgebraucht.
Wir brauchen noch immer Hilfe und wir möchten Sie inständig bitten, unseren Hilferuf auch weiter zu erhören!

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Wir sind so sehr auf Ihre Liebe und Unterstützung angewiesen!

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Und das ist, was Sie bisher für uns getan und möglich gemacht haben:

Impfungen
Im September 2015 brach im Shelter eine Staupeepidemie aus. Sofort wurde alles Notwendige getan, um zu verhindern, dass sich die Krankheit weiter ausbreitet. Die kranken Tiere wurden von den übrigen Hunden isoliert. Einige Patienten erhielten Medikamente, schwerere Fälle kamen in die Tierklinik. Fast jeden Tag wurde das ganze Gelände desinfiziert. Trotz allem konnten einige Hunde nicht gerettet werden. 12 von ihnen mussten eingeschläfert werden. Aber wenn man bedenkt, wie viele Hunde in dem Shelter leben, der Umstand, dass das Gehege eigentlich vollkommen überfüllt ist und die Hunde in diesen beengten Zuständen leben, ist es eigentlich noch ein Wunder, dass es bei einer so „geringen“ Anzahl an Todesfällen geblieben ist. 15 Tage, nachdem die Epidemie ausgebrochen war, konnten 120 Hunde geimpft und der Impfzyklus einen Monat später abgeschlossen werden. Nach diesem Vorfall konnten wir es möglich machen, dass nahezu jeder „Neuzugang“ direkt bei seinem Einzug geimpft wurde. Es wäre so wichtig, dies weiterführen zu können, um dem Shelter so ein furchtbares und tragisches (weil vermeidbares) Ereignis zukünftig zu ersparen.
Seit dem letzten Sommer wurden mehr als 450 Impfungen durchgeführt. Kein einziger Hund ist mehr an einer Krankheit gestorben, gegen die geimpft werden kann. Es gibt nichts Traurigeres und Schlimmeres, als einen toten Welpenkörper im Arm zu halten. Deshalb ist es für uns das mit Abstand Wichtigste, die Welpen frühzeitig impfen zu lassen. Wann immer der Tierarzt im Shelter ist, untersucht er die Allerjüngsten und impft sie, sobald es möglich ist.

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Zugegeben: Rafina hat (gezwungenermaßen) inzwischen einen eigenen kleinen Kindergarten bekommen, einen Kindergarten aus oft im letzten Moment geretteten, auf der Straße absolut chancenlosen Babys und größtenteils Waisenkindern – aber ehrlich: Was gibt es Schöneres als kleine Fellbabys, die fröhlich quietschend herumtoben und mit ihren kleinen Schwänzchen wedeln?

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Bauarbeiten
Es gab ein Ziel: Kein Hund, vor allem kein Welpe, sollte mehr vor dem Gehege leben. Deshalb musste Baumaterial gekauft werden, darunter auch Metallelemente, die zwischen den einzelnen Gehegen eingelassen wurden, um Angriffe unter den einzelnen Hundegruppen zu unterbinden.

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Außerdem wurden neue Bereiche an das Gehege angebaut.

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Alle Welpen konnten nun im Shelter untergebracht werden.

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Einige der erwachsenen Hunde, die vor dem Zaun des Geheges gelebt hatten, konnten in den eingezäunten Bereich ziehen. Nach dem Vorfall Ende März/Anfang April 2016, bei dem auf die immer noch vor dem Shelter lebenden Hunde geschossen wurde, konnten wir es einrichten, dass nun endgültig keine Hunde mehr vor dem Gehege leben müssen.

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Dann gab es einen weiteren schlimmen Vorfall, der beispielhaft für das große Problem in Rafina steht – die hoffnungslose Überfüllung des Geheges:

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Der arme Beethoven wurde von seinen Mitbewohnern angegriffen, ihm wurde der Schwanz abgebissen und er musste operiert werden. Doch dann passierte ein kleines Wunder, für das uns noch heute die Worte fehlen: Eine Dame ließ uns eine Spende für weitere notwendige Bauarbeiten zukommen.

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Das Geld wird für weitere Verbesserungen verwendet, damit das Gehege weiter unterteilt werden kann, um die Hunde zu ihrer Sicherheit voneinander trennen zu können. Unsere Dankbarkeit lässt sich nicht in Worte fassen …!
Dann gab es in dem Shelter 2 alte Container, die als Lagerräume genutzt wurden. Beide waren bereits stark beschädigt und verrostet, sodass durch die kleinen Löcher Mäuse in die Container gelangen konnten, die nicht nur das Hundefutter, sondern auch alles andere, was sich darin befand, annagten oder auffraßen.
Die Container konnten repariert werden und sie bekamen Zementböden – sie sind nun absolut „mäusesicher“ und wir können alles darin lagern: Futter, Medikamente, Textilien ...

