Glücksgeschichten

Luis – trotz schwerem Schicksalsschlag fand er seine eigene Familie

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mittelgroß - ca. 06/2008 - männl. - kastr.  - katzenverträgl.

Luis durfte das Familienleben nur viel zu kurz geniessen. Er wurde schweren Herzens Anfang des Jahres 2011 eingeschläfert, nachdem alle Therapien ausgegeschöpft wurden.

 

Das schreibt uns seine Familie:

Hallo, mein Name ist Luis!

Nun will ich hier aber auch mal zu Wort kommen und berichten, wie es mir in den vergangenen Monaten ergangen ist. Mein neues Frauchen sagt, meine Geschichte kommt zu den Glücksgeschichten.

Ende Mai sollte es nun endlich losgehen und ich wurde mit dem Flugzeug nach Deutschland gebracht. Von Hamburg aus, nahm man mich mit nach Bremen und ich saß die ganze Zeit in einer Box. In Bremen wurde ich von meinem neuen Frauchen abgeholt. Als sie die Kofferraumklappe des Autos in dem ich saß öffneten, schaute sie erstmal ziemlich verzückt, ob es nun daran lag, dass ich viel größer bin, als sie dachte, oder daran, weil ich soooo süß in meiner Box saß und selbst ziemlich überrascht schaute-keine Ahnung.

Wir fuhren dann nochmal zwei Stunden im Auto weiter nach Westerende. Auto fahren mag ich gar nicht und das habe ich auch laut und deutlich gezeigt, bis wir endlich angekommen sind. Ich sprang aus dem Kofferraum und war erstmal neugierig, was mich hier so erwartet. Meine Neugierde versuche ich auch mit aller Kraft die ich habe zu befriedigen-ich ziehe und ziehe, aber es hilft nicht. Immer hält mich jemand zurück. Das passt mir gar nicht! Auf den Feldern und Wiesen riecht es doch sooo toll! Ich stecke meine Nase überall rein und möchte jeden Vogel, auch wenn er noch so klein ist fangen. Mein neues Frauchen sagt, ich habe Jagdtrieb-das stimmt und ich versuche das auch hartnäckig zu beweisen.

Auf dem Weg kommen mir dann auch noch zwei Hunde entgegen. Ich bin ganz lieb zu ihnen, aber die beiden hübschen Mädels zicken mich ganz schön an. Und dann gehen sie auch noch mit in mein neues zu Hause. Später verstehe ich, die

eine Hundedame heißt Jule und gehört ab heute mir, die andere Hundedame gehört meiner Hundesitterin, also muss ich zu ihr auch nett sein, denn die treffe ich immer dann, wenn mein Frauchen lange bei der Arbeit ist.

Ich erkunde mein neues zu Hause ganz genau und finde vor allem mein Körbchen prima-das kann man so schön auseinanderpflücken und im ganzen Wohnzimmer rumwirbeln. Aber hier gibt es auch noch viele andere tolle Sachen, die man zerpflücken kann-Teppiche, Kissen, Sofas, Tapeten, usw.! Mein Frauchen schreit immer NEIN Luis. Warum macht sie das nur??? Es macht doch so viel Spaß. Auch Stuhlbeine und Tischbeine nagen sich hervorragend. Sie bietet mir zwar immer irgendwelche Spielzeuge an, aber die Sachen die mir nicht gehören machen mehr Spaß. Dann entdecke ich noch das Arbeitszimmer: Bücher lesen macht so einen Spaß, vor allem wenn die Seiten einzeln durch den Raum flattern!

 

Zu fressen bekomme ich in den ersten Tagen Hühnchen und Reis-das ist sehr gut, ich habe auch keinen Durchfall bekommen. Nur leider geht das mit dem Futter nicht schnell genug-da muss ich mein Frauchen öfter mal in den Po zwicken, damit sie sich beeilt. Doch leider fliege ich dann immer raus. Ich überlege schon, ob das mit dem Zwicken eine schlechte Idee ist. Nachts kämpfen wir um den besten Platz. Jule liegt im Schlafzimmer in einem Körbchen. Ich habe auch eins, aber im Bett finde ich es gemütlicher. Aber es scheint hier nicht gern gesehen, dass ich dann auch die Bettdecke fressen möchte. Ich versuche ein paar Tage lang die Wohnung so zu gestalten wie es mir gefällt, vor allem nachts! Mein Frauchen hat komische dunkle Ränder unter den Augen-wovon bloß???-Dann kommt jemand mit einer riesigen Box. Die steht dann im Arbeitszimmer und hat sehr gemütliche Decken darin. Immer wenn ich dort rein gehe, bekomme ich ein Leckerchen-prima-weil Fressen ist super.

Die Box beziehe ich nun nachts und wenn mein Frauchen zur Arbeit geht. Sie sagt-es tut ihr leid, aber ich weiß gar nicht warum-ich mag meine Box gerne und sie gibt mir Sicherheit.

