Glücksgeschichten

Velos "Glücksgeschichte" berührt uns sehr .....

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Was dieser arme Kerl Schreckliches durchlebt hat, können wir nur erahnen, denn wir kennen nur einen Teil seiner traurigen Geschichte ...

Als wir von ihm erfuhren, drohte sein gebrochenes Beinchen abzusterben und sein Körper war von Stahlkugeln durchsiebt .....

Nun darf er ein neues Leben beginnen, wenn gleich die Schatten der Vergangenheit noch schwer auf seiner Seele lasten. Velos hat eine liebevolle, geduldige Familie gefunden, die ihm helfen wird, auch das zu überwinden.

Freuen Sie sich mit uns

 

Update Juli 2010

Mir geht es so richtig gut und ich fühle mich in meinem neuen zuhause ziemlich pudel-, nein labradorwohl! Meine Familie sagt, ich sei ein echter Schatz und sie wollen mich nicht mehr hergeben. Ganz besonders freuen sie sich, wenn ich mal wieder eine Portion Clown zum Frühstück hatte und mich für sie zum Affen mache. Die können garnicht genug davon bekommen. Ich sei ein fröhliches Kerlchen, sagen sie.

Einmal in der Woche machen wir jetzt immer einen Ausflug zur Physiotherapie und zum Unterwasserlaufband. Das glauben mir meine Hundekumpels in Griechenland nie!! Erst werde ich eine gute Stunde mit Massage verwöhnt und dann darf ich ins Wasser, was ich als waschechter Labrador besonders liebe.

Aber damit nicht genug: Mache ich meinen Leuten die Freude und hole mir das Wienerwürstchen am anderen Ende des Beckens, sind die komplett aus dem Häuschen. Mein linkes Pfötchen dabei zu benutzen, klappt immer besser.

Überhaupt meinen alle, ich hätte mich inzwischen zu einem prächtigen Burschen entwickelt.

Die hochsommerlichen Temperaturen finde ich übrigens ganz toll, Ihr auch?

Habe ein paar Bilder beigefügt, schaut mal! Die Antwort eines echte Griechen auf 38 Grad im Schatten - und mit Frauchen habe ich vereinbart, dass sie für mich und die kleine Entenfamilie regelmäßig kaltes Wasser nachfüllt! :-))

Bis bald mal wieder, liebe Grüße aus dem hochsommerlichen Ruhrgebiet,

Euer Velos

 

 

 

Update April 2010:

 Was gibt es Neues? Inzwischen hat er seine ersten Ausfahrten im Auto, wenn auch nicht ganz ohne Protest, hinter sich. Wir üben. Ausflüge nach draussen sind herzlich willkommen, allerdings fallen diese noch sehr, sehr kurz aus, weil die Kondition einfach fehlt. Wir haben darüber hinaus das Gefühl, dass er zusätzlich hinten rechts humpelt und werden ihn deshalb baldmöglichst nochmals bei Dr. Schweda vorstellen.

In der Wohnung benimmt der sich vorbildlich. Nach dem Besuch von Gina bewegt er sich hier ganz ohne Vorbehalte und folgt uns auf Schritt und Tritt. Das ist zwar einerseits wunderschön und ein riesiger Fortschritt für ihn und uns, allerdings haben wir nun das Problem, dass er speziell mich nicht mehr aus den Augen lässt. Verlasse ich die Wohnung, egal ob ich zur Arbeit oder nur kurz in den Keller gehe, gibt es ein Heulkonzert begleitet von entsprechendem Bellen, das bis zu anderthalb Stunden dauern kann. Er lässt sich in diesen Fällen auch nicht von den weiteren Familienmitgliedern, die u. U. mit ihm zuhause sind, trösten oder ablenken. Kaum bin ich wieder da, freut er sich halb zu Tode und begrüßt mich - auch nach zwei Minuten Abwesenheit - als sei ich von einer Weltreise zurückgekehrt. Hier müssen wir dringend etwas tun, damit dieses Verhalten auf Dauer für ihn und für uns nicht zum Problem wird. Aber, wir bleiben dran.

Zu seiner Hundefreundin Gina haben wir weiterhin Kontakt. Ganz große Liebe! Mit ihr hat er vor zwei Wochen seine erste Zweibeiner-Geburtstagsparty gefeiert und uns alle in ungläubiges Staunen versetzt. Inmitten von vielen Gästen hat er in Begleitung von ihr und einer weiteren Hundedame völlig souverän frei laufend in einem Gartenrestaurant einen ganz entspannten und charmanten kleinen "Partylöwen" präsentiert, der augenscheinlich in ihm steckt. Wir, und alle übrigend Gäste, die durch Erzählungen seine Vorgeschichte kannten, konnten gar nicht glauben, was sich da vor unseren Augen abgespielt hat, zumal das alles überhaupt nicht so vorgesehen war. Alle Beobachter waren sich einig, dass er ganz sicher in Griechenland schon einmal in einer Mensch-Hund-Gemeinschaft gelebt haben muss. Die Situation war nichts Neues bzw. hatte nichts beunruhigendes für ihn - mal abgesehen vom Buffet auf Nasenhöhe. Er hat sich sogar ausgiebig von jedem Gast streicheln und liebkosen lassen, egal ob Mann oder Frau. Velos hatte ganz offensichtlich einen tollen Abend mit seinen neuen Freunden und ist im Auto umgehend in komatösen Schlaf gefallen, aus dem er erst am darauf folgenden Mittag wieder erwacht ist. Unglaublich, das Kerlchen! :-)