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Behandlungen von Mittelmeerkrankheiten und Tierklinikaufenthalte
Es gibt buchstäblich unzählige Hunde, die gegen Ehrlichiose behandelt werden müssen. Dasselbe gilt für die Hunde, die Zylapour (entspricht dem Allopuriol in Deutschland) gegen Leishmaniose bekommen müssen. Auch Herzpatienten sind unter den Hunden. Ein Hund erhält ein spezielles Diätfutter und Medikamente für seine Pancreatitis. 15 Hunde mussten im vergangenen Jahr für Operationen oder zur Behandlung oder auch zur Beobachtung in die Tierklinik.

Pensionskosten
Die Kosten für die Pensionsaufenthalte der ehemaligen Shelterbewohner Rudolph, Elmer, Darling, Meri, Raoul, Maus und Moki wurden bezahlt. Alle sieben Hunde haben inzwischen eine Familie gefunden und leben heute in Deutschland. Socke, Calisi, Allegro, Peregrin, Elliott und Latona leben noch immer in Pensionen. Bis heute sind die Kosten dafür bezahlt worden – und wir hoffen so sehr, dass dies auch so lange so bleibt, wie es für diese sechs Hunde und andere Notfellchen nötig ist.

Kastrationen und Futter
Immer wieder werden Hunde kastriert oder sie brauchen besonderes Futter. Beides kann allein durch Ihre Spenden möglich gemacht werden!

Adoptionen
Dies ist der Teil unserer Arbeit, der uns am allermeisten Spaß macht! Seit wir das „Projekt Rafina“ auf die Beine gestellt haben, haben 37 Hunde ein Zuhause in Deutschland gefunden! Poppy, die auf dem alljährlichen Stray-Sommerfest in Deutschland war, ist noch immer gerührt, wenn sie daran denkt, wie sie dort einige dieser Glücksfellchen wieder in die Arme schließen konnte. Im letzten Jahr durften Moki, Alkis, Elijah, Kholajah, Emil, Adele, Paulchen, Beata, Hotte, Taylor, Maus, Sarah, Sisco, Luna, Samu, Raoul, Buddy-Lina, Beethoven, Happy Sue, Sugarbaby, Mia, Finja, Leyla und Faramir zu ihren Familien fliegen.

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Lisa, Sophie, Lynette and Liya sitzen bereits auf gepackten Koffern und können bald in ihr neues Zuhause.
Es gibt auch ein Adoptionsprogramm für Griechenland. Aber auch das geht nur, weil Sie mit Ihren Spenden das Überleben des Shelters überhaupt ermöglichen! Die griechischen Mitarbeiter tun alles, um auch in Griechenland liebe Familien für die Hunde zu finden. Aber das hier ist eben Griechenland, nicht Deutschland …
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Sachspenden
Mit fast jeder Frachtsendung aus Deutschland oder auch per Post erhalten wir Medikamente, Futter, Halsbänder, Leinen, Leckerchen, Decken, Handtücher, Spielzeug und vieles mehr.

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Es ist so wunderbar, wie weit Liebe und Empathie reichen kann! Glauben Sie uns: Ihre Liebe erreicht uns mit aller Kraft und ungebrochen!

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Oft sind auch Kekse, Schokolade, Süßigkeiten, Tee und andere Leckereien für Menschen in den Paketen. Leider geben uns Vasilis und Poppy nie etwas davon ab. Wir nehmen an, das ist so, weil sich die Menschen selbst viel zu sehr darüber freuen!

Vor zwei Jahren haben wir Ihnen einen Einblick in unsere Welt gegeben, eine furchtbare Realität, die wir mit Ihnen Schritt für Schritt verlassen durften, hin in eine neue Wirklichkeit, in der alles ein bisschen schöner und gerechter ist. Wir müssen nicht länger daran zugrunde gehen, dass unsere Grundbedürfnisse nicht erfüllt werden können und plötzlich ist da auch diese kleine Möglichkeit, eine Hoffnung, die wir nun haben dürfen: vielleicht doch einmal auch eine eigene Familie finden zu können.

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Sie haben uns beigebracht, dass es eben doch Wunder gibt und dass es immer eine zweite Chance gibt.
Wir haben entdeckt, dass es Menschen gibt, die mit ihren Herzen denken und handeln. Wir hoffen, dass Sie immer noch für uns da sind, dass Sie an unserer Seite bleiben!

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In der Mitte des Shelterhofes steht eine alte Bank.

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Vasilis, unser Tierpfleger, hat einen kleinen Tisch davor gestellt. Manchmal, wenn wir unser Futter bekommen haben ...

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... und unsere Zwinger sauber sind ...

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... wenn wir unsere Medikamente erhalten haben, hört man, wenn man mit einer Tasse Kaffee oder einem Glas Wasser auf dieser Bank sitzt, keinen Laut mehr, nur noch die Geräusche der Natur um uns herum.

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Alle sind in diesen Momenten zufrieden – Hunde und Menschen. Bitte, helfen Sie uns, damit uns diese Augenblicke erhalten bleiben und das kleine Glück nicht wieder zerbricht!
Die Hunde von Rafina“

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Update 02.06.2016: Mehr als 45 Welpen fanden in den letzten Wochen Zuflucht im Rafina-Gehege. Acht von ihnen sind Filoumenas Kinder:

Filoumena und ihre acht Babys wurden vor ca. zwei Monaten in Rafina aufgenommen: Vasilis fand Filoumena auf der Straße, als die Babys zwei Tage alt waren  – zu voll ist Rafina bereits, aber Vasilis spürte, dass Mutter und Kinder auf der Straße keine Chance haben würden. Mutter und Babys wurden liebevoll aufgepäppelt und sie entwickelten sich gut.

