Glücksgeschichten
Chocolate – wenn die Seele leise stirbt

* ca. 2005 - männl. - Athen
22.01.2012 Chocolate wurde von seiner Familie am Münchner Flughafen abgeholt. Ein ganz besonderes Happy End!
Ansprechpartnerin Adoption: Rosemarie Völker
Ansprechpartnerin Pflegestelle: Gaby Nüssle
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Rückblick auf Chocolates traurige Vergangenheit:
24.11.2011: Er kennt es nicht, geliebt zu werden. Er weiß nicht wie es sich anfühlt, liebevoll und umsorgt inmitten einer Familie zu leben. Alles, was Chocolate kennt, ist diese quälende Sehnsucht in der Seele ... der Schmerz, der auf die Erkenntnis folgt, unerwünscht auf dieser Welt zu sein.
Hallo,
Am Sonntag waren wir mit Chocolate bei Rania, um endlich definitiv sagen zu können, ob und wie sich Chocolate mit anderen Hunden verträgt.
Er verhält sich sowohl Rüden als auch Hündinnen gegenüber tolerant und freundlich. Er nähert sich ihnen, schnuppert und dann geht er weiter.
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Normalerweise hat Chocolate kein Interesse daran zu spielen, aber bei Rania reagierte er auf einige Hunde sehr begeistert, vor allem eine kleine braune Hündin hatte es ihm angetan und er verhielt sich so, als wolle er sie zum Spielen auffordern.


Grundsätzlich möchte Chocolate immer ganz nahe bei Menschen sein. Er ist sehr menschenorientiert.


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Kleine Hündinnen findet er interessant, auch hier verhielt er sich freundlich. Mit kleinen Rüden konnten wir ihn leider nicht testen.
Katzen interessieren ihn überhaupt nicht. Er schnuppert an ihnen, dann dreht er ihnen den Rücken zu um zu sehen, wo wir sind … er geht uns dann hinterher und lässt die Katzen unbeachtet zurück.
Wir haben Chocolate gebürstet und seine Krallen geschnitten, aber das hat ihn überhaupt nicht beeindruckt oder gestört. Er verhielt sich während der Prozedur völlig ruhig und gehorsam.

Wir können also sagen, dass Chocolate in ein Zuhause mit Katzen und durchaus mit anderen ruhigen und nicht dominanten Hündinnen oder Rüden könnte. Aber wie wir es bei allen Hunden sagen: Er braucht seine Eingewöhnungszeit, um sich mit der neuen Umgebung und den neuen Lebensumständen vertraut machen zu können und die Hunde sollten in der ersten Zeit nicht unbeobachtet sein. Auf jeden Fall sind Menschen mit Hundeerfahrung gefragt, die mit einem dominanten Rüden umgehen können.
Wir sind erleichtert und positiv beeindruckt, wie wunderbar sich Chocolate verhalten hat und hoffen, dass er nun endlich ernsthafte Chancen hat, dem elenden Zwinger zu entkommen.


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Unsere griechischen Kollegen schreiben:
Wir haben Chocolate im Zwinger besucht – es hat uns das Herz gebrochen. Er wird alt, er ist 6 oder 7 Jahre alt. Obwohl er niemals ein schönes Leben führen durfte, ist er ein liebenswerter Kerl. Er schaut uns direkt in die Augen, in ihnen ist Verzweiflung zu lesen und die Sehnsucht nach Liebe und streichelnden Händen.

Chocolate hat keine Lebensfreude mehr. Er ist nicht aufgeregt, er hat keine Vorfreude mehr, es ist so, als ob er es aufgegeben hat, auf etwas zu warten. Es scheint, dass er sein Schicksal angenommen hat.

Chocolate ist ein sehr menschenbezogener Hund. Als wir ihn besucht haben, sind wir mit ihm spazieren gegangen, wir sind mit ihm gelaufen, haben ausprobiert, wie er auf andere Hunde reagiert und auf Menschen. Andere Hunde kümmern ihn überhaupt nicht und er hat keinerlei Interesse, sich ihnen zu nähern. Es ist seltsam, aber er möchte noch nicht einmal an ihnen schnuppern.
Manchmal wirkt er nervös, wenn wir uns anderen Hunden nähern. Er hat sein ganzes Leben mit so vielen verschiedenen Hunden zusammen sein müssen … das Einzige, was Chocolate möchte, ist ganz nah bei einem Menschen zu sein und dessen Zuwendung spüren zu dürfen.

Als wir mit ihm spazieren gingen, hielt Louisa ihn an der Leine. Chocolate blieb ganz dicht neben ihr, er ging nicht einen einzigen Schritt vor ihr. Er war ihr ergeben, schaute ihr in die Augen, befolgte jede Anweisung, akzeptierte jede Verbesserung und versuchte zu verstehen, was auch immer sie von ihm wollte.
Chocolate ist ein Hund, der noch erzogen werden muss, das ist klar. Er hatte nie die Chance, zu lernen, weil er fast sein gesamtes Leben im Zwinger oder auf der Straße verbringen musste. Aber er möchte es mit seinem ganzen Herzen, und er wird ein hingebungsvoller und eifriger Schüler sein.