Ich gewöhne mich immer mehr an meine neuen Menschen und wenn Besucher kommen, sind alle begeistert von mir. Ich kann hier so viel kuscheln wie ich möchte. Und kuscheln liebe ich. Das könnte ich den ganzen Tag machen. Aber ich tobe auch so gerne. Meine neue Freundin Jule findet, ich bin zu wild. Nur weil ich sie ab und zu mal umrenne oder immer der erste sein möchte. Die ersten Wochen sind ganz schnell vergangen und mein Frauchen ist jetzt jeden Tag zu Hause. Sie nennt es Sommerferien. Das finde ich prima. Wir üben, dass die Box auf bleibt in der Nacht-das klappt toll-ich wechsel nur den Platz und lege mich neben Jule ins Schlafzimmer. Das darf ich auch, wenn ich keinen Blödsinn mache. Klappt fast immer. Auch am Tag bleibt die Box jetzt immer länger auf wenn mein Frauchen mal kurz weg muss. Nur selten lese ich nochmal Bücher oder zerfetze Schuhe-wenn die auch im Weg stehen.

Am allerbesten gefallen mir die tollen Spaziergänge, aber ich mache an der Leine was ich will-das finde ich lustig-mein Frauchen nicht. Leider laufe ich nach den Spaziergängen immer noch auf drei Beinen und manchmal hält das auch lange Zeit an. Ich lege mich dann ruhig in mein Körbchen und habe gar keine Lust zu spielen oder in dem großen Garten zu toben. Das macht allen Sorgen. Sie sagen, ich muss zum Tierarzt. Das finde ich nicht toll! Ich mag keine Tierärzte! Aber der scheint ganz nett zu sein. Er kommt ganz zu mir runter und streichelt mich. Ich bekomme Tabletten und ich soll zum Knochenbrecher. Das hört sich ja schrecklich an. Die Tabletten helfen, aber immer nur für kurze Zeit. Dann bekomme ich wieder Schmerzen. Also doch Knochenbrecher!!! Das muss was ostfriesisches sein! Ich versuche mich mit aller Kraft zu wehren, das tut ganz schön weh was der da macht, aber danach bekomme ich Massagen und stinkenden Franzbranntwein auf den Rücken-das ist angenehm. Und ich habe zum ersten Mal keine Schmerzen mehr! Sie sagen ich wurde eingerenkt! Ich soll nochmal wiederkommen in ein paar Wochen. Das ist dann auch nötig, denn ich bin sehr tollpatschig und falle ab und zu mal über Bälle oder falle beim Toben hin, dann tut mir die Hüfte und der Rücken wieder weh. Aber der Knochenbrecher bringt das sofort wieder in Ordnung. Da bin ich nun öfter, aber er meint, wenn ich meine Muskeln trainiere, dann wird es immer besser werden. Auf jeden Fall kann ich schon fast richtig sitz machen und mich wieder mit der Hinterpfote kratzen-mein Frauchen schaut dann immer ganz glücklich! Jetzt fahren wir auch viel öfter zum Strand, weil es mit dem Laufen ja auch immer besser geht. Da gibt es einen eingezäunten Freilauf, da kann ich so richtig toben, auch mit anderen Hunden-zu denen bin ich nämlich immer ganz freundlich! Zu den Urlaubsgästen hier zu Hause bin ich auch immer nett, denn meist gibt’s von denen Leckerchen. Ich belle auch nicht mehr die ganze Zeit, wenn ich von irgendwo Geräusche höre. Aber ich rege mich immer noch gerne mal ein bisschen auf.

Die Sommerferien scheinen nun vorbei zu sein, denn mein Frauchen geht morgens sehr früh aus dem Haus. Einmal in der Woche kommt am Mittag die Hundesitterin, ansonsten erwarte ich gemeinsam mit Jule, schon aufgeregt unser Frauchen, wenn sie von der Arbeit kommt. Ich verfolge sie dann für den Rest des Tages auf Schritt und Tritt! Dann wird erstmal gekuschelt, obwohl ich auch mit meiner Hundefreundin Jule immer öfter auf dem Sofa kuschel oder wir gemeinsam in einem Körbchen liegen.

Sie sagt mir jetzt auch manchmal, dass sie die erste hier war. Beim Fressen gibt es auch keinen Streit mehr. Und Hundetraining macht mir so langsam mehr Spaß, auch wenn ich immer noch Einzelstunden nehmen muss.

Auf den langen Spaziergängen treffen wir uns regelmäßig mit meinen Hundefreunden!

Dann kam letztlich eine Email, dass man eine neue Familie für mich gefunden hat. Da musste mein Frauchen erstmal weinen und ich habe mich ganz nah an sie gekuschelt. Dann hat sie lange mit Rose telefoniert und ihr erstmal gesagt, dass sie mich nie mehr hergeben kann. Ich war auch schon in großer Sorge, denn ich habe mich doch wirklich angestrengt etwas von meinem guten Benehmen zu zeigen, damit ich hier bleiben kann!