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Doch seit einigen Tagen machten sie den Tierschützern große Sorgen: Sie wurden immer schwächer und hatten Durchfall. Gestern wurden sie daher in die Tierklinik gebracht. Filoumena musste allein im Gehege zurückbleiben. Poppy schreibt:
Als wir die Welpen in die Box setzten um sie mitzunehmen, leckte Filoumena sie ab. In ihren Augen war Angst und große Sorge zu sehen. Filoumena muss diese Nacht und die nächsten Nächte ohne ihre Kinder verbringen.
Wir hoffen so sehr, dass Filoumena ihre Kinder gesund zurückbekommt …

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Diese acht Welpen sind nicht die einzigen Welpen in Rafina: Mehr als 45 Welpen sind in den letzten Wochen im Rafina-Gehege aufgenommen worden. Sie alle sind auf der Straße zur Welt gekommen, viele von ihnen wurden ohne Mutter gefunden und waren dem Tod ausgeliefert. Es ist ein enormer Arbeitsaufwand und zudem brauchen alle diese Welpen Impfungen und Wurmkuren.

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29.05.2016 - Aus Rafina gibt es Neues zu berichten. Einige Neuigkeiten folgen in Kürze, diese haben wir bereits jetzt für Sie parat:

40 Welpen sind in den letzten Wochen vor dem Gehege ausgesetzt oder dort abgegeben worden. Und es gibt einen Menschen, der sich nicht nur um diese Welpen kümmert, sondern der jeden einzelnen Hund aus dem Rafina-Shelter kennt. Er heißt Vasilis und er ist die Seele von Rafina - seit 17 Jahren, Tag für Tag.

Unser Teammitglied Miriam war in Griechenland und hat ein kleines Portrait geschickt:

VASILIS  – jeden Tag Rafina.

 . . . . . das bedeutet jeden Tag müssen die ca. 170 Hunde im Gehege versorgt werden
 . . . . . das bedeutet jeden Tag verantwortlicher Ansprechpartner zu sein für ein riesiges Einzugsgebiet rund um Rafina. Immer, wenn ein wildlebender Vierbeiner, sei es Hund oder Katze, Hilfe braucht klingelt bei Vasilis das Handy. Manchmal jede Minute und oft muss er dann seine Arbeit im Gehege unterbrechen und fährt los, um ein Tier einzusammeln.
„I`m the animalpolice here in Rafina“ – sagt er mit einem schiefen Grinsen und ich antworte ihm, daß es wohl 5 mal einen Vasilis braucht, um der ganzen Arbeit Herr zu werden.
Die Hunde im Gehege mussten in den letzten 17 Jahren nicht einen einzigen Tag auf ihn verzichten.

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Jeden Tag macht er die Gehege sauber, sorgt für frisches Wasser und Futter, daß die Medikamente verteilt werden. Nebenbei baut er aus den  Materialien, die er zur Verfügung hat, weitere Gehege. Bringt Hunde zum Tierarzt oder begleitet die junge Tierärztin, wenn sie nach Rafina kommt.
Die Liste könnte man noch lange weiterführen – oder wie Vasilis sagt „ I have no normal days“.
Das er immer noch da ist, noch nicht hingeschmissen hat, verlangt mir größten Respekt ab !
Er strahlt eine absolute Ruhe aus, hat einen tollen Humor . . . trotz allem, was ihm jeden Tag abverlangt wird.
Ich habe bei meinen Besuchen nur einen kleinsten Bruchteil dessen gesehen, wie es sein kann, wenn ein fast verhungerter Hund gefunden wird oder wir Welpen aus den Büschen ziehen, die 3 Tage vorher wie Müll dort entsorgt wurden – bei Temperaturen von 30 Grad.
Das sind  alltägliche Eindrücke, mit denen unsere griechischen Tierschützer jeden Tag konfrontiert werden !
Darum wohnt Vasilis mitten in Athen, hat von seinem Balkon direkten Blick auf die Akropolis. Die Fahrzeit nimmt er in Kauf, um zwischendurch auch mal Abstand zu gewinnen, zur Ruhe zu kommen.
Wenn man ihn fragt, was er gerne mag, gerne isst oder trinkt, etwas was er für sich selbst gern hätte – dann wird’s schwierig. Erstmal zählt er nur Dinge auf, welche die Hunde benötigen oder Material, was er braucht. Letztendlich leuchten seine Augen dann doch, als er zugibt, daß er weisse Schokolade liebt.

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Die 40 Welpen ... sie müssen alle medizinisch versorgt werden. Fotos folgen.

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01.04.2016: Es gibt beunruhigende und traurige Nachrichten aus Rafina: Mehrere der Hunde, die außerhalb des Shelters leben sowie Hunde aus der Nachbarschaft wurden in den letzten zwei Wochen erschossen aufgefunden.***01.04.2016, 21.05 Uhr: Wir haben ein Foto von Zenia erhalten.***11.05.2016: Allegro und Zenia sind in einer Pension untergebracht.