Als unser Verein Chocolate übernommen hat, hatten wir vom vorherigen Pensionsbesitzer gehört, dass Chocolate als Streuner auf der Straße angeblich einen anderen Rüden angefallen haben soll. Wir wissen nicht, wie damals die Umstände waren. Aber wir wissen, dass Chocolate ein Hundesenior ist, mit ergrautem Fell unter seinen Augen und ohne jedes Anzeichen von Aggression. Wenn wir andere Hunde in seine Nähe bringen, dann fühlt er sich unbehaglich, verwirrt und verlegen … er dreht sich dann um und geht in die andere Richtung. Alles was Chocolate möchte, ist eine ruhige Umgebung und Menschen in seiner Nähe.


Chocolate sollte nicht in eine Familie mit einem anderen Hund, vor allem nicht mit einem Rüden. Denn Rüden sind ihm unangenehm. Aber die Familie hätte niemals ein Problem, wenn sie mit Chocolate spazieren geht und anderen Hunden begegnet.
Chocolate ist ein stolzer, wundervoller, menschenbezogener Hund, der sein gesamtes bisheriges Leben in Einsamkeit leben musste. Wir möchten ihm helfen, dass er den Rest seines Lebens glücklich und in Würde leben darf.

Chocolate selbst scheint die Hoffnung darauf aufgegeben zu haben. Seine Augen blicken traurig … ein liebes Wort und eine Umarmung von fremden Menschen … mehr erwartet er nicht mehr. Aber wir möchten mehr für ihn. Wir möchten, dass er endlich die Liebe und die Zuwendung bekommt, die ihm sein ganzes Leben lang vorenthalten wurde.

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Juli 2011:
Chocolate ist nicht unvermittelbar, im Gegenteil ... er sehnt sich nach Liebe und er hat sich als souverän, tolerant und ausgeglichen gezeigt. Seine Mimik, seine Augen, seine Körperhaltung sprechen Bände: Dieser Hund sehnt sich unendlich danach, endlich angenommen zu werden. Nach so vielen Jahren des Ausgegrenztseins ...
Unsere griechischen Kollegen schreiben: Wir hatten mit Chocolate eine Trainingsstunde beim Hundetrainer. Chocolate hat uns mit seiner Persönlichkeit unglaublich beeindruckt.
Wir hatten ja zunächst den Eindruck (bzw. es wurde uns erzählt), dass er anderen Hunden gegenüber aggressiv sei. Also gingen wir mit ihm, der Trainerin und anderen Hunden (Hündinnen und Rüden) spazieren, um herauszufinden, ob dies wirklich so ist. Nachdem Chocolate die anderen Hunde beschnuppert hatte, hat er sie komplett ignoriert!!! Das zeigt, dass er weder mit anderen ruhigen und nicht dominanten Rüden noch mit Hündinnen ein Problem hat.
Wir sind sehr glücklich darüber und wir sind stolz auf Chocolate!!
Vielleicht war Chocolate in seiner Vergangenheit ja auch mal das Alphatier in seinem Rudel. Wir werden daher auf jeden Fall weiter nachforschen und neue Situationen ausprobieren. Wir werden überprüfen, wie er mit kleineren und mit größeren Hunden klarkommt, ob er futterneidisch ist etc.
Auf jeden Fall braucht Chocolate ganz dringend ein richtiges Zuhause. Wir denken, es wäre besser, wenn er Einzelhund wäre, damit er all die Liebe uneingeschränkt genießen kann, auf die er so viele Jahre verzichten musste.
Chocolate ist ein ruhiger, süßer und wunderschöner Hund, der trotz seines guten Wesens mehr als drei Jahre im Zwinger verbringen musste, ohne dass sich jemand auch nur im Geringsten für ihn interessiert hätte.
Liebe Leser: Chocolate hat sein ganzes Leben nachzuholen. Wir suchen liebevolle Menschen mit Hundeerfahrung, die Chocolate dabei begleiten, das Leben zu entdecken.
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12. Juni 2011: Drei Jahre saß er einsam und verlassen in einem Zwinger ... er wurde aufgegeben. Nun hat Chocolate die Chance auf ein neues Leben. Er wird sie ergreifen, wird sind sicher. Liebe Leser, Sie haben ihm dies ermöglicht!
Chocolate wurde in einer anderen Tierpension untergebracht, und die Pensionsinhaberin hat viel Gutes über Chocolate zu berichten: Sie beschreibt Chocolate als einen sehr zarten und empfindsamen Hund. Er bellt nicht im Zwinger und wenn er außerhalb des Zwingers ist, dann verträgt er sich sehr gut mit Hündinnen. Er provoziert keine anderen Hunde, indem er sich z.B. deren Zwingern nähert. Er hat eine große Sehnsucht danach, zu einem Menschen zu gehören. Der Pensionseigentümerin schaut er jedes Mal in die Augen, wenn sie in seiner Nähe ist und er bleibt an ihrer Seite.
Der Besitzer der Pension, in der Chocolate zuvor untergebracht war, berichtete ja, dass Chocolate dominant sei, wenn es Futter gibt, und dass er schlechte Erfahrungen mit Rüden gemacht habe. Unsere griechischen Kollegen werden dies testen, wenn sie Chocolate einem Hundetrainer vorgestellt haben.
Wir hoffen sehr, dass er mit unser aller Hilfe ein wenig Glück erfahren darf. Er hat mehr als drei Jahre im Zwinger gelebt, es war ein elendig trauriges Leben für ihn. Liebe Leser, dank Ihrer Hilfe hat Chocolate diese Chance auf ein neues Leben erhalten!
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21. Mai 2011: Chocolate- es ist, als wiederhole sich das Schicksal Aislings
Drei Jahre saß Chocolate im Zwinger einer Tierpension. Drei trostlose Jahre ohne Zuwendung und Liebe, es war ein Ausharren mit täglich verschwindender Hoffnung auf Änderung…
Nun soll Chocolat zurück auf die Straße, denn der betreuende Verein sieht keine Vermittlungsmöglichkeit für Chocolat. Wo soll Chocolat hin? Der Zwinger ist trostlos und deprimierend … aber er bietet Schutz vor der Witterung und vor Menschen, ausreichend Futter, frisches Wasser und Sicherheit. Dieser Zwinger ist alles, was Chocolat hat. Wir brauchen Ihre Hilfe!
Für Chocolate suchen wir dringend Paten und einmalige Spenden, damit Chocolate eine Zukunft bekommt.
Unsere Athener Kollegen schreiben: Vor einer Woche haben wir die Tierpension besucht, in der Aisling untergebracht war. Wir entdeckten dort einen Hund, der dort seit drei Jahren lebt: Chocolat.