 

 

Dieser Blick sagt alles ............. Danke, danke, danke!!

Seine Verwandlung ist deutlich zu sehen, sein Fell glänzt, er sieht rundum zufrieden aus.

 

Hallo Petra,

ich habe unsere ersten Tage mit Velos einmal zusammengefasst.


Am vergangenen Montag war es endlich soweit; Velos durfte die Klinik verlassen und mit uns in sein neues zuhause umziehen. Nun sind ein paar Tage vergangenen - Zeit für einen ersten Bericht.

Es ist Mittag und Velos liegt entspannt ausgestreckt und schlummert seelig in der Sonne unterm Küchentisch. Ein echter Südländer: nachts aktiv und tagsüber wird fast ausschliesslich geschlafen - kleine Unterbrechungen zu Nahrungsaufnahme sind dabei allerdings herzlich willkommen. Es scheint, als habe er seit ganz, ganz langer Zeit erstmals die Möglichkeit erkannt, sich fallen zu lassen. Er schläft, trotz seiner Vorgeschichte bei uns ganz entspannt, auf der Seite liegend und räkelt sich zwischendurch sogar gemüsslich.

Insgesamt ist er, wie erwartet, unglaublich verängstigt. Berührungen sind nur nach ganz langsamer Annäherung möglich - aber immerhin, viel mehr als wir zu hoffen gewagt hatten. Dann kann er aber zwischendurch sogar schon ein Kraulen der Ohren gemiessen. ;-)

Ganz scheint er mit uns Menschen zum Glück nicht abgeschlossen zu haben. Er beobachtet uns von seiner sicheren Burg unterm Küchentisch ganz aufmerksam. Verlassen wir den Raum, folgt er uns umgehend und möchte wissen, wo wir sind. Auf ihn zugehen dürfen wir dann jedoch nicht, denn er weicht sofort zurück.

Beim Thema "stubenrein" haben wir auch noch Übungsbedarf. Im Moment ist unsere Terrasse zum Piselplatz umfunktioniert. Wenn ich ihn (vielleicht ein Mal am Tag) dazu bewegen kann, einen Ausflug über die Grenze unserer Haustüre hinaus zu unternehmen, dann max. auf die Wiese vor dem Haus. Links pinkeln, rechts ein Häufchen und dann sofort zurück zum Haus. Der Weg durch das Treppenhaus ist sehr beschwerlich für ihn, wobei wir uns nicht sicher sind, ob es wirklich an seinem Bein liegt, oder ob die Angstschranken in seinem Kopf das Problem sind. Er erobert sich aber tapfer seinen Weg. Zwischendurch habe ich versucht, ihn durch ein Geschirr oder die Leine zu unterstützen. Diese Versuche habe ich aber vorläufig eingestellt, denn beim Anlegen der Leine wirft er sich blitzartig auf die Seite, den Kopf dabei fest auf den Boden gedrückt und hebt die oben liegende Pfote schützend vor sein Gesicht - ganz furchtbar anzusehen.

Der kleine Mann hat unendlich viel Leid erlebt, was er übrigens in jedem Traum nochmals durchzuhecheln scheint. Er zuckt und läuft, die Lefzen sind ständig in Bewegung, mal wird geweint oder gewimmert - manchmal heult er auch wie ein Wolf.

Unser größter Wunsch: Seine Seele ganz bald mit einer übermächtigen Anzahl von schönen Träumen zu versorgen, damit die schlimmen Erinnerungen für immer aus dem Speicher gelöscht werden.

Nach den ersten gemeinsamen Tagen mit Velos sind wir optimistisch und auf einem guten Weg. Unsere Entscheidung, ihm ein zuhause zu geben, haben wir keine Sekunde bereut. Jeder Blick in seine, leider noch unendlich traurigen und sorgenvollen aber wunderschönen Augen, spornt uns an, mit viel Geduld und im Laufe der Zeit sein Vertrauen zu gewinnen. Die Hoffnung hierauf ist wohl auch nicht unbegründet, denn heute früh wurden wir schon mit einem vorsichtigen Schwanzwedeln in der Küche begrüßt.... :-))

 

Liebe Grüße
Christiane

Hier geht es zu Velos' trauriger Vergangenheit