Bereits letztes Jahr wurden zwei Hunde außerhalb des Geheges erschossen. Über viele Monate hinweg geschah nichts, auch wenn Vasilis jeden Tag mit bangem Herzen zum Shelter fuhr, immer mit der Angst, weitere Hunde tot vorzufinden.

Es schien zum Glück so, als ob es eine einmalige Aktion geblieben sei, doch leider war die Ruhe trügerisch: Vor zwei Wochen wurden erneut zwei Hunde erschossen. Einer der beiden Hunde gehörte zum Shelter, er lebte außerhalb des Geheges. Da der andere Hund zu einem Schäfer aus der Nachbarschaft gehörte, wurde zunächst  vermutet, dass Unbekannte Schafe stehlen wollten und die Hunde ihnen im Weg waren.
Letztes Wochenende wurden erneut Hunde erschossen, die außerhalb des Shelters lebten: Insgesamt sechs Hunde wurden inzwischen getötet, immer nachts, und immer durch Schüsse in den Kopf.
Vasilis holte daraufhin möglichst viele der Hunde, die außerhalb des Shelters leben, ins Shelter. Doch da die Hunde einen großen Teil des Tages sowie nachts alleine sind, können sie nicht beliebig zusammen untergebracht werden. Zu groß ist die Gefahr, dass es zu Beißereien kommt, wenn die Gruppen neu zusammengesetzt werden.
Drei Hunde blieben daher zunächst außerhalb des Geheges: Dafni-Li, Allegro und Zenia. Dafni-Li wurde inzwischen von Jenny aufgenommen.

Dafni-Li:

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Zenia:

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und ihr guter Freund Allegro:

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leben noch außerhalb des Shelters.Vasilis hat dort für sie ein provisorisch eingezäuntes Gehege errichtet. Bisher wurden keine Hunde erschossen, die in einem eingezäunten Bereich leben … Die Tierschützer hoffen darauf, dass dies so bleibt.
Allegro ist ein besonderer Hund: Vor mehreren Jahren wurde er von einem Auto erfasst, seitdem ist er gehbehindert, und seitdem lebt er friedlich im Außenbereich des Shelters.

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Lange brauchte es, bis er Zutrauen fasste und sich berühren ließ. Mit anderen Hunden ist er nicht zuverlässig verträglich, und daher gibt es keinerlei Chance, ihn ins Gehege zu holen.

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Zenia ist Allegros gute Freundin, sie leistet ihm Gesellschaft.  
Doch die Unterbringung in dem kleinen umzäunten Bereich vor dem Shelter kann nur eine vorübergehende sein: Allegro muss hier weg. Er bräuchte eine gute Pension, in der er nicht den ganzen Tag im Zwinger weggesperrt ist. Und er braucht einen Trainer, der mit ihm arbeitet. Vielleicht resultiert seine Unverträglichkeit auch aus Schmerzen, die Folge seines Autounfalls sind?

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Wir wissen es bisher nicht.
Wir hoffen sehr, dass wir Allegro helfen können. Sobald er gut untergebracht werden kann, wird Zenia ins Shelter ziehen können.

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12.12.2015 Unser heutiges Update ist ein Reisebericht von unserem Teammitglied Miriam Balders, die gemeinsam mit Tina Barwig Poppy und unsere Rafina-Schützlinge besucht hat.

Einmal Rafina und nicht wieder zurück !

Ich war mir immer sicher, dass es keine Option für mich ist, selbst nach Griechenland zu fliegen!
All das Elend auf Bildern zu sehen ist schon schlimm – aber Auge in Auge?
Trotzdem war ich da und ich will wieder hin – so oft es geht!
Mein Horror vor der Reise war an erster Stelle Rafina geschuldet und der Situation auf der Straße.
Dann die erste Fahrt zum Shelter . . . .

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Ein holpriger Weg durch Felder, Olivenbäume bis zu dem Punkt wo du beginnst, sie zu fühlen, dann zu hören und zu riechen. Kaum steht das Auto bist du umringt von den Hunden, die „draußen“ leben.
Sie wissen genau, dass Poppy immer was im Auto hat und fordern ihr Recht ein, bevor sie den Weg zum Eingang freigeben.
Poppy hat gesagt, der erste Tag ist der „Liebetag“ für jeden Neuen in Rafina und drei Minuten später habe ich den ersten von 11 Puppies auf dem Arm. Die Tierärztin ist da und wir chippen und impfen alle durch – sortieren uns durch das Gewusel von winzig bis klein. Nach dem vierten bin ich voll mit Pipi und sonstigem und habe das Gefühl ein breites dümmliches Lächeln im Gesicht zu haben.

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Anschließend lerne ich alle kennen, die etwa 135 Seelen von Rafina. Und das sind sie: wunderbare Seelen unterschiedlichster Farbe, Größe, Rasse und Persönlichkeit.