Er wurde von einigen Tierschützern betreut, denen es in den drei Jahren nicht gelang, ein Zuhause für Chocolate zu finden.
Der Besitzer der Pension erzählte uns, dass die Tierschützer Chocolate von der Straße geholt hatten, weil er dort einen kleinen Rüden angegriffen hatte. Die Anwohner wollten Chocolate daraufhin töten.
Chocolate lebt gemeinsam mit zwei Hündinnen in einem Zwinger und versteht sich gut mit ihnen. Er wird eifersüchtig, wenn die beiden Hündinnen bei den seltenen Besuchen der Tierschützer umarmt und geknuddelt werden und er zusehen muss.
Wer will es ihm verdenken, nach einem Leben ohne jede Liebe … Menschen gegenüber zeigte sich Chocolate immer freundlich.

Weil die Tierschützer, die Chocolat bisher betreuten, ihn wegen seines Angriffs auf den kleinen Rüden nicht vermitteln können, haben sie ihn nun aufgegeben.
Sie können die Pensionskosten nicht weiter finanzieren … sie zahlen Monate über Monate, Jahre über Jahre, ohne Aussicht auf ein Ende. 120 € jeden Monat, privat finanziert. Also haben sie beschlossen, Chocolate wieder dort auszusetzen, wo er im Jahr 2008 gelebt hat …

Wir haben überlegt, dass wir ihm die Chance geben sollten, in einer Familie zu leben, die Hundeerfahrung hat, die mit ihm arbeitet und ihn konsequent erzieht.

Chocolate hatte niemals die Chance, etwas zu lernen.
Er hatte niemals die Chance seine guten Seiten zu zeigen. Und er hatte niemals in seinem Leben jemanden, der sich mit ihm näher beschäftigte und versuchte herauszufinden, ob er grundsätzlich unverträglich mit Rüden ist oder ob er einfach nur einen Menschen an seiner Seite braucht, der ihm Sicherheit vermittelt.

Er ist ein so wunderschöner Hund mit seinem langen, dichten rotbraunen Fell.
Wir haben überlegt, ob wir ihn in einer Tierpension unterbringen können, in der bereits einige unserer Schützlinge leben. Die Besitzerin ist Hundetrainerin und könnte Chocolate helfen, indem sie ein wenig mit ihm trainiert.
Aber: Wir können dies im Moment leider nicht machen, denn wir schulden dieser Besitzerin sehr viel Geld für die Pensionskosten unserer Hunde. Sie akzeptiert zur Zeit keinen weiteren Hund von uns, bevor wir nicht unsere Schulden beglichen haben.
Glaubt ihr, dass es die Möglichkeit gibt, eine passende Familie für Chocolate zu finden?
Liebe Leser: Für Chocolate suchen wir Menschen mit Hundeerfahrung und wir benötigen Spenden, um seinen Aufenthalt in einer Tierpension zu ermöglichen.
Unsere griechischen Kollegen haben selber Schulden ... doch sie können an Notfällen wie Chocolat nicht vorbeigehen. Sie können nicht ignorieren, was an Leid um sie herum geschieht.
Sie bewältigen bereits so Vieles mit ihrem eigenen Einkommen ... es sind Bedingungen, die für uns in Deutschland unvorstellbar sind.