Jetzt wisst ihr, was ich in den vergangenen Wochen alles erlebt habe, wie ihr seht, geht es mir sehr gut! Viele Grüße euer Luis

 

 

 

 

 

 

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Textupdate 02.01.2010


Luis wurde zwischenzeitlich kastriert. Er versteht sich gut mit anderen Hunden und Katzen.
Manchesmal schont er noch das linke Hinterbein, indem er es anhebt.

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Die griechischen Tierschützer beschreiben ihn als sehr anhänglich, er wünscht sich die ganze Zeit die Aufmerksamkeit seiner Menschen. Gleichzeitig erzählen sie uns auch, dass Luis sehr tapsig und lustig ist.

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Er ist voller Energie, sollte aber wegen seines operierten Beckens noch nicht die ganze Zeit rennen, auch wenn er dies am liebsten täte. Seine Schonzeit geht noch bis April.

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Auf Rückfrage wurde uns versichert, dass Luis wieder ganz genesen wird, er wird keine Schäden aus seiner schweren Verletzung zurückbehalten.

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Luis braucht viel Spielzeug um sich zu beschäftigen.

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Luis ist ein bezaubernder kleiner Hund mit einer starken Persönlichkeit und viel Selbstvertrauen.

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Aufgrund der schweren Verletzung und der starken Schmerzen, die er dadurch litt, hat er allerdings furchtbare Angst vor dem Tierarzt. Er braucht also Menschen, die ihn mit ganz viel Geduld und Einfühlungsvermögen zu handhaben wissen und ihm durch Ruhe und Gelassenheit seine Angst nehmen können. Leckerchen tragen hier mit Sicherheit auch einiges zu einem angstfreieren Arztbesuch bei, denn noch immer liebt Luis alles, was man futtern kann.

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Luis hat gelernt an der Leine zu gehen, er ist zwar noch nicht perfekt, lernt jedoch jeden Tag dazu.

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Einige Stunden am Tag wird Luis noch von den anderen Hunden getrennt, um seine verheilende Hüfte und sein Becken noch zu schonen. Deshalb wird er in einem Zimmer separiert und die Tierschützer freuen sich über seine Stubenreinheit.

Leider sind die Hunde der Pflegestelle eifersüchtig auf Luis und attackieren ihn, wenn sie die Gelegenheit hierzu haben. Deshalb braucht Luis dringend ein eigenes Zuhause.
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Wenn Sie sich vielleicht schon die ganze Zeit gefragt haben, wie es mit Luis weiterging und nun seine positive Entwicklung mit genauso viel Freude wie wir verfolgen, wenn Sie sich die ganze Zeit schon fragen, ob es nicht genau Luis ist, der Ihnen zu Ihrem (und seinem) Glück noch fehlt, dann zögern Sie bitte nicht länger, uns anzurufen, wir sprechen gerne mit Ihnen!

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Luis wurde mitten in der Nacht von dem Vater einer griechischen Tierschützerin gefunden.

 

Es regnete in Strömen und er stand plötzlich unerwartet und verzweifelt im Scheinwerferlicht. Er war völlig unterernährt und seine Hüfte war zweifach gebrochen. Der Vater unserer Kollegin nahm ihn mit nach Hause und Luis jammerte die ganze Nacht vor Schmerzen. Am nächsten Morgen brachte man ihn zum Tierarzt, wo er endlich untersucht und versorgt werden konnte.

Inzwischen ist Luis erfolgreich operiert und läuft und springt wieder ohne jede Beeinträchtigung.
 

 
Er verträgt sich hervorragend mit allen Hunden und auch mit Katzen, und das obwohl er ganz offensichtlich ein Jagdhund ist. Er ist unglaublich menschenbegeistert und hungert nach Aufmerksamkeit und Zuwendung.
 

 
Trotzdem bellt er nicht und bleibt völlig still, wenn seine Menschen ihn einmal alleine zuhause lassen.
Luis ist leinenführig, stubenrein und absolut lernwillig. Er strotzt nur so vor Energie und Bewegungsfreude. Er liebt es zu schmusen und erzählt regelrecht, was er möchte.
 

 
Da er noch immer einen ungeheuren Nachholbedarf in Sachen Futter hatte und wohl wirklich furchtbar Hunger leiden musste, verteidigt er – obwohl er sich ansonsten wirklich sehr sehr gut mit anderen Hunden versteht – seinen Futternapf gegen seine Artgenossen, nicht aber gegen Menschen.
Luis ist bereits negativ auf Ehrlichiose und Leishmaniose getestet.
Wenn Sie Luis bereits vor Ihrem inneren Auge in einem Körbchen in Ihrem Zuhause liegen sehen und ihn all seine schlimmen Erlebnisse vergessen lassen wollen, rufen Sie bitte an!
 
Luis wird gechipt sowie geimpft mit einem Schutzvertrag und gegen eine Schutzgebühr vermittelt.

Rosemarie Völker* vom Stray-Team freut sich auf Ihren Anruf oder Ihre Email unter

089-46089494  oder 0171-5329061   Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .
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