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Die Bedingungen sind schwierig, es fehlt an so vielem!
Aber die Stimmung ist einzigartig!!!
Ich hatte Angst und wundere mich selbst über meine Empfindungen; frage mich, ob es okay ist, sich wohl zu fühlen?!
Es ist auf jeden Fall okay – denn etwas gibt es auch ohne das dringend notwendige Geld – Zuneigung, Liebe und Respekt!

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Vasilis ist seit 17 Jahren für sie da – jeden einzelnen Tag! Ich habe Poppy gefragt, was passiert, wenn er krank ist?
Gott sei Dank musste bisher noch nie eine Antwort gefunden werden, denn er ist immer da!
Er füttert sie, reinigt die Gehege, gibt die Medikamente, bringt sie zum Arzt und trotzdem ist immer irgendwie Zeit für Ruhe, Spielen, gutes Zureden, Streicheleinheiten. Kleine Raufereien und auch größere Konflikte müssen im Auge behalten und geklärt werden – unendlich viel Arbeit ohne absehbares Ende und dieser Mann ist der klare Boss und Dreh – und Angelpunkt dieser Hunde!
Er kriegt sie alle: die ängstlichen, die Dominanten, die aggressiven. . . . .

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Ich bin zutiefst beeindruckt von Vasilis, der seinen Humor und seine Geduld nicht verloren hat!
Ich bin sicher, dass die Stimmung dort ihm zu verdanken ist !
Die Hunde spüren, was sie ihm bedeuten und das er ihnen Sicherheit gibt. Oft ist es nahezu ruhig mitten in Rafina – bis auf die klassische Musik, die er den Puppies vorspielt! Und sie finden es toll!

Ich will hier keinen falschen Eindruck hinterlassen!
Das Rafina Shelter hat unendlich viele Bedürfnisse, ist in einem schlechten Zustand, es gibt Arbeit Arbeit Arbeit!

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Die notwendigen Anschaffungen, Medikamente, Behandlungen, Kastrationen, Futter sind ein finanzielles Fass ohne Boden!

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Aber es ist mir ein dringendes Anliegen, auch die andere Seite zu zeigen!
Jetzt habe ich die Bilder zu den Erzählungen von Tina und empfinde wohl ähnlich wie sie.
Am Abend vor der Abreise war mir klar: ich habe mich auf eine gewisse Weise in Rafina verliebt!

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Wenn Sie unseren Rafina-Notfellchen helfen möchten, finden Sie hier unser Spendenkonto Stichwort "Rafina" oder einfach über PayPal.

Alle Hunde, die sie auf unseren Fotos sehen, warten darauf, "entdeckt" zu werden. Sie alle wären überglücklich, ein eigenes Körbchen beziehen zu dürfen und geliebt zu werden.

Egal, ob Sie einen Hund "mit Nummer" finden, oder einen Hund, der auf einem unserer vielen Rafina-Fotos zu sehen ist und Ihr Herz erreicht, schreiben Sie uns.

 

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Update 25.11.2015 Die traurigen Augen und die Sehnsucht nach einem Zuhause sind allgegenwärtig. Es ist ein Ort, der tief berührt und den man nie mehr vergißt. Doch es ist auch ein Ort der Hoffnung, denn es hat sich so viel verändert, seit wir uns im Sommer des letzten Jahres entschlossen haben, hier zu helfen. Unsere Bilanz der letzten Wochen .... 

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Alle Hunde wurden gechipt und zweimal geimpft. Dies ist ein großer Erfolg, denn viele Hunde sind früher gestorben, weil kein Geld für die lebenswichtigen Impfungen zur Verfügung stand.

Auch jeder Neuankömmling erhält eine Impfung, Welpen, sobald sie das impffähige Alter erreicht haben.

Am vergangenen Montag wurden 300 Metallplatten gekauft, um die Außenseiten des Geheges und die Zäune zwischen den Zwingern sicherer zu machen.

Früher gab es oft Kämpfe zwischen den Hunden, da eine große Unruhe herrschte. Der Hund, der attackiert wurde, wich an den Zaun zurück und wurde von der anderen Seite des Zauns ebenfalls schwer verletzt.

Dies wird nun durch die Metallplatten verhindert.

Viele Sachspenden konnten weitergeleitet, Paletten mit Futter bestellt und mit Medikamenten geholfen werden.

Auch untereinander ist die Hilfe groß,so haben auch unsere Tierschützer aus dem Furever-Land-Gehege Stoffplanen zur Zaunverkleidung mitgebracht und gemeinsam mit unseren Teammitgliedern aus Deutschland den Sichtschutz angebracht. Ein großer Sicherheitsfaktor für die Hunde.

 

Unsere griechische Tierschützerin Poppy schreibt:

It's a fact that when one works for a greek shelter, it's like making a big commitment with needs that never end and pain that has to face almost every day. But when I see the boxes, I touch the blankets I think how far the warmth of love can travel. Believe me it can travel far and is still warm. When I think of the vaccinations, the therapies, the dogs who are adopted, some who are in pensions, the ones who have a chance to find a family, the therapies we do in the shelter I believe that heaven opened for these poor souls. Still the smell of Kholaja is in my house and now Kholaja is with her family and so many other dogs. It's a team work indeed but to be honest we could not do much if you weren't in the front.

 

Wenn man für eine griechisches Tierheim arbeitet, ist es eine große Verpflichtung mit Bedürfnissen, die niemals enden und Schmerzen, mit denen man fast täglich konfrontiert wird. Aber wenn ich die Kartons sehe, wenn ich die Wolldecken berühre, denke ich, wie weit die Wärme der Liebe reisen kann. Glaubt mir, sie kann weit reisen und ist noch immer warm. Wenn ich an die Impfungen und die Therapien denke, an die Hunde, die adoptiert werden, einige, die in Pensionen sind und an diejenigen, die eine Chance haben, eine Familie zu finden, die Therapien, die wir hier im Tierheim machen,  dann glaube ich, dass sich der Himmel für diese armen Seelen geöffnet hat. Immer noch ist der Geruch von Kholaja  in meinem Haus und jetzt ist Kholaja bei ihrer Familie und so viele andere Hunde auch. Es ist eine Teamarbeit in der Tat, aber um ehrlich zu sein, wir könnten nicht viel tun, wenn Sie nicht für uns da wären (damit sind Sie, liebe Paten und Spender gemeint).

 

Nachfolgend finden Sie einige Fotos, die unser Teammitglied Simone Haeger vor einigen Tagen bei Ihrem Besuch im Rafina Gehege aufgenommen hat.

 

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Nasen drücken sich durch Zäune, Pfoten möchten festhalten und traurige Augen sagen: "Bitte, nimm' mich mit, geh' nicht weg ...!"

 

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Jede Berührung, jede liebevolle Geste wird unendlich dankbar angenommen ...

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Solche Momente sind für die Rafina-"Bewohner" unendlich kostbar und sie können gar nicht genug davon bekommen.

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... all diese wunderbaren Tiere wünschen sich ein Zuhause

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Das ist "Calisi", ein Pointermädchen, auf einem Auge blind. Ihren Namen bekam sie von Simone Haeger. Noch hat Calisi keinen eigenen Beitrag, doch auch sie braucht dringend Hilfe.

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Kein weiches Hundekörbchen, dennoch ein kostbares Gut für ein Notfellchen aus dem Gehege.

 

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In diesen Augen ist kein Glanz zu finden, Blicke voller Hoffnungslosigkeit und doch wären wir so glücklich, wir dürften diesen Hunden einen Platz in unseren Glücksgeschichten geben.

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Wunder erhofft ....

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Und so sieht es aus, wenn Material für den Zaun im Anflug ist :-)

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Bitte, helfen Sie den Notfellchen von Rafina auch weiterhin. So viele Hunde benötigen noch aktuelle Blutbilder und Therapien, der Winter steht vor der Tür, nasse, kalte Regentage, wo alle Hunde geschützte Plätze benötigen. Und sie brauchen ein Zuhause.

Wenn Sie auf der Suche nach einem neuen Familienmitglied sind, finden Sie vielleicht hier

 

Geblieben, aber überarbeitet, wurden die drei Beiträge mit den Einzelfotos der Hundeseelen: Hier geht es zu den Hunden:

1- 50, 51-100, 101-152

 

Ihr neues Hundekind.

 

 

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Im Sommer 2014 ahnten wir nicht, dass wir mit „200 weiteren Hunden im Gepäck“ von unserer Griechenlandreise zurückkommen würden.

Wir hatten einige Tage in und um Athen verbracht, hauptsächlich um uns das ins Auge gefasste Grundstück für das jetzige Furever-Land anzusehen, aber auch um so viele unserer Tierschützer und unserer Schützlinge zu treffen, wie möglich.
Wir hatten also, wie man so schön sagt: ein volles Programm und den letzten Abend / die letzte halbe Nacht verbrachten wir mit Poppy in einer Taverne, irgendwo in Attika am Meer.
Poppy hatte ein wichtiges Anliegen, worüber sie mit uns sprechen wollte.
Ein wenig „erschlagen“ waren wir, als wir dann hörten, dass unweit von uns ein Gehege existierte, wo sich um die 200 Hunde vor Hunger gegenseitig angreifen sollten. Eine grausame Vorstellung.
So kreisten alle Überlegungen erst einmal darum, wie man Futter für diese armen Hunde beschaffen könnte. Hier muss man wissen, dass nicht nur das Futter sehr viel Geld kostet, sondern die Frachtkosten pro Palette mit einer Spedition schnell in die Hunderte gehen.
Allerdings war uns auch klar, dass wir nicht mit dem Gedanken würden leben können, nur etwas für den augenblicklichen Hunger zu tun und diese 200 armen Geschöpfe ansonsten völlig ihrem Elend zu überlassen.

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Von daher fiel sehr schnell die Entscheidung, diesen Hunden auch die Chance auf ein glückliches Leben geben zu wollen und sie zumindest mit einem, oder wenigen Fotos vorzustellen und ihnen zu helfen, so wie es neben allen anderen Notfällen und Projekten überhaupt noch möglich war.

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Wie es dann weiterging, erzählt Poppy:
Als wir uns an dem Abend in der Taverne darüber unterhielten, ahnte niemand, was für ein umfangreiches Objekt sich daraus entwickeln würde, welchen enorme Arbeitsaufwand und welch psychische Kraft dies fordern würde.
In der Nacht, als wir uns voneinander verabschiedeten, wußten wir nicht, was wir mit unserem Mitgefühl und harter Arbeit würden erreichen können.

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Doch wenn man einen Berg besteigen will, ist es wichtig, den ersten Schritt zu tun. Und diesen Schritt hatten wir in dieser Nacht getan,
Viele Schritte sollten folgen und viel sollte bewegt werden.

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Ich möchte aufzeigen, was wir bisher gemeinsam erreicht haben und was es für die Tiere bedeutet:


Kastrationen und Behandlung von Mittelmeerkrankheiten:
Das „Kastrationspaket“ beinhaltet einen allgemeinen Bluttest, der uns Auskunft darüber gibt, ob ein Tier erkrankt ist oder operiert werden darf.
Außerdem beinhaltet es zwei Tage Unterkunft in einer Klinik sowie einen Test auf Leishmaniose und Ehrlichiose.

Eine große Anzahl der Hunde, deren Blut untersucht wurde, hatte Ehrlichiose, eine Krankheit, die durch Zecken ausgelöst wird.
Die meisten Hunde, die für eine Kastration vorgesehen waren, mussten also vorher behandelt werden.
So bekamen sie die Chance dazu.
Ehrlichiose ist eine gefährliche Krankheit, die man aber behandeln und somit den Tod der Tiere vermeiden kann.
Ich glaube, dass einige Hunde nur wegen unseres Kastrationsprogramms überlebt haben.

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Der Grund für Kastrationen besteht natürlich in erster Linie darin, zu vermeiden, dass weitere arme Geschöpfe das Licht der Welt erblicken und meist elendig zu Grunde gehen; ein weiterer wichtiger Grund ist aber auch der, dass die Rivalität unter den Rüden minimiert wird und Hundekämpfe um läufige Hündinnen vermieden werden. Nicht selten werden bei solchen Kämpfen die schwächsten Rüden totgebissen.
Der Leishmaniose-Test im Kastrationspaket lässt erkennen, ob ein Hund einen Titer hat und wenn ja, zu entscheiden, welche Behandlung erforderlich ist.
Außer den allgemeinen Bluttests, die das Kastrationspaket beinhaltet, wurden zusätzlich 25 Tiere weitergehend untersucht.
Viele Hunde wurden und werden auf Ehrlichiose behandelt. Viele Hunde nehmen Zylapour, eine konservative Behandlungsmethode der Leishmaniose.

Cosmo, Kallioe, Rudolph wurden vor dem Tod gerettet. Leider hat es Winston nicht geschafft, obwohl alles getan wurde, ihm zu helfen.
Meri, Kholaja werden von Fachärzten behandelt.
Elijah erhielt Spezialfutter und auch ihm geht es besser.

Pensionsplätze

Für 10 Hunde, die Rafina verlassen durften, wurden zuvor Unterbringungskosten aufgebracht. Einige davon sind schon zu ihren Familien geflogen, andere warten noch auf Pensionsplätzen.

 

Baumaßnahmen:

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Wir konnten Metallabsperrungen kaufen, um die Hunde voneinander zu trennen und zu schützen.

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Vorher:

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Nachher:

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Im Tierheim konnten neue Käfige gebaut werden, so dass alle Welpen und fast alle Hunde innerhalb des Tierheims leben können.

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Es wurde begonnen, den Zaun, der sich um das Tierheim herum befindet, mit Sichtschutzplanen zu verkleiden.

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Hier danken wir auch dem Furever-Land-Team für Unterstützung und auch unserem deutschen Team für die tatkräftige Hilfe.
Diese Baumaßnahme ist sehr wichtig, damit die Leute den Hunden keine Nahrung ins Gehege werfen und so erbitterte und blutige Kämpfe um das bisschen Futter auslösen, aber auch, damit die Menschen keine Löcher in die Zäune schneiden, um vor allem Jagdhunde zu stehlen und zu verkaufen.
Es wurden neue, getrennte Bereiche geschaffen, wo die kranken Tiere Schutz finden und Tiere, die eine besondere Behandlung benötigen, sie hier bekommen können.
Wir hoffen, dass in Zukunft die Möglichkeit besteht, die Hunde durch weitere Metallzäune zu schützen, mehr Material für den Sichtschutz für die Außenzäune zu bekommen, sodass man von keiner Seite mehr ins Gehege hinein schauen kann.

Hier kann von außen noch ins Gehege gesehen werden:

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Wir hoffen darauf, neue Gehege zu schaffen, damit die Gruppen innerhalb der einzelnen Gehege kleiner und damit verträglicher werden.
Und wir wünschen uns Dächer, damit wir die Tiere vor Regen, Schneefall und Hitze schützen können.

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Lebensmittel

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16 Paletten mit Tiernahrung und Tierbedarf haben wir von Euch erhalten. Die Hunde werden in der Regel von der Gemeinde versorgt, aber Welpenfutter, Nassfutter und spezielle Nahrung müssen zugeführt und gekauft werden.


Welpen
Viele Welpen werden am Tierheim ausgesetzt oder in den Straßen manchmal verlassen oder mit Mutter und Geschwistern aufgefunden.
Als das Projekt begann, waren die Welpen in Käfigen vor dem Tierheim untergebracht.
Die meisten Welpen starben an Typhus innerhalb der ersten 2 – 4 Wochen.
Es ist so schlimm, Welpen sterben zu sehen, diese kleinen Schätze, die zum Leben geboren wurden und hilflos ihren letzten Atemzug nehmen.
Jetzt werden die Welpen ins Tierheim gebracht, neue Käfige wurden gebaut.

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Sie werden schnellstmöglich geimpft.
30 Welpen wurden bisher geimpft, mit dem Ergebnis, dass wir im Jahre 2015 nur sehr wenige Welpen verloren haben.

Für weitere 100 Impfungen haben wir Spenden erhalten, weitere werden folgen.
Wir haben ein kleines Kinderland in Rafina!

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Adoptionen
Billy, Rocky, Lucky, Spooky, Hope, Lillifee, Estelle, Sanja, Roberta, Till, Tiny Tim, Leandra, Cosmo, Rudolph, Darling … sie haben bereits ein Zuhause oder eine Pflegefamilie in Deutschland gefunden.
Das ist das schönste „Geschenk“ von allen, zu sehen, wie ein Hund in eine glückliche Zukunft reist.
Auch das war nicht so einfach, denn die meisten Hunde im Gehege brauchen besondere Pflege, physisch und psychisch.
Jede Vermittlung dieser Hunde bedeutet eine große Anstrengung für alle Beteiligten, die nicht in Worte gefasst werden kann.
Ich empfinde großen Respekt vor den Familien, die einen Hund aus dem Gehege adoptiert haben und segne sie alle.

Aber alle Hunde können nicht in Deutschland adoptiert werden. Jetzt, wo sich die Hunde in einem besseren Zustand befinden, starten wir ein Programm für Adoptionen in Griechenland.
Die Adoptionen werden auf legale Weise mit Vertrag und Microchip durchgeführt, und wir testen die Familien so gut wir können.
Wir hatten in euch sehr gute Lehrer.

Wenn ich einen armen kranken oder verletzten Hund aus dem Gehege hole, dessen Seele voller Narben von Misshandlungen und Leid sein müssten, empfinde ich es immer wieder wie ein Wunder, wenn diese Geschöpfe sich von einem traurigen Häufchen Elend zu einem strahlenden Hund verwandeln, obwohl wir uns kaum 200 m vom Gehege entfernt haben.
Sie verwandeln sich zu einem völlig anderen Hund, mit dankbaren Augen, die wieder glänzen und bereit sind, Vertrauen und Liebe zu geben.

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Während der Zeiten, die ich im Tierheim bin, durchlebe ich eine ganze Skala von Gefühlen.
Leider spüre ich immer noch Trauer und Verzweiflung, wenn ich Fotos von den Welpen mache und die Stimmen der Hunde höre, die eine Berührung, eine Hoffnung, einen Tag ohne Schmerzen herbei sehnen und mehr Zuwendung brauchen, als ich geben kann.
Dann treffe ich wieder gut bekannte nasse Nasen, die mich begrüßen oder sehe einen Hund, der eine Therapie erhalten hat und schon viel besser aussieht.
Sie sind lebendig, wedeln mit dem Schwanz, das gibt Hoffnung.

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Manchmal verliere ich mich in ihren Augen: Ich will weglaufen, aber ich kann nicht.

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Stattdessen sitze ich zwischen ihnen und sie helfen mir, zu erkennen, warum das Leben so kostbar ist, lecken mich, berühren mich, drücken auf  ihre Weise Liebe und Dankbarkeit aus.

Bin ich mit dem, was bisher im Tierheim erreicht wurde, zufrieden?
Ich habe keine klare Antwort. Meist habe ich das Gefühl, dass alles, was ich mache, nicht genug ist. Aber ein Blick auf diese Liste sagt mir, wieviel getan wurde.
Vielleicht können wir sie nicht alle retten, aber viele von ihnen und jeder macht bereits den Unterschied.

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Vielen Dank für Eure Hilfe!
Ohne Euch hätten diese wunderbaren Hunde keine Chance.
Herzliche Grüße
Poppy

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Liebe Leser, dieser Beitrag löst den alten Rafina-Beitrag ab.

Geblieben, aber überarbeitet, wurden die drei Beiträge mit den Einzelfotos der Hundeseelen: Hier geht es zu den Hunden:

1- 50, 51-100, 101-152

Viele Gesichter hinter der ursprünglichen Zahl sind geblieben, neue sind hinzugekommen. Einige Hundeseelen haben es nicht geschafft - sie haben ihren Platz in einem eigenen Regenbogenbrücke-Beitrag gefunden.

Andere haben ein Zuhause in Griechenland gefunden.

Die Hunde in Rafina brauchen weiterhin unsere Hilfe - viel wurde geschafft, doch noch ein weiter Weg liegt vor uns:

Spendenkonto - Betreff: Rafina